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D907B

Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn

Rund 435 km von Montélimar über die Belvédères der Ardèche-Schlucht, die Corniche des Cévennes und die Engstellen der Gorges du Tarn bis unter das Millau-Viadukt und in die Käsekeller von Roquefort – eine Route für alle, die schmale Straßen nicht scheuen und abends gern am Fluss stehen.

Entfernung
323 km (201 mi)
Fahrzeit
4 h 28 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Frankreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 323 km (201 mi) mit 14 Stopps, von Montélimar nach Roquefort-sur-Soulzon. Insgesamt etwa 4 h 28 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Frankreich · Weitere Roadtrips ab Montélimar

Reiseführer · CampingSpirit

Rund 435 km von Montélimar über die Belvédères der Ardèche-Schlucht, die Corniche des Cévennes und die Engstellen der Gorges du Tarn bis unter das Millau-Viadukt und in die Käsekeller von Roquefort – eine Route für alle, die schmale Straßen nicht scheuen und abends gern am Fluss stehen.

Der Spirit der Route

Diese Route folgt dem Wasser, das den Kalk zerschnitten hat. Erst die Ardèche, grün unter dem Felsbogen des Pont d’Arc, dann die Chassezac zwischen den zerfressenen Felsfiguren von Païolive. Dahinter steigt das Land in die Cevennen: Schiefer, Esskastanien, Trockenmauern, Dörfer mit Lauzes-Dächern und eine Kammstraße, auf der Sie zu beiden Seiten in blaue Täler schauen. In Florac beginnt der Tarn, und mit ihm die tiefste Schlucht der Route – Felsüberhänge so nah, dass Sie den Außenspiegel einklappen möchten. Am Abend riecht es nach Thymian und warmem Kalkstein, Gänsegeier kreisen über der Jonte, und aus der Schiebetür hören Sie nur den Fluss über die Kiesbänke rauschen. Oben auf den Causses wird es plötzlich still und weit wie in der Steppe. Wer hier unterwegs ist, fährt langsam, startet früh, lässt Busse vor – und plant feste Plätze, denn Nationalpark und Schutzgebiete lassen wildes Übernachten kaum zu.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Montélimar nach Saint-Martin-d’Ardèche (ca. 45 km)

Die Strecke
Von Montélimar über die Rhône nach Le Teil und auf der D86 (ehemals N86) am rechten Rhôneufer südwärts nach Viviers und Bourg-Saint-Andéol, dann auf der D86/D290 nach Saint-Just-d’Ardèche und Saint-Martin-d’Ardèche an der Mündung der Gorges. Breite, flache Talstraße mit Lkw-Verkehr aus den Steinbrüchen und Zementwerken bei Le Teil, ab Bourg-Saint-Andéol ruhiger. Knapp eine Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Viviers: kleine Bischofsstadt mit der Kathedrale Saint-Vincent auf dem Felssporn und Blick über die Rhône – zu Fuß von den Parkplätzen am Ortsrand.
  • Aiguèze auf der Gard-Seite gegenüber Saint-Martin: Burgreste und Gassen direkt über der Ardèche, einer der ersten Blicke in den Canyon.
  • Die Kiesbänke unterhalb von Saint-Martin, wo die Kanuten nach der Schluchtfahrt ankommen – am Abend ruhig zum Baden.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Saint-Martin-d’Ardèche liegen mehrere Campingplätze am Fluss, etwa Camping des Gorges und Le Castelas, dazu ein Parkplatz für Wohnmobile am Ortsrand; Ausstattung und Gebühr vor Ort prüfen. Wer schon in Viviers stoppen will: Dort gibt es einen Camping-Car-Park-Stellplatz mit Zugangskarte und Ver- und Entsorgung. In Juli und August sind die Flussplätze früh voll – reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Gorges de l’Ardèche sind ab Saint-Martin flussaufwärts nationales Naturschutzgebiet (Réserve naturelle) und klassifizierte Landschaft; Übernachten im Fahrzeug außerhalb der Plätze und Campieren am Ufer sind dort verboten. In Saint-Martin und Aiguèze sind viele Parkplätze nachts mit Verbotsschildern für Wohnmobile oder Höhenportalen versehen – nehmen Sie den Stellplatz.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Schluchtstraße tanken und einkaufen: Die Supermärkte bei Montélimar und Bourg-Saint-Andéol sind günstiger als die Läden in der Schlucht, und auf der D290 gibt es bis Vallon keine Tankstelle. In Montélimar hat die Stadt eine Aire für Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung – praktisch, um den Tank vor der Route voll zu machen.

