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Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard – a group of people sitting outside of a building📷 Photo by Hugo Kruip on Unsplash
D570

Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard

Rund 480 Kilometer von Tarascon über Les Baux und Arles ins Rhônedelta, an den Salzgärten von Salin-de-Giraud und Aigues-Mortes vorbei zu den Römerbauten von Nîmes, nach Uzès und an den Pont du Gard – mit Abstecher ans Meer bei Sète.

Entfernung
383 km (238 mi)
Fahrzeit
5 h 18 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
13
Länder
Frankreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 383 km (238 mi) mit 13 Stopps, von Tarascon nach Sète. Insgesamt etwa 5 h 18 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Rund 480 Kilometer von Tarascon über Les Baux und Arles ins Rhônedelta, an den Salzgärten von Salin-de-Giraud und Aigues-Mortes vorbei zu den Römerbauten von Nîmes, nach Uzès und an den Pont du Gard – mit Abstecher ans Meer bei Sète.

Der Spirit der Route

Die Camargue ist flach, aber nie leer. Hinter Arles löst sich die Landschaft in Wasser auf: Reisfelder, Schilf, Étangs, auf denen Hunderte Flamingos im Gegenlicht stehen, dazwischen schwarze Stiere hinter Holzgattern und weiße Pferde im Salzgras. Der Wind ist Ihr ständiger Begleiter – mal warm und salzig vom Meer, mal als Mistral, der die Schiebetür zuschlägt und den Himmel blankfegt. Am Morgen rosa Salinen bei Salin-de-Giraud, am Abend Stierkampfplakate an den Mauern von Arles und Nîmes, wo Römerarenen noch heute voll werden. Davor und danach Kalk: die zerklüfteten Alpilles mit Les Baux auf dem Felsgrat, die Garrigue um Uzès, der Gardon unter den drei Bogenreihen des Pont du Gard. Diese Route verlangt Respekt vor dem Delta: Mückenschutz, feste Stellplätze statt Strandnacht und einen Blick auf die Wetterwarnungen, wenn im Herbst der Regen über die Cevennen kommt.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Tarascon nach Saint-Rémy-de-Provence (über Les Baux-de-Provence) (ca. 40 km)

Die Strecke
Von Tarascon auf der D99 Richtung Saint-Rémy, dann südlich in die Alpilles: über Mas-Blanc und die D27 hinauf nach Les Baux, durch den Val d’Enfer mit Kalkfelsen dicht an der Fahrbahn. Die Straßen sind asphaltiert, aber schmal und kurvig, Busse und Radfahrer kommen entgegen. Von Les Baux über Maussane und die D5 quer durch die Alpilles nach Saint-Rémy. Reine Fahrzeit gut eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Château de Tarascon am Rhôneufer, die mittelalterliche Burg des Königs René, mit Blick über den Fluss auf Beaucaire.
  • Les Baux-de-Provence: Burgruine auf dem Felsplateau und die Carrières de Lumières, ein ehemaliger Kalksteinbruch, in dem Bild- und Tonshows auf die Felswände projiziert werden.
  • Glanum und das Kloster Saint-Paul-de-Mausole am Südrand von Saint-Rémy, wo Van Gogh 1889/90 lebte und malte.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rund um Saint-Rémy liegen mehrere Campingplätze nah am Zentrum, etwa Camping Mas de Nicolas, Camping Monplaisir und Camping Pégomas, alle mit Strom, Sanitär und Entsorgung; die meisten haben von Frühjahr bis Herbst geöffnet. Am Start in Tarascon liegt Camping Le Tartarin am Rhôneufer unterhalb der Burg.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Les Baux ist Site classé mit zahlreichen Monuments historiques – Übernachten außerhalb offizieller Plätze ist hier tabu, die Parkplätze unterhalb des Dorfs sind gebührenpflichtig und nur für den Tagesbesuch gedacht (Parking Vayède: täglich 9–19 Uhr, erste Stunde 5 €, rund 10 Minuten Fußweg zum Dorf). Im Sommer regelt die Präfektur der Bouches-du-Rhône den Zugang zum Massif des Alpilles nach Waldbrandgefahr täglich; bei hoher Stufe sind Wanderwege und Waldparkplätze gesperrt.

