Zum Inhalt springen
A487

Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia

Von Chepstow durch Bannau Brycheiniog und entlang der Pembrokeshire-Küste, über die Cardigan Bay und den Llanberis Pass nach Anglesey und zur Fähre in Holyhead: rund 785 Kilometer auf schmalen Straßen, bei 20 mph im Ort und mit Gezeitentabelle im Handschuhfach.

Entfernung
526 km (327 mi)
Fahrzeit
7 h 16 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
13
Länder
Vereinigtes Königreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 526 km (327 mi) mit 13 Stopps, von Chepstow nach Holyhead. Insgesamt etwa 7 h 16 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Vereinigtes Königreich · Weitere Roadtrips ab Cardiff

Reiseführer · CampingSpirit

Von Chepstow durch Bannau Brycheiniog und entlang der Pembrokeshire-Küste, über die Cardigan Bay und den Llanberis Pass nach Anglesey und zur Fähre in Holyhead: rund 785 Kilometer auf schmalen Straßen, bei 20 mph im Ort und mit Gezeitentabelle im Handschuhfach.

Der Spirit der Route

Wales fährt sich langsam, und das ist der Reiz. Hinter der Severn-Brücke schieben sich Hügelketten aus Sandstein und Farn heran, dann liegt Bannau Brycheiniog mit seinen glatten Gipfelkämmen unter einem Himmel, der in zehn Minuten von Sonne zu Graupel wechselt. An der Küste von Pembrokeshire stehen Normannenburgen über Buchten, Robben liegen auf den Felsen von Strumble Head, und der Wind riecht nach Salz und Stechginster. Weiter nördlich schneiden sich der Nant Gwynant und der Llanberis Pass in den Fels von Eryri; Schafe, Trockenmauern und Schieferhalden rahmen den Blick aus der Schiebetür. Die Straßen sind oft einspurig mit Ausweichbuchten, die Ortsnamen scheinen nur aus Konsonanten zu bestehen, und am Abend läuft Regen über die Scheiben, bevor die Sonne noch einmal unter den Wolken hervorkommt. Wer hier unterwegs ist, braucht Ruhe, einen Linksverkehr-tauglichen Beifahrer und das Wissen, dass Wild stehen hier nicht Alltag ist, sondern Ausnahme.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Chepstow nach Crickhowell (ca. 60 km)

Die Strecke
Über die Severn Bridge (M48) oder die Prince of Wales Bridge (M4) nach Chepstow, dann auf der A40 und der A449 bis Raglan und weiter über Abergavenny ins Usk-Tal nach Crickhowell. Gut ausgebaute Hauptstraßen, auf den letzten Kilometern der A40 enger. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit; vor Abergavenny viel Lkw-Verkehr.
Highlights & Must-Sees
  • Tintern Abbey im Wye-Tal, wenige Kilometer nördlich von Chepstow: die Ruine der Zisterzienserabtei im Frühnebel.
  • Abergavenny am Rand der Black Mountains, mit Burgruine und Marktplatz; der Markt ist ein regionaler Treffpunkt für Lebensmittel.
  • Crickhowell mit der alten Steinbrücke über den Usk und dem Aufstieg zum Table Mountain (Crug Hywel).
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Riverside Caravan Park am Usk bei Crickhowell, laut OpenStreetMap-Eintrag mit Strom, Sanitär und Entsorgung; Öffnungszeiten und Wohnmobil-Längenlimit vorab klären. In der Umgebung liegen weitere kleine Plätze, etwa Cwmdu Campsite im Tal der Black Mountains, eher für Zelte und kleine Camper.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In England und Wales gibt es kein Jedermannsrecht. Wildes Campen bedarf der Erlaubnis des Grundeigentümers, die Polizei und die Nationalparkverwaltung können verweisen. Über Nacht in einem Auto-Parkplatz zu übernachten ist in vielen Bereichen untersagt oder durch Ortsrecht eingeschränkt; Schilder mit Höhenbarrieren sind häufig. Rechnen Sie nicht mit legalem Freistehen im Bannau-Brycheiniog-Nationalpark.