2Etappe 2: Saint-Martin-d’Ardèche nach Vallon-Pont-d’Arc (ca. 40 km)

Die Strecke
Die Route des Gorges de l’Ardèche (D290) führt rund 30 km auf der Kante des Plateaus entlang, mit Ausfahrten zu einem guten Dutzend Belvédères. Zweispurig, aber kurvig, mit vielen Radfahrern und im Sommer zähem Kolonnenverkehr; einige Kehren beim Abstieg nach Vallon. Ohne Stopps etwa 45 Minuten, mit Aussichtspunkten ein halber Tag. Abstecher zur Grotte Chauvet 2 oberhalb von Vallon.
Highlights & Must-Sees
  • Belvédères de la Madeleine und Grand Belvédère: senkrechter Blick in die Mäander, die Parkplätze sind für Wohnmobile die geräumigsten – am Balcon d’Autridge und an den Templiers-Balkonen wird es eng.
  • Pont d’Arc: der natürliche Felsbogen über der Ardèche, mit Badestelle darunter; am frühen Morgen fast leer.
  • Grotte Chauvet 2: originalgetreue Nachbildung der rund 36.000 Jahre alten Höhlenmalereien auf dem Plateau oberhalb von Vallon; im Sommer Zeitfenster vorab buchen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Vallon-Pont-d’Arc hat eine kommunale Aire de camping-car am Ortsrand mit Ver- und Entsorgung, dazu Dutzende Campingplätze an der Ardèche zwischen Ort und Pont d’Arc, z. B. Camping de l’Ardèche, Camping l’Île oder Camping le Clapas – mit Strom, Sanitär und meist Flusszugang, Saison grob von April bis September. Viele Plätze sind auf Kanugäste ausgerichtet und im August ausgebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf den Belvédères der D290 ist Parken tagsüber erlaubt, Übernachten aber nicht: Die Straße liegt am Rand des Naturschutzgebiets, und die Gemeinden kontrollieren. Die Biwakplätze Gaud und Gournier im Canyon sind ausschließlich Kanu- und Wandergästen mit Reservierung vorbehalten, nicht mit dem Fahrzeug erreichbar. Bei hoher Waldbrandgefahr kann der Präfekt den Zugang zu den Wäldern und das Halten außerhalb befestigter Flächen untersagen.

Insider-Tipp für Camper
Fahren Sie die Schluchtstraße von Süd nach Nord, wie hier beschrieben: Die Belvédères liegen dann auf der Flussseite, und Sie kommen am frühen Nachmittag in Vallon an, wenn die Kanumieten zurückkehren. Zwischen Vallon und Pont d’Arc staut es sich im Sommer ab dem späten Vormittag – Pont d’Arc vor 9 Uhr besuchen. Bei Hochwasser werden Kanufahrten untersagt und Brücken gesperrt; Pegelstand vor Ort erfragen.