Insider-Tipp für Camper
Ob und wo Wohnmobile in Les Baux zugelassen sind (Höhe, Länge), erfahren Sie beim Office de Tourisme; das Dorf selbst ist für große Fahrzeuge nicht gedacht. Kommen Sie früh am Tag. Zum Übernachten bietet sich die gebührenpflichtige Gemeinde-Aire in Fontvieille am Moulin de Daudet an (rund 40 Plätze, Avenue des Moulins). Saint-Rémy hat mittwochvormittags einen großen Markt rund um die Altstadt – an diesem Tag den Camper außerhalb des Boulevard-Rings stehen lassen.

2Etappe 2: Saint-Rémy-de-Provence nach Arles (über Fontvieille) (ca. 30 km)

Die Strecke
Auf der D5 zurück über Maussane, dann auf der D17 durch Olivenhaine nach Fontvieille und weiter in die Rhône-Ebene nach Arles. Breite, ruhige Landstraßen ohne Engstellen, rund 40 Minuten Fahrzeit. In Arles selbst sind die Altstadtgassen für Wohnmobile nicht befahrbar.
Highlights & Must-Sees
  • Aqueducs de Barbegal bei Fontvieille: Reste einer römischen Wassermühlen-Anlage im Feld, frei zugänglich.
  • Moulin de Daudet auf dem Hügel über Fontvieille mit Blick über die Alpilles.
  • Arles: Römisches Amphitheater, antikes Theater, der Kreuzgang von Saint-Trophime und die Alyscamps; der Fondation-Luma-Turm von Frank Gehry im Parc des Ateliers.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping City liegt im Osten von Arles an der Route de la Crau, etwa 20–25 Minuten zu Fuß von der Altstadt, mit Strom und Sanitär. Ruhiger und grüner ist Camping Les Manades in Richtung Raphèle-lès-Arles. Saison und Wohnmobil-Stellplätze vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In der Stadt Arles ist nur Parken auf erlaubten Flächen zulässig, Übernachten mit Campingverhalten nicht. Für Freistehen ist die Umgebung ungeeignet: Rhônedeiche und Feldwege gehören zum Hochwasserschutz und zu privaten Mas. Planen Sie Campingplatz oder Aire.

Insider-Tipp für Camper
Arles hat Parkhäuser mit Höhenbegrenzung und eine enge Altstadt. Mit dem Wohnmobil stellen Sie sich auf große ebenerdige Parkplätze am Rand des Zentrums, möglichst früh am Tag, oder fahren mit dem Rad vom Campingplatz. Samstags ist großer Markt am Boulevard des Lices, mittwochs am Boulevard Émile Combes – dann sind die Ringstraßen dicht. Bei Mistral auf der Rhônebrücke nach Trinquetaille mit Seitenböen rechnen.

3Etappe 3: Arles nach Saintes-Maries-de-la-Mer (ca. 40 km)