Insider-Tipp für Camper
Vor dem Einkauf in Abergavenny tanken und Trinkwasser auffüllen, denn in den Hügeln folgen Tankstellen seltener. Die Severn-Brücken sind seit Dezember 2018 mautfrei. Wer mit der Fähre aus Frankreich kommt, zahlt Dartford Crossing (M25) online per Dart Charge bis Mitternacht des Folgetags – sonst droht eine Strafe.

2Etappe 2: Crickhowell nach Brecon (Aberhonddu) (ca. 50 km)

Die Strecke
Auf der A40 nach Brecon, mit einem Abstecher in die Hochfläche zum Storey Arms an der A470: zuerst nach Brecon (rund 25 km), dann zurück auf der A470 nach Süden und wieder nach Brecon. Die A470 steigt durch breite Täler auf rund 450 m, ist gut ausgebaut, aber bei Hochbetrieb voller Wanderer-Pkw. Gesamt gut 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Pen y Fan (886 m) vom Storey Arms: der Klassiker im Bannau Brycheiniog, rund 4 Stunden hin und zurück; bei Nebel orientierungslos, Wegmarkierung und Wetterbericht ernst nehmen.
  • Brecon mit Kathedrale, Kanalhafen und dem Beginn des Monmouthshire-and-Brecon-Kanals.
  • Der Cambrian Way, ein Weitwanderweg von Cardiff nach Conwy, führt über diese Hügel; wer nicht komplett läuft, kann Etappen als Tageswanderung von der Straße aus gehen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Brecon Beacons Caravan Club Site bei Brynich nahe Brecon (Caravan and Motorhome Club), Strom, Entsorgung und Sanitär; Ausstattung und Einlass für Nichtmitglieder vorab prüfen. Alternative: Brecon Beacons Caravan Touring Park oder Brecon Beacons Camping & Caravan Park, beide in der Gegend südlich der Stadt eingetragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Storey Arms und an Pont ar Daf ist die Parkfläche tagsüber für Wanderer gedacht; Übernachten ist nicht vorgesehen. Der Nationalpark bittet, keine Wohnmobile über Nacht abzustellen. Dark-Sky-Reservat: Nachts Lichter dämpfen, wenn man auf einem Platz steht.

Insider-Tipp für Camper
Der Storey-Arms-Parkplatz ist schon am Vormittag voll; besser früh starten oder den saisonale Busverbindungen nutzen, Fahrplan vorab prüfen. In Brecon gibt es Supermärkte mit Tankstelle am Ortsrand.

3Etappe 3: Brecon nach Manorbier (ca. 150 km)

Die Strecke
Westwärts auf der A40 über Sennybridge, Trecastle und Llandovery nach Carmarthen, dann auf der A40/A477 weiter nach Pembrokeshire und auf kleinen Straßen zur Küste bei Manorbier. Der erste Teil ist breit, ab Carmarthen wird es ländlich mit Kreisverkehren. Rund 3 Stunden reine Fahrzeit; zwischen Llandovery und Carmarthen ist Überholen auf der A40 nur an wenigen Stellen sinnvoll.
Highlights & Must-Sees
  • Carreg Cennen Castle bei Llandeilo als Abstecher von der A40: Burg auf einem Kalkfelsen über dem Fluss.
  • Carew Castle und die Gezeitenmühle an der Mündung des Cleddau.
  • Barafundle Bay und die Klippen von Stackpole: kurzer Fußweg ab Stackpole Quay an einen der schönsten Sandstrände der Küste.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Manorbier Country Park (im OpenStreetMap-Eintrag auch als Manorbier Bay Holiday Park geführt) oberhalb der Bucht von Manorbier; Ausstattung (Strom, Ver- und Entsorgung), Saison und Einlass für Durchreisende vorab erfragen. Alternativ Buttyland Manorbier in der Nähe. In der Hochsaison früh buchen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Pembrokeshire Coast National Park und die Grafschaft lassen kein freies Campen zu; an vielen Küstenparkplätzen sind Wohnmobile nachts untersagt oder durch Höhenbarrieren ausgeschlossen. Wildes Campen ohne Erlaubnis kann gestört und vom Grundeigentümer verwiesen werden. Wer ein National-Trust-Gelände besucht, findet dort Tagesparkplätze mit Gebühr.