3Etappe 3: Vallon-Pont-d’Arc nach Les Vans über den Bois de Païolive (ca. 40 km)

Die Strecke
Über Salavas und die D579 nach Ruoms, durch die Weinbaugebiete am Rand der Ardèche-Kalkplateaus nach Grospierres und Berrias, dann auf der D252 mitten durch den Bois de Païolive und hinab zur Chassezac und nach Les Vans. Kleine, teils schmale Departementsstraßen mit Trockenmauern am Rand, aber ohne Steigungen. Etwa eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Bois de Païolive: Labyrinth aus ausgewaschenen Kalkfelsen unter Steineichen, markierte Rundwege ab den Parkplätzen an der D252, darunter die Chassezac-Schlucht.
  • Labeaume, kurzer Abstecher von Ruoms: Dorf aus grauem Kalkstein mit Platanenallee an der Beaume – für Wohnmobile außerhalb parken, die Gassen sind sehr eng.
  • Les Vans: Altstadt mit Arkaden und Platanen am Rand der Cevennen; am Samstagvormittag ist Markt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Um Les Vans liegen mehrere kleinere Campingplätze, z. B. Camping Le Pradal am Ortsrand, Camping le Mas du Serre oder Camping Castanhada in Richtung Chambonas – mit Strom und Sanitär; Ausstattung und Saison beim Betreiber prüfen. Weiter oben an der Chassezac liegt Camping les Gorges du Chassezac.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Bois de Païolive ist ein geschütztes Naturgebiet; die Parkplätze sind für Tagesbesucher gedacht, Übernachten und Feuer sind dort tabu. An der Chassezac gelten im Sommer kommunale Parkregeln mit Verboten für Wohnmobile an den Badestellen – stehen Sie besser auf einem Platz.

Insider-Tipp für Camper
Im Bois de Païolive liegen einige Parkbuchten unter tief hängenden Ästen und mit Felsblöcken als Begrenzung: lieber den größeren Parkplatz wählen und die letzten Meter laufen. Feste Schuhe – die Felswege sind scharfkantig. In Ruoms gibt es Supermärkte und eine Tankstelle, danach wird das Angebot dünner.

4Etappe 4: Les Vans nach Saint-Jean-du-Gard (ca. 75 km)

Die Strecke
Auf der D901 über die Ausläufer der Cevennen nach Saint-Ambroix, dann durch das Becken von Alès (Umgehung nutzen) nach Anduze, dem „Tor der Cevennen“, und durch das Gardon-Tal nach Saint-Jean-du-Gard. Gut ausgebaute Straßen, um Alès viel Verkehr und Kreisverkehre; die letzten Kilometer am Fluss sind angenehm. Rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Anduze: Uhrturm, Platanen und Töpferwerkstätten der „vases d’Anduze“ am Ausgang der Gardon-Schlucht.
  • Bambouseraie bei Générargues: historischer Bambuspark nahe Anduze mit großem Besucherparkplatz.
  • Maison Rouge in Saint-Jean-du-Gard: Museum der Cevenner Täler in einer ehemaligen Seidenspinnerei – Seidenraupen, Kastanienwirtschaft, Protestantismus.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Saint-Jean-du-Gard bietet ein Camping-Car-Park-Stellplatz am Ortsrand Strom und Ver- und Entsorgung (Zugangskarte), dazu kommt Camping des Sources nördlich des Orts mit Strom, Sanitär und Pool. Um Anduze liegen zahlreiche Campingplätze am Gardon, im Hochsommer stark gebucht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Garrigue-Hügel zwischen Alès und Anduze gehören im Sommer regelmäßig zu den Zonen, in denen die Präfektur des Gard bei sehr hoher Brandgefahr Befahren von Waldwegen, Anhalten und Parken im Wald untersagt; Durchgangsstraßen bleiben in der Regel befahrbar. Gerade hier also nichts auf Waldparkplätzen – Bei Stufe Orange sind Camping und Biwak in den Massiven verboten, bei Rot auch Betreten und Befahren; die Tageskarte steht auf risque-prevention-incendie.fr/30.

Insider-Tipp für Camper
Der Dampfzug der Cevennen fährt saisonal zwischen Anduze und Saint-Jean-du-Gard – ein guter Tag ohne Fahren. Im Herbst ist das Gardon-Tal ein Brennpunkt der „épisodes cévenols“: Der Fluss kann binnen Stunden um mehrere Meter steigen. Bei Vigilance Orange oder Rot von Météo-France keine Uferplätze, keine überfluteten Brücken und Furten befahren.