Die Strecke
Über die Rhônebrücke nach Trinquetaille, dann auf der D570 schnurgerade durch die Camargue: Reisfelder, Schilfkanäle, Manaden mit Stieren und Pferden. Kaum Kurven, aber starker Seitenwind und im Sommer viel Verkehr Richtung Meer. Rund 40 Minuten ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Musée de la Camargue im Mas du Pont de Rousty an der D570 mit einem Lehrpfad durch das Weideland.
  • Parc ornithologique du Pont de Gau kurz vor Saintes-Maries: Rundwege durch Étangs mit Flamingos, Reihern und Störchen aus nächster Nähe, ganzjährig geöffnet.
  • Kirche Notre-Dame-de-la-Mer in Saintes-Maries – vom Dach der Wehrkirche Blick über Delta und Meer.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die Aire de camping-car Plage Ouest der Gemeinde liegt am Strand westlich des Orts: bis etwa 100 Plätze hinter den Dünen, rund 2 km vom Ortszentrum, kein Strom, Frischwasser gegen Jeton, Entsorgung, gebührenpflichtig (zuletzt rund 16 € pro Nacht für zwei Personen, längere Fahrzeuge zahlen mehr). Mit Strom und Sanitär: Camping Le Clos du Rhône am Petit Rhône westlich der Aire oder Camping La Brise de Camargue im Osten des Orts.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Saintes-Maries schränkt Wohnmobile ein: Außerhalb der ausgewiesenen Aires ist das Übernachten im Gemeindegebiet untersagt, an Straßenrändern und Stränden ist mit Kontrollen und Bußgeldern zu rechnen. Die Camargue ist Parc naturel régional, die Strände und Étangs sind Schutzgebiete – Freistehen am Meer kommt nicht in Frage.

Insider-Tipp für Camper
Ende Mai (24./25. Mai, Wallfahrt der Gitans) und rund um Feste ist der Ort überfüllt – dann früh anreisen oder ausweichen. Kurz nach Sonnenuntergang beginnen die Mücken: Fliegengitter schließen, bevor Licht im Camper brennt. Im Ort tanken ist teuer, besser in Arles volltanken.

4Etappe 4: Saintes-Maries-de-la-Mer nach Salin-de-Giraud (Plage de Piémanson) (ca. 70 km)

Die Strecke
Auf der D570 zurück bis Albaron, dann auf der D37 am Nordufer des Étang de Vaccarès entlang und über Villeneuve auf die D36 nach Süden bis Salin-de-Giraud; danach 12 km auf der D36D durch die Salinen bis vor den Strand von Piémanson. Flache, teils schmale Straßen ohne Seitenstreifen, an den Kanälen kein Ausweichen ins Bankett. Etwa 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • La Capelière, Info-Zentrum der Réserve naturelle nationale de Camargue am Ostufer des Vaccarès, mit Beobachtungshütten.
  • Point de vue du Sel bei Salin-de-Giraud: Aussicht auf die Salzberge und rosa Verdunstungsbecken der Salinen.
  • Domaine de la Palissade an der Rhônemündung, ein naturbelassenes Gebiet mit Lehrpfaden und Beobachtungsstegen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Salin-de-Giraud liegt Camping Les Bois Flottés am Ortsrand, mit Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung. Am Ortseingang betreibt die Stadt Arles (zu der Salin-de-Giraud gehört) eine kleine Aire de services (rund 20 Plätze) zum Ver- und Entsorgen; Wasser ist kostenpflichtig, Campingverhalten ist dort nicht erlaubt, ob Übernachten möglich ist, vor Ort prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Piémanson war jahrzehntelang der wildeste Camper-Strand Frankreichs, bis Behörden und Stadt Arles das sommerliche Wildcampen 2016 beendeten. Seither ist Camping am Strand verboten, Schranke und Felsblöcke halten Fahrzeuge vom Sand fern, und der öffentliche Parkplatz ist laut Tourismusbüro Arles täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet, Übernachten ist dort nicht vorgesehen. Übernachten Sie in Salin-de-Giraud.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße zur Plage de Piémanson führt durch Salinen ohne Schatten und ohne Versorgung: Wasser, Sonnen- und Windschutz mitnehmen. Wer weiter nach Osten will, setzt mit dem Bac de Barcarin über die Rhône nach Port-Saint-Louis über – Fahrplan, Tarif für Wohnmobile sowie Höhen- und Gewichtsgrenzen vorab bei der Betreiberstelle prüfen. Bei Mistral oder Ostwind ist der Strand sandgestrahlt; dann lieber die Salinen am Morgen.