Insider-Tipp für Camper
Bei Castlemartin liegt ein Truppenübungsplatz: An Schießtagen sind die Straße von Bosherston zur St Govan’s Chapel und die Straße nach Stack Rocks (Green Bridge of Wales) gesperrt. Die monatlichen Schießzeiten („Castlemartin firing notice“) stehen auf gov.uk; vorab nachsehen, bevor Sie dorthin fahren. Tanken lohnt sich in Carmarthen oder Pembroke; auf der Küstenstraße gibt es kaum Tankstellen.

4Etappe 4: Manorbier nach St Davids (Tyddewi) (ca. 95 km)

Die Strecke
Über Pembroke und Haverfordwest auf der A4076 und dann auf der A487 zur Newgale-Bucht und weiter nach St Davids. Gut befahrbar, aber auf der Küstenstraße schmal und mit Hecken, die den Spiegel streifen. Rund 2 Stunden Fahrzeit, im Sommer bei Verkehr länger.
Highlights & Must-Sees
  • Pembroke Castle, Geburtsort von Heinrich VII., mit Blick auf den Mill Pond.
  • Solva, ein tief eingeschnittener Naturhafen mit Kalkofen und Fischerhütten.
  • St Davids Cathedral und der Bishop’s Palace im Tal – Großbritanniens kleinste Stadt mit Stadtrecht.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Newgale Camp Site direkt hinter dem Kiesstrand von Newgale: Sanitär, einfache Ausstattung, Platzangebot variiert je nach Saison. Alternativ St Davids Lleithyr Meadow, ein Platz des Caravan and Motorhome Club bei St Davids, sowie Newgale Holidays am Ort. Stand und Wohnmobilregeln vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Strand von Newgale ist Übernachten auf dem Parkplatz nicht erlaubt; die Straße kann bei Springflut überflutet werden. In und um St Davids gibt es keine ausgewiesene Fläche für Camper ohne Voranmeldung, und Zugang zu Küstenparkplätzen ist über Nacht meist beschränkt.

Insider-Tipp für Camper
Planen Sie den Strand von Newgale nach den Gezeiten: Bei Hochwasser reicht das Wasser fast an die Straße, bei Niedrigwasser öffnet sich ein breiter Sandstrand. In St Davids ist der Parkplatz am Ortsrand die bessere Wahl als das enge Zentrum. Ver- und Entsorgung bieten die Campingplätze, Elsan-Stellen sind an Plätzen oder Tankstellen ausgeschildert.

5Etappe 5: St Davids nach Dinas Cross (Fishguard) (ca. 50 km)

Die Strecke
Nordostwärts über kleine Straßen zum Strumble Head mit Abstecher zum Leuchtturm, weiter nach Fishguard (Abergwaun) und nach Dinas Cross. Teilweise einspurig mit Ausweichbuchten (passing places), langsame Fahrt; rund 1,5 Stunden. Auf Höhenbeschränkungen an Parkplätzen achten.
Highlights & Must-Sees
  • Strumble Head Lighthouse auf der Felseninsel Ynys Meicel, per Fußbrücke vom Festland aus gut zu sehen; im Herbst oft Robben und Seevögel.
  • Pwll Deri: Steilküste mit weitem Blick über die Bucht, am Pembrokeshire Coast Path.
  • Fishguard Lower Town (Cwm), ein verwinkelter Hafenort, Drehort von „Under Milk Wood“ 1971.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Dinas Island Campsite bei Dinas Cross auf der Halbinsel Dinas Head, laut Betreiber mit Sanitär; oder Fishguard Bay Caravan and Camping Park nahe der Stadt mit Blick auf die Bucht. Beide Plätze vorab nach Stellplatzgröße und Öffnung fragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Pembrokeshire Coast Path und an den Küstenparkplätzen von Strumble Head ist Übernachten untersagt; Wanderparkplätze werden regelmäßig kontrolliert. Rechnen Sie mit Anwohnerprotesten bei Wohnmobilen in Parkbuchten.