5Etappe 5: Saint-Jean-du-Gard nach Florac (Corniche des Cévennes) (ca. 55 km)

Die Strecke
Die D9, die Corniche des Cévennes, steigt in Kehren zum Col Saint-Pierre und läuft dann auf dem Kamm zwischen den Tälern über Le Pompidou und den Col du Rey, bevor sie über Saint-Laurent-de-Trèves ins Tal des Tarnon nach Florac abfällt. Schmal, aber gut zu fahren, viele unübersichtliche Kurven, kaum Ausweichstellen für Gegenverkehr mit Bussen. Rund 1,5 Stunden ohne Pausen.
Highlights & Must-Sees
  • Col Saint-Pierre: Aussicht über die gestaffelten Schieferkämme der Cevennen, vom kleinen Parkplatz am Pass.
  • Saint-Laurent-de-Trèves: Dinosaurier-Fußspuren auf einem Kalkfelsen über dem Dorf, kurzer Abstecher vom Col du Rey.
  • Florac: Schloss mit der Maison du Parc national des Cévennes (Ausstellung und Infos zu Regeln) und die Quelle des Pêcher mitten im Ort.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping municipal Le Pont du Tarn am Nordrand von Florac, direkt am Tarn, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung, Saison grob Frühjahr bis Herbst. Weitere Plätze talabwärts, etwa Camping Chantemerle oder Camping Chon du Tarn bei Bédouès; in Ispagnac gibt es eine kommunale Aire für Wohnmobile.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Teile der Corniche und das Hochland nördlich und westlich von Florac gehören zum Kerngebiet (cœur) des Nationalparks Cevennen, an den Straßen mit „Zone de protection“ beschildert. Dort ist jedes Campieren im Fahrzeug – Wohnmobil, Kastenwagen, umgebauter Van – per Verordnung des Nationalparks (Arrêté vom 12. Dezember 2016) untersagt; tagsüber dürfen Sie auf erlaubten Parkplätzen stehen, übernachten nur auf eigens dafür ausgewiesenen Flächen (der Faltplan des Parks nennt Flächen außerhalb des Kerns). Ranger und Gendarmerie kontrollieren und verwarnen bzw. verhängen Bußgelder.

Insider-Tipp für Camper
In Florac Vorräte auffüllen – Supermarkt und Tankstelle am Ortseingang sind die letzten größeren bis Millau. Holen Sie sich in der Maison du Parc oder im Tourismusbüro den Faltplan „Camping-car“ des Nationalparks und die Liste der erlaubten Übernachtungsflächen. Die engen Gassen der Altstadt meiden und am Rand oder am Campingplatz parken.

6Etappe 6: Florac nach Le Rozier (Gorges du Tarn) (ca. 60 km)