5Etappe 5: Salin-de-Giraud nach Aigues-Mortes (ca. 85 km)

Die Strecke
Zurück auf der D36 nach Norden, über Albaron auf die D570 und kurz vor Saintes-Maries westwärts auf die D58 durch die Petite Camargue: Weinberge im Sand, Reisfelder, Étangs. Über den Petit Rhône ins Département Gard, dann nach Aigues-Mortes. Gut ausgebaute, flache Straßen, rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Mauern und Tour de Constance von Aigues-Mortes – der Rundgang auf den Remparts zeigt die Salinen bis zum Horizont.
  • Salins d’Aigues-Mortes: Führungen mit dem kleinen Zug oder zu Fuß durch die Salzgärten, deren Becken im Spätsommer rosa leuchten, Saison etwa Frühjahr bis Herbst.
  • Flamingos in den Étangs entlang der D58 – Haltebuchten nutzen, nicht auf dem Bankett stoppen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Aigues-Mortes hat die Aire „Parking P4“ nahe den Stadtmauern, fußläufig zum Zentrum: 150 Plätze (mit Pkw geteilt), ganzjährig rund um die Uhr zugänglich, ab 22 € pro 24 Stunden laut Tourismusbüro Gard, mit Ver- und Entsorgung, Toiletten und Müllentsorgung – Tarif vor Ort prüfen. Mit Strom und Sanitär: Camping La Petite Camargue westlich der Stadt an der Straße nach Le Grau-du-Roi.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Stadtmauern sind Monument historique, das Umland Natura-2000- und Sumpfgebiet. Übernachten außerhalb der Aires wird nicht geduldet; die Parkplätze an den Remparts haben teils Höhenbeschränkungen oder Camperverbot.

Insider-Tipp für Camper
Die Altstadt innerhalb der Mauern ist für Wohnmobile tabu. Im Juli und August Aigues-Mortes am frühen Morgen besuchen und mittags die schattigen Wege meiden – auf den Salinen gibt es keinen Schatten. Bei den Festen mit Stierläufen (abrivados) sind Zufahrten zeitweise gesperrt; Termine beim Office de Tourisme erfragen.

6Etappe 6: Aigues-Mortes nach Nîmes (über Le Grau-du-Roi und L’Espiguette) (ca. 65 km)

Die Strecke
Kurz an den Kanälen entlang nach Le Grau-du-Roi, durch Port-Camargue zum Leuchtturm und Strand von L’Espiguette, dann zurück und über Saint-Laurent-d’Aigouze, Aimargues und Vauvert auf breiten Landstraßen nach Nîmes. Flach bis zum Rand der Costières, rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Plage de l’Espiguette: kilometerlanger Sandstrand mit Dünen und dem Leuchtturm im Hinterland, einer der letzten unbebauten Küstenabschnitte im Gard.
  • Fischerhafen von Le Grau-du-Roi mit Kanal und Leuchtturm an der Mole.
  • Nîmes: Les Arènes, die am besten erhaltene Römerarena Frankreichs, die Maison Carrée und die Jardins de la Fontaine mit der Tour Magne.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Nîmes liegt der Camping Domaine de la Bastide im Süden der Stadt an der Straße nach Générac, mit Strom, Sanitär und Entsorgung; Öffnungszeiten vorab prüfen. In Le Grau-du-Roi gibt es eine Camping-Car-Park-Aire mit Strom und V/E (Zugangskarte), am Strand von L’Espiguette den großen Camping de l’Espiguette direkt hinter den Dünen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Strandparkplatz von L’Espiguette ist gebührenpflichtig und tagsüber für Wohnmobile nutzbar, nachts ist Übernachten untersagt; die Dünen sind Schutzgebiet. In Nîmes selbst nur auf Parkplätzen parken, kein Campingverhalten.

Insider-Tipp für Camper
Nîmes hat eine Zone à faibles émissions eingerichtet; welche Crit’Air-Klassen wann und wo einfahren dürfen, legt Nîmes Métropole fest – vor der Reise auf der Seite der Métropole prüfen, Plakette in jedem Fall anbringen. Bequem ist der Weg ins Zentrum per Tram’bus von einem Park-and-Ride-Parkplatz am Stadtrand. Bei Feria (Pfingsten und Mitte September) sind die Boulevards um die Arena gesperrt.