Insider-Tipp für Camper
Auf den schmalen Küstensträßchen immer die Spiegel anklappen, wenn ein Traktor kommt, und im Ausweichplatz warten, nicht rückwärts auf der Fahrbahn zurücksetzen. Für Streckenwanderungen am Coast Path lohnen sich die saisonalen Küstenbusse; Fahrplan vor Ort prüfen.

6Etappe 6: Dinas Cross nach Barmouth (Abermaw) (ca. 175 km)

Die Strecke
Die A487 entlang der Cardigan Bay über Cardigan, Aberaeron und Aberystwyth, dann weiter über Machynlleth und Dolgellau (A487) und weiter auf der A496 nach Barmouth. Überwiegend gut ausgebaut mit engen Ortsdurchfahrten; Aberaeron und Aberystwyth sind im Sommer zäh. Gut 4 Stunden reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Aberaeron mit bunten Hafenhäusern und Muschel-Ständen am Kai.
  • Aberystwyth mit der Promenade, dem Standseilbahn und Camera Obscura auf dem Constitution Hill.
  • Cadair Idris bei Dolgellau: Wanderung ab Minffordd zum Gipfel, rund 6 Stunden, nur bei stabilem Wetter.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Hendre Mynach Caravan Park bei Barmouth, ein großer Platz am Strand mit Strom, Sanitär und Entsorgung; Wohnmobile willkommen, Reservierung im Sommer nötig. Alternativ bei Dolgellau kleinere Plätze wie Tyddyn Du Campsite.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Entlang der Cardigan Bay sind Übernachtungsverbote in Parkplätzen von Aberaeron, Aberystwyth und Barmouth verbreitet; Gemeinden führen Kontrollen. Der Aufenthalt am Strand ist tagsüber möglich, nachts nicht. Auf der Westküste weniger bekannte Plätze sind oft privat – nur mit Erlaubnis nutzen.

Insider-Tipp für Camper
Die Fahrt ist lang: Teilen Sie sie, wenn das Wetter schlecht ist, und tanken Sie in Aberystwyth oder Machynlleth. Die Barmouth Bridge ist eine Eisenbahnbrücke aus Holz mit Fußweg und für Fahrzeuge nicht befahrbar. Mobilfunk bricht in den Bergen gelegentlich ab – Offline-Karten laden.

7Etappe 7: Barmouth nach Llanberis (ca. 105 km)

Die Strecke
Über die A496 nach Harlech und Maentwrog, dann die A487 nach Porthmadog, ostwärts auf der A498 nach Beddgelert und durch den Nant Gwynant hinauf zum Pen-y-Gwryd und auf der A4086 durch den Llanberis Pass nach Llanberis. Der Nant Gwynant und der Pass sind eng mit Felsen am Straßenrand; Gegenverkehr im Sommer zäh. Rund 2,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Harlech Castle auf dem Felsen über der Cardigan Bay, UNESCO-Welterbe der Burgen von König Edward I.
  • Beddgelert, das Dorf im Zusammenfluss zweier Flüsse, mit Spaziergang zum Aberglaslyn-Pass.
  • Llanberis Pass: Trockenmauern, Gletschertal und der Blick auf Yr Wyddfa (Snowdon) vom Pen y Pass.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Bryn Gloch Caravan & Camping Park bei Betws Garmon an der A4085, rund 10 km von Llanberis entfernt; Ausstattung und Saison vorab klären. In Llanberis selbst Llanberis Touring Park (OSM-Eintrag), Ausstattung vorab prüfen. Im Nant Gwynant das Llyn Gwynant Campsite, überwiegend Zelte, mit Blick auf den See.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark Eryri ist Übernachten am Straßenrand oder auf Wanderparkplätzen entlang des Llanberis Pass nicht zulässig; die Straße hat zahlreiche Halteverbotszonen. Pen y Pass: Bis 1. November 2026 gilt dort die Vorabbuchung über JustPark; Plätze gibt es bis 5 m Fahrzeuglänge, Fahrzeuge zwischen 5 und 8 m nur nach Absprache. Längere Fahrzeuge vorab klären; ob und wie die Regelung 2027 weitergeführt wird, vorab prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Nehmen Sie den Bus Sherpa’r Wyddfa ab Llanberis oder Nant Peris statt des Wohnmobils zum Pen y Pass. Mit dem Wohnmobil über den Pass fahren nur bei trockenem Wetter und früh am Tag; Gegenverkehr in den Engstellen vorlassen. Die Zahnradbahn Snowdon Mountain Railway fährt nur saisonal, Fahrplan und Wetterstatus vorab prüfen.