Die Strecke
Über Ispagnac und Quézac in die Gorges du Tarn: Die D907bis folgt dem Fluss über Castelbouc, Sainte-Énimie, Saint-Chély-du-Tarn, La Malène und Les Vignes bis Le Rozier. Bis Sainte-Énimie ziemlich bequem, danach schmaler, mit Felsüberhängen und mehreren kurzen, in den Fels gesprengten Tunneln und Galerien zwischen Sainte-Énimie und Les Vignes; zwei Wohnmobile kommen stellenweise nicht aneinander vorbei, Ausweichbuchten sind rar. Rund 2 Stunden reine Fahrzeit, besser einen ganzen Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Sainte-Énimie: Steindorf in der Flussschleife mit Klosterresten und der Quelle Burle – Parkplätze am Ortsrand, das Zentrum ist autofrei bzw. zu eng.
  • Cirque des Baumes und Pas de Souci zwischen La Malène und Les Vignes: die engsten Wände der Schlucht und ein Felssturz-Chaos im Fluss, kleiner Parkplatz am Pas de Souci.
  • Point Sublime oberhalb von Saint-Georges-de-Lévéjac auf dem Causse de Sauveterre: Blick in den Cirque des Baumes – Abstecher über eine steile Kehrenstraße ab Les Vignes, nur mit gutem Bremsenzustand.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Le Rozier am Zusammenfluss von Tarn und Jonte: Camping municipal du Brouillet, Camping Les Bords du Tarn oder Camping de l’Aubigue, alle mit Strom und Sanitär, im Sommer Badestellen am Platz. Unterwegs liegen Camping Couderc bei Sainte-Énimie und der kommunale Camping Le Pradet in La Malène; Ver- und Entsorgung ist in der Schlucht rar – am besten vorher in Florac oder Ispagnac erledigen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Gorges du Tarn sind als Landschaft klassifiziert (site classé) und gehören zum UNESCO-Welterbe „Causses und Cevennen“; in solchen Gebieten ist Camping außerhalb genehmigter Plätze nach französischem Baurecht grundsätzlich untersagt. Die wenigen Parkbuchten an der D907bis sind nachts kein Stellplatz, Uferwiesen sind privat oder kommunal gesperrt. Die Causse-Hochflächen darüber liegen teils im Kerngebiet des Nationalparks.

Insider-Tipp für Camper
Fahren Sie die Schlucht vor 10 Uhr oder nach 17 Uhr: Mittags teilen Sie die Engstellen mit Reisebussen, Kanu-Shuttles mit Anhänger und Motorrädern. In den Tunneln mittig in der Spur bleiben, Außenspiegel im Blick – rechts ist der Fels oft näher, als er aussieht. Breite Fahrzeuge halten an der nächsten Bucht und lassen den Bus durch. Die Straße wird bei Felssturz oder Hochwasser gesperrt; Hinweise im Radio und auf der Seite des Departements Lozère beachten.

7Etappe 7: Le Rozier nach Millau über Gorges de la Jonte und Aven Armand (ca. 85 km)

Die Strecke
Auf der D996 durch die Gorges de la Jonte nach Meyrueis, dort auf der D986 in Kehren hinauf auf den Causse Méjean zum Aven Armand und auf demselben Weg zurück; dann von Le Rozier auf der D907 durch das untere Tarntal nach Millau. Die Jonte-Straße ist breiter als die Tarnstraße, aber mit Felsüberhängen und Steinschlaggefahr; die Auffahrt auf den Causse ist steil, oben weite Hochebene. Etwa 2 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Belvédère des Vautours bei Le Truel: Beobachtungsstelle und Ausstellung zu den wieder angesiedelten Gänse- und Mönchsgeiern, die über den Jonte-Wänden kreisen.
  • Aven Armand: riesige Tropfsteinhalle unter dem Causse Méjean, erreichbar über eine Standseilbahn durch einen Tunnel; saisonal geöffnet, meist Frühjahr bis Herbst.
  • Rocher de Capluc oberhalb von Le Rozier: steiler Aufstieg (teils mit Leitern) zum Felszahn mit Blick auf beide Schluchten – früh am Morgen gehen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Millau liegen die Campingplätze am Tarn nah beieinander, z. B. Camping Les Erables, Camping Huttopia Millau oder Camping Millau Plage – Strom, Sanitär, V/E, fußläufig zur Altstadt. Daneben gibt es einen Camping-Car-Park-Stellplatz am Tarnufer mit Strom und V/E. Als Zwischenstopp in Meyrueis: mehrere kleine Campingplätze wie Le Capelan am Ortsrand.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Causse Méjean gilt im Kerngebiet des Nationalparks das Campierverbot auch für Fahrzeuge; der große Parkplatz am Aven Armand ist kein Übernachtungsplatz. Auch an den Geier-Beobachtungsstellen und an der D996 sind nächtliches Stehen und Camping nicht vorgesehen.