7Etappe 7: Nîmes nach Pont du Gard (über Uzès) (ca. 55 km)

Die Strecke
Auf der D979 durch die Garrigue nach Norden, über die Brücke von Saint-Nicolas über die Gorges du Gardon und weiter nach Uzès. Danach auf der D981 bergab zum Pont du Gard. Kurvenreicher Abschnitt an der Schlucht, sonst breite Straßen; zusammen gut eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Uzès: der Duché mit dem Donjon, die Tour Fenestrelle und die Place aux Herbes mit dem Samstagsmarkt unter Arkaden.
  • Pont Saint-Nicolas über die Gorges du Gardon – Haltebucht an der D979 mit Blick in die Schlucht.
  • Pont du Gard: das dreistöckige römische Aquädukt über dem Gardon, mit Museum und Wegen auf beiden Ufern; am späten Nachmittag das beste Licht.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die Camping-Car-Park-Aire in Remoulins am Gardon (gut 30 Plätze, Strom, V/E, Zugangskarte, höchstens 72 Stunden) liegt knapp 3 km vom Aquädukt. Campingplätze am Fluss: La Sousta in Remoulins, Camping Le Barralet bei Collias und Domaine des Gorges du Gardon in Vers-Pont-du-Gard, alle mit Strom und Sanitär, saisonal geöffnet.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die beiden Parkplätze am Pont du Gard (rive gauche und rive droite) sind nur zu den Öffnungszeiten des Geländes nutzbar; Übernachten ist dort nicht erlaubt. Die Garrigue um den Gardon gehört zu den Massifs des Gard: Bei Waldbrandstufe Orange ist Campieren und Biwakieren verboten, bei Rot der Zugang (Karte auf risque-prevention-incendie.fr/30).

Insider-Tipp für Camper
Das Parkticket am Pont du Gard gilt pro Fahrzeug und schließt den Zugang zum Gelände ein – Höhe des Tarifs, ein möglicher eigener Wohnmobil-Tarif und Höhenbegrenzungen vorab beim Site du Pont du Gard prüfen. Uzès am Samstagvormittag ist voll; den Camper an den Parkplätzen am Ortsrand abstellen. Nach starkem Regen kann der Gardon binnen Stunden steigen – Uferbereiche und Flussbadestellen dann meiden.

8Etappe 8: Pont du Gard nach Sète (optional) (ca. 95 km)

Die Strecke
Über Remoulins zur A9 und auf der Autobahn an Nîmes und Montpellier vorbei Richtung Sète, die letzten Kilometer über Frontignan oder Balaruc an den Étang de Thau. Auf der A9 Maut; rund 1,25 Stunden. Wer lieber in Montpellier endet, verlässt die A9 vorher – die Stadt hat eine eigene ZFE.
Highlights & Must-Sees
  • Mont Saint-Clair über Sète: Aussicht auf das Meer und den Étang de Thau mit den Austernparks.
  • Kanäle und Fischerhafen von Sète mit den Fischhallen und dem Cimetière marin, in dem Paul Valéry begraben ist.
  • Austernzucht bei Bouzigues am Étang de Thau.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die Camping-Car-Park-Aire in Frontignan (Strom, V/E, Zugangskarte) liegt nordöstlich von Sète nahe dem Strand. Am Étang de Thau: Camping municipal Pech d’Ay in Balaruc-les-Bains oder der Camping municipal von Loupian, beide mit Strom und Sanitär.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Sète und die Nachbargemeinden am Lido schränken Wohnmobile ein; Verbotsschilder und Höhenschranken an Strandparkplätzen beachten. Nutzen Sie die ausgewiesenen Aires, etwa die Aire des Bains in Balaruc-les-Bains.