8Etappe 8: Llanberis nach Holyhead (Caergybi) (ca. 100 km)

Die Strecke
Über Caernarfon auf der A487 zur Menai-Straße, dann über die Britannia Bridge (A55) nach Anglesey und auf der A55 westwärts nach Holyhead; Abstecher zum Newborough Forest und zur Insel Llanddwyn bei Niedrigwasser sowie nach Beaumaris. Gut ausgebaut, der Abschnitt auf Anglesey führt über Kreisverkehre. Rund 2 Stunden ohne Abstecher.
Highlights & Must-Sees
  • Caernarfon Castle, die gewaltigste der Edward-Burgen, direkt am Fluss Seiont.
  • Newborough Beach und Llanddwyn Island mit dem kleinen Leuchtturm und dem Kreuz der heiligen Dwynwen.
  • South Stack Lighthouse bei Holyhead: Steilküste und Seevögel im Frühling.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Ty Mawr Farm Campsite bei Holyhead (Camping and Caravanning Club) in der Nähe des Hafens; oder Pen-y-Llyn Touring Caravan Site bei Rhosneigr, rund 20 Minuten von der Fähre, mit Strom und Sanitär. Achten Sie auf Check-in-Zeiten, wenn die Fähre früh am Morgen geht.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf Anglesey ist Freistehen auf Parkplätzen oft untersagt; Newborough Forest und die Strandparkplätze sind gebührenpflichtig und nachts nicht zum Campen gedacht. Rund um Holyhead gibt es Abstellflächen für Fährgäste nur im Hafen selbst oder auf Plätzen in der Umgebung.

Insider-Tipp für Camper
Fährbetreiber auf der Strecke Holyhead–Dublin sind Stena Line und Irish Ferries; Fahrzeughöhe und -länge bei der Buchung korrekt angeben. Zu Gasflaschen nennt Stena Line: Ventile während der Überfahrt geschlossen, bis zu drei Flaschen mit zusammen 47 kg erlaubt, größere Mengen vorab anmelden; bei Irish Ferries die Bedingungen selbst prüfen. Telfords Menai Suspension Bridge ist für Fahrzeuge über 7,5 t und über 3 m Höhe gesperrt – für höhere Wohnmobile ist die Britannia Bridge die sichere Wahl.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • England und Wales kennen kein Jedermannsrecht auf Campen. Wildes Campen mit Zelt oder Fahrzeug braucht die Erlaubnis des Grundeigentümers; ohne sie ist es Hausfriedensbruch, der meist mit einer Aufforderung zum Verlassen endet. Parken und Campen werden unterschieden: Übernachten im Fahrzeug auf einem öffentlichen Parkplatz kann durch Ortsrecht, Schilder oder Höhenbarrieren untersagt sein.
  • In den Nationalparks Pembrokeshire Coast, Bannau Brycheiniog und Eryri bitten die Verwaltungen ausdrücklich, nicht frei zu campen; Wohnmobile werden auf Wanderparkplätzen nachts nicht geduldet. Freistehen ist mit Ausnahme einzelner Hofstellplätze mit Erlaubnis praktisch ausgeschlossen.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, auf Plätzen des Caravan and Motorhome Club und des Camping and Caravanning Club, auf Brit-Stop-Plätzen (Pubs, Farmshops, Bauernhöfe mit Erlaubnis) und auf kleinen Farmplätzen. Nützliche Apps: park4night, Campercontact und die Suchfunktionen der Clubs; Nichtmitglieder zahlen teils Aufschlag.
  • Besucherabgabe (Visitor Levy): Walisische Kommunen dürfen sie frühestens ab April 2027 einführen, nach Konsultation und mit mindestens 12 Monaten Vorlauf, Start nur am 1. April oder 1. Oktober; vorgesehen sind 0,75 £ pro Person und Nacht für Zeltplätze (ohne unter 18-Jährige) und 1,30 £ für andere Unterkünfte. Cardiff erhebt sie ab 1. April 2027; Conwy hat am 24. September 2026 die Entscheidung vertagt. Für die Orte dieser Route ist uns keine Einführung bekannt – vor der Buchung beim Platz nach dem Stand fragen.