Insider-Tipp für Camper
Am Aven Armand im Sommer früh kommen: Der Parkplatz füllt sich ab dem späten Vormittag, und in der Höhle hat es ganzjährig um die 10 °C – Jacke mitnehmen. In Meyrueis Wasser und Lebensmittel kaufen, auf dem Causse gibt es nur einzelne Bauernhöfe. Bei Gewitter mit Starkregen fallen in der Jonte-Schlucht schnell Steine auf die Fahrbahn – langsam fahren.

8Etappe 8: Millau nach Roquefort-sur-Soulzon (ca. 35 km)

Die Strecke
Aus Millau auf der D992 talabwärts, mit Abstecher zum Infopunkt unter dem Millau-Viadukt, dann über Saint-Georges-de-Luzençon und die D23 hinauf zum Combalou-Felsen und nach Roquefort. Kurze, einfache Etappe; der Ort selbst klebt am Hang, die Hauptstraße ist eng und steil. Etwa eine Stunde mit Fotostopps.
Highlights & Must-Sees
  • Millau-Viadukt: Blick von unten vom Infozentrum am Talgrund und vom Aussichtspunkt an der Straße oberhalb von Millau – die Pylone im Abendlicht sind das klassische Motiv.
  • Millau: Altstadt mit Beffroi und überdachtem Marktplatz, Handschuhmacher-Tradition und dem alten Brückenpfeiler am Tarn.
  • Roquefort-Keller: Führungen durch die „caves“ der Käsereien im Combalou-Felsen, wo die Laibe in den natürlich belüfteten Klüften reifen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Roquefort-sur-Soulzon hat eine kommunale Aire de camping-car am Ortsrand mit Wasser und Entsorgung; Gebühr und Ausstattung vor Ort prüfen. Wer lieber auf einem Campingplatz endet, bleibt eine weitere Nacht in Millau und fährt Roquefort als Tagesausflug.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Roquefort und auf dem Larzac sind viele Wege und Feldzufahrten privat oder landwirtschaftlich genutzt; ohne Erlaubnis des Eigentümers kein Übernachten. Auf öffentlichen Parkplätzen gilt das französische Prinzip: Parken mit Schlafen ist dort möglich, wo es nicht per Gemeindeverordnung verboten ist – Campingverhalten aber nie.