Insider-Tipp für Camper
Das Zentrum von Sète ist eng und an Markttagen dicht, der Mont Saint-Clair hat schmale Zufahrten – mit großem Wohnmobil lieber per Bus oder Rad hinauf. Auf der A9 bei Mistral oder Tramontane auf Böen auf den Brücken achten.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Ein Wohnmobil gilt in Frankreich als Fahrzeug und darf dort parken, wo Parken erlaubt ist (höchstens 7 Tage am selben Ort), solange keine Gemeindeverordnung (arrêté) entgegensteht. Campingverhalten – Stützen, Markise, Tisch und Stühle, Abwasser ablassen – ist außerhalb von Campingplätzen und Aires verboten.
  • Wildcampen ist untersagt in Sites classés wie Les Baux, im Umkreis von 500 m um Monuments historiques (Arènes, Pont du Gard, Remparts von Aigues-Mortes), an Meeresufern und nahe Trinkwasserfassungen. In der Camargue kommen Naturschutzgebiete, Natura-2000-Flächen und die Réserve nationale dazu.
  • Saintes-Maries-de-la-Mer, Aigues-Mortes, Le Grau-du-Roi und die Strandgemeinden um Sète lenken Wohnmobile auf Aires und verbieten das Übernachten außerhalb; am Strand von Piémanson ist Camping seit 2016 verboten, der öffentliche Parkplatz ist für den Tagesbesuch (6–22 Uhr) gedacht. Mit Kontrollen ist zu rechnen.
  • Waldbrand: Bouches-du-Rhône und Gard sperren Massifs wie die Alpilles oder die Garrigue am Gardon je nach Gefahrenstufe; Karten auf risque-prevention-incendie.fr, Aktualisierung meist 18 Uhr für den Folgetag.
  • Apps: park4night, Campercontact und die Camping-Car-Park-App für die Aires mit Zugangskarte; Kommentare zu Kontrollen genau lesen.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung heißt „borne de service“ oder „aire de services“; Camping-Car-Park-Aires (Grau-du-Roi, Remoulins, Frontignan) funktionieren mit Zugangskarte, die meist auch Strom und Wasser abrechnet. In Saintes-Maries gibt es Wasser an der Aire nur gegen Jeton und zu festen Zeiten.
  • Grauwasser und Kassette nur an Stationen leeren. In der Camargue fließt jedes Abwasser direkt in Kanäle und Étangs – Gullys an Straßen sind keine Entsorgung.
  • Leitungswasser ist trinkbar, wo „eau potable“ ausgeschildert ist. Im Sommer an der Küste Wasser bei jeder Gelegenheit auffüllen: Zwischen Saintes-Maries und Salin-de-Giraud gibt es lange Strecken ohne Versorgung.
  • Gas: Französische Tauschflaschen (Butan/Propan) gibt es an Supermärkten und Tankstellen; ausländische Flaschen werden nicht getauscht. GPL-Zapfsäulen zum Befüllen von Tankflaschen (Adapter Dish oder Euronozzle) sind dünn gesät – mit zwei vollen Flaschen anreisen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile und Gespanne bis 3,5 t wie Pkw – 130 km/h Autobahn, 110 km/h Schnellstraße, 80 km/h Landstraße (90 nur wo ausgeschildert), 50 innerorts; bei Regen 110/100/80. Wohnmobile über 3,5 t bis 12 t: 110 Autobahn, 100 auf Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen, 80 auf übrigen Straßen, Geschwindigkeitsscheibe am Heck. Gespanne über 3,5 t: 90 auf Autobahn und Schnellstraße, 80 auf übrigen Straßen.
  • Fahrzeuge über 3,5 t, ausdrücklich auch Wohnmobile, brauchen seitlich und am Heck die Aufkleber „Angles morts“; fehlen sie, kostet das 135 €.
  • Umweltzonen: Die vom Parlament beschlossene Abschaffung der ZFE hat der Conseil constitutionnel am 21. Mai 2026 gekippt, die Zonen bestehen weiter. Nîmes und Montpellier haben ZFE eingerichtet; welche Crit’Air-Klassen einfahren dürfen, legt jede Métropole selbst fest – vor der Reise prüfen. Die Plakette gilt auch für ausländische Fahrzeuge und wird nur auf der offiziellen Seite bestellt.
  • Maut auf A7, A9 und A54 an Mautstationen (Karte oder Télépéage-Box): Klasse 2 für Fahrzeuge bis 3,5 t mit über 2 und unter 3 m Höhe, Klasse 3 für Zweiachser ab 3 m Höhe oder über 3,5 t, Klasse 4 für drei und mehr Achsen. Die Camargue-Straßen D570, D36 und D58 sind mautfrei.
  • Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger 0,2; Handy und Headsets am Steuer verboten. Warnweste für den Fahrer griffbereit (für alle Insassen empfohlen), Warndreieck Pflicht. Blitzerwarner sind verboten.
  • Wetter: Bei Mistral mit Böen über 80 km/h Markise einfahren und Brücken sowie die offene Crau langsam fahren. Von September bis November bringen „épisodes cévenols“ Starkregen über Gard und Hérault – bei Vigilance Orange oder Rot von Météo-France keine überfluteten Straßen durchfahren und Campingplätze in Flussnähe meiden.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Mückenschutz für die Camargue: Fliegengitter an allen Fenstern und der Tür, Moskitonetz für die Dachluke, Repellent für die Dämmerung – im Delta wird im Kern kaum gegen Stechmücken behandelt.
  • Lange Heringe und Sturmabspannung für die Markise, besser noch: die Markise bei Mistral gar nicht ausfahren.
  • Fernglas oder Spektiv für die Flamingos und Watvögel in Pont de Gau, La Capelière und an den Étangs.
  • Crit’Air-Plakette (offizielle Seite) für Nîmes und Montpellier, rechtzeitig vor der Reise bestellt.
  • Klappräder für Arles, Aigues-Mortes und den Weg von Remoulins zum Pont du Gard – Parkplätze für große Fahrzeuge sind in den Städten rar.
  • Sonnenschutz und große Wasserkanister: Salinen und Strände der Camargue bieten weder Schatten noch Versorgung.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Tarascon