Insider-Tipp für Camper
Das Viadukt ist Teil der A75 und der einzige mautpflichtige Abschnitt dieser sonst kostenlosen Autobahn; Wohnmobile bis 3,5 t mit 2–3 m Höhe zahlen meist Klasse 2, höhere oder schwerere Klasse 3, vom 15. Juni bis 15. September gilt ein höherer Sommertarif. Wer das Viadukt fahren möchte, nimmt es als Rückweg nach Norden. In Roquefort das Wohnmobil auf der Aire oder am Ortseingang abstellen und zu Fuß zu den Kellern gehen. Erweiterung: In knapp anderthalb Stunden über den Larzac erreichen Sie den Cirque de Navacelles.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Frankreich unterscheidet zwischen „stationnement“ und „camping“: Ein Wohnmobil gilt als Fahrzeug und darf überall dort stehen – auch mit Übernachtung –, wo ein Pkw parken darf. Sobald Markise, Stühle, Tisch, Stützen oder Keile draußen sind, Fenster ausgestellt oder Grauwasser abgelassen wird, ist es Camping und nur auf Plätzen erlaubt.
  • Bürgermeister dürfen das Parken von Wohnmobilen per „arrêté municipal“ einschränken – an Flüssen, Badestellen und in den Schluchtorten der Ardèche und des Tarn ist das die Regel, oft zusätzlich mit Höhenportalen. Nach französischem Baurecht ist Camping außerhalb genehmigter Plätze außerdem in klassifizierten Landschaften (Gorges du Tarn, Pont d’Arc), im Umkreis geschützter Baudenkmäler und an der Küste grundsätzlich untersagt.
  • Nationalpark Cevennen: Im Kerngebiet („cœur“, an den Straßen mit „Zone de protection“ beschildert) ist das Campieren unter Zelt und im Fahrzeug verboten; Wohnmobile und Vans dürfen tagsüber nur auf erlaubten Parkplätzen stehen und nachts nur auf eigens dafür ausgewiesenen Flächen (Liste in den Maisons du Parc und Tourismusbüros). Die Réserve naturelle der Gorges de l’Ardèche verbietet jedes Campieren außer auf den zwei reservierungspflichtigen Biwakplätzen für Kanuten und Wanderer.
  • Waldbrand: In Ardèche, Gard, Lozère und Aveyron legen die Präfekturen im Sommer täglich Gefahrenstufen fest; bei hoher Stufe sind Waldwege, Anhalten und Parken im Wald sowie jedes offene Feuer verboten, Grillen auch auf Plätzen oft untersagt. Verstöße werden mit empfindlichen Bußgeldern geahndet.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, kommunalen „aires de camping-car“, Stellplätzen privater Betreiber mit Zugangskarte und bei Höfen und Weingütern aus Netzwerken wie France Passion (Jahresmitgliedschaft, kurze Aufenthalte, Kauf erwünscht, aber nicht Pflicht). Apps: park4night, Campercontact, Caramaps; Nutzerkommentare zu Kontrollen und neuen Verboten sind oft aktueller als Schilder in Reiseführern.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgungsstationen heißen „aire de services“ oder „borne“; viele funktionieren mit Jetons (aus Rathaus, Bäckerei, Tourismusbüro), Münzen oder Karte. An einigen Bornes gibt es Wasser nur gegen Gebühr, Entsorgen ist meist kostenlos.
  • Grauwasser und Kassette nur an Stationen leeren, nie in Gullys oder Flüsse – die Ardèche und der Tarn sind Badeflüsse, und Kontrollen gibt es auch in diesem Punkt.
  • Leitungswasser ist trinkbar, wenn „eau potable“ angeschrieben ist; an Friedhofsbrunnen und Viehtränken auf den Causses steht oft „eau non potable“. Auf den Causses gibt es kaum Brunnen – mit vollem Tank hinauffahren.
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen werden nicht getauscht, französische Flaschen (Butagaz, Antargaz, Primagaz) haben eigene Anschlüsse und brauchen einen Adapter. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an GPL-Tankstellen mit dem in Frankreich üblichen Dish-Adapter; in der Lozère sind GPL-Säulen selten – vor Florac oder in Millau füllen.
  • Tankstellen sind in den Schluchten und auf den Causses rar und sonntags oft nur mit Karte nutzbar (Automat). Supermarkt-Tankstellen in Montélimar, Alès und Millau sind am günstigsten; manche Automaten akzeptieren ausländische Karten nicht – Reserve einplanen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t außerorts 80 km/h auf Straßen ohne Mitteltrennung (einige Departements haben auf ausgewählten Abschnitten wieder 90 km/h beschildert), 110 km/h auf Schnellstraßen, 130 km/h auf der Autobahn, bei Regen 80/100/110. Wohnmobile über 3,5 t (bis 12 t): außerorts 80 km/h, auf Schnellstraßen mit Mitteltrennung 100 km/h, auf der Autobahn 110 km/h. Gespanne mit zulässigem Gesamtzuggewicht über 3,5 t: außerorts 80 km/h, auf Schnellstraßen mit Mitteltrennung und auf der Autobahn 90 km/h.
  • Fahrzeuge über 3,5 t müssen seitlich und am Heck die Aufkleber „Angles morts“ (Warnung vor dem toten Winkel) tragen, auch ausländische Wohnmobile; das Fehlen kostet ein Bußgeld. Ladung, die über das Heck ragt, muss gekennzeichnet sein – Fahrradträger mit eigenem Leuchtenträger, wenn Licht oder Kennzeichen verdeckt sind.
  • Maut: Die A7 bis Montélimar ist mautpflichtig (Klasse 2 für Wohnmobile bis 3,5 t mit 2–3 m Höhe, darüber Klasse 3), die A75 ist frei bis auf das Millau-Viadukt mit Sommertarif (15. Juni bis 15. September) und Nebensaisontarif. Bezahlung an der Mautstation mit Karte oder per Télépéage-Box.
  • Umweltzonen (ZFE) gibt es u. a. in Lyon, Grenoble und Montpellier, nicht an der Route selbst; die Crit’Air-Plakette brauchen Sie für diese Städte und bei Smog-Fahrverboten. Die vom Parlament beschlossene Abschaffung der ZFE hat der Conseil constitutionnel am 21. Mai 2026 gekippt – die Zonen bestehen weiter. Welche Plakettenklassen jeweils einfahren dürfen, legt jede Stadt selbst fest: vor der Anreise prüfen und die Plakette nur auf der offiziellen Seite bestellen.
  • Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger 0,2; Handy und Kopfhörer bzw. Headsets sind am Steuer verboten, auch im Stand am Fahrbahnrand. Warnweste griffbereit im Fahrerraum, Warndreieck an Bord. Blitzerwarner sind verboten, Navi-Apps zeigen nur „Gefahrenzonen“.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Zwei Handfunkgeräte zum Einweisen – in den Tunneln und unter den Felsüberhängen der Gorges du Tarn, beim Zurücksetzen in Ausweichbuchten und auf engen Flussplätzen wird es seitlich knapp.
  • Satz „Angles morts“-Aufkleber, falls das Wohnmobil über 3,5 t wiegt, und eine Warnweste pro Person.
  • Dish-Adapter für französische GPL-Säulen und zwei volle Flaschen – in Lozère und auf den Causses gibt es kaum Nachschub.
  • Wasserschuhe und wasserdichter Packsack für Badestellen und Kanu auf Ardèche und Tarn – die Kiesbänke sind scharfkantig.
  • Offline-Karten und eine App mit den Vigilance-Warnungen von Météo-France: Im Tarn-Canyon und auf den Causses gibt es Funklöcher, und Starkregen im Herbst kündigt sich nur über die Warnstufen an.
  • Fernglas für die Geierkolonien an der Jonte und die Felswände über dem Tarn.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Montélimar

    Frankreich
    Start
  2. 2

    Viviers

    Frankreich
    12 km
  3. 3

    Saint-Martin-d’Ardèche

    Frankreich
    28 km
  4. 4

    Vallon-Pont-d'Arc

    Frankreich
    22 km
  5. 5

    Les Vans

    Frankreich
    26 km
  6. 6

    Anduze

    Frankreich
    51 km
  7. 7

    Saint-Jean-du-Gard

    Frankreich
    12 km
  8. 8

    Florac

    Frankreich
    42 km
  9. 9

    Sainte-Enimie

    Frankreich
    19 km
  10. 10

    La Malène

    Frankreich
    13 km
  11. 11

    Le Rozier

    Frankreich
    19 km
  12. 12

    Meyrueis

    Frankreich
    22 km
  13. 13

    Millau

    Frankreich
    37 km
  14. 14

    Roquefort-sur-Soulzon

    Frankreich
    19 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli–August und November. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Frankreich: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 323 km (201 mi) mit 14 Stopps, von Montélimar nach Roquefort-sur-Soulzon. Insgesamt etwa 4 h 28 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 28 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn»?

Sie beginnt in Montélimar und endet in Roquefort-sur-Soulzon.

Durch welche Länder führt «Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn»?

Frankreich.

Wo kann man entlang «Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 527 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: La Graveline, Camping-car Park Viviers und Aire de camping-car de La Bégude-de-Mazenc.

Wann ist die beste Reisezeit für Kalkschluchten, Kastanienwälder und Geierflug – mit dem Camper von der Ardèche über die Cevennen zum Tarn?

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli–August und November. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)