    Frankreich
    Start
  2. 2

    Les Baux-de-Provence

    GeschichteLes Baux-de-Provence, Frankreich

    Ein Dorf mit Burgruine auf einem Kalksporn der Alpilles, mit Blick bis zur Camargue. Alle Parkplätze sind gebührenpflichtig und schnell voll; kommen Sie früh am Tag oder am Abend.

    16 km
  3. 3

    Saint-Rémy-de-Provence

    Frankreich
    7 km
  4. 4

    Fontvieille

    Frankreich
    15 km
  5. 5

    Arles

    Frankreich
    11 km
  6. 6

    Saintes-Maries-de-la-Mer

    Frankreich
    37 km
  7. 7

    Salin-de-Giraud

    Frankreich
    31 km
  8. 8

    Aigues-Mortes

    Frankreich
    59 km
  9. 9

    Le Grau-du-Roi

    Frankreich
    7 km
  10. 10

    Nîmes

    Frankreich
    47 km
  11. 11

    Uzès

    Frankreich
    25 km
  12. 12

    Vers-Pont-du-Gard

    Frankreich
    13 km
  13. 13

    Sète

    Frankreich
    115 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist April–Mai und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni–August und November. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Frankreich: Autobahnmaut. Maut auf den meisten Autoroutes; bei Regen sinkt das Limit auf 110 km/h. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 383 km (238 mi) mit 13 Stopps, von Tarascon nach Sète. Insgesamt etwa 5 h 18 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 5 h 18 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard»?

Sie beginnt in Tarascon und endet in Sète.

Durch welche Länder führt «Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard»?

Frankreich.

Wo kann man entlang «Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 199 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Le Tartarin, Camping Lou Vincen und Aire de camping-car Vallabrègues.

Wann ist die beste Reisezeit für Flamingos, Arenen und Salzgärten – mit dem Camper durch Alpilles, Camargue, Nîmes und zum Pont du Gard?

Am angenehmsten sind meist April–Mai und September–Oktober. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni–August und November. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)