Entsorgung & Versorgung

  • Chemietoiletten entleeren Sie an Elsan Points auf Campingplätzen und bei einigen Tankstellen; Grauwasser gehört auf die Entsorgungsstation, nicht auf den Boden. Frei zugängliche Stationen sind in Wales seltener als in Frankreich oder Italien.
  • Leitungswasser (Dŵr Cymru) ist überall trinkbar. Frischwasser an Campingplätzen, Tankstellen oder öffentlichen Toiletten auffüllen; Standrohre nicht ohne Erlaubnis nutzen.
  • Gas: Britische Calor-Flaschen (Butan und Propan) und Campingaz-Flaschen gibt es im Fachhandel und an Tankstellen; fremde Flaschen werden in der Regel nicht getauscht. Regler und Anschlüsse der britischen Flaschen unterscheiden sich von deutschen und passen nicht immer – Adapter und Wechselregler mitbringen oder mit Campingaz-Flaschen fahren. Tankflaschen können Sie bei Autogas-Tankstellen mit passendem Adapter füllen, was nicht überall funktioniert.
  • Strom: Britische Campingplätze nutzen blaue CEE-Stecker (16 A, 230 V). Ein Adapter für Steckdosen im Waschraum lohnt sich. Mobilfunkabdeckung ist in den Bergen lückenhaft.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Einreise: Großbritannien ist nicht in der EU. EU-Bürger brauchen für kurze Aufenthalte eine ETA (Electronic Travel Authorisation), die online über die offizielle GOV.UK-Seite oder App beantragt wird; Sie kostet seit 8. April 2026 20 £ (zuvor 16 £) und gilt zwei Jahre. Reisepass mitführen, Personalausweis genügt nicht. Fahrzeugschein, Versicherungsnachweis und gegebenenfalls Grüne Karte bereithalten; die Deckung in Großbritannien beim Versicherer bestätigen lassen.
  • Zoll: Fleisch, Milch und Milchprodukte aus der EU dürfen nicht nach Großbritannien eingeführt werden. Für Hunde und Katzen gelten eigene Einfuhrbedingungen (unter anderem Tiergesundheitszeugnis); Regeln vorab beim britischen Ministerium Defra prüfen.
  • Linksverkehr: Fahren Sie im Kreisverkehr im Uhrzeigersinn und geben Sie Rechtsverkehr-Gewohnheiten auf. Prüfen Sie die Scheinwerfer (Abblendlicht-Ausrichtung auf Linksverkehr einstellen oder abkleben) und montieren Sie bei Bedarf Zusatzspiegel. Auf einspurigen Straßen mit Passing Places gilt: Wer die Ausweichbucht auf seiner Seite hat, hält dort; nicht auf der Fahrbahn rückwärts fahren.
  • Tempolimits (mph): Wohnmobile bis 3,05 t Leergewicht außerorts 60 mph, auf Schnellstraßen und Autobahnen 70 mph; über 3,05 t Leergewicht 50 mph auf einspurigen Straßen, 60 mph auf Schnellstraßen, 70 mph auf Autobahnen. Pkw mit Wohnwagen: 50 mph einspurig, 60 mph auf zweispurigen Straßen und Autobahnen. In Wales gilt auf Ortsstraßen (Restricted Roads, meist mit Laternen) seit September 2023 das Standardlimit 20 mph; seit Juli 2024 dürfen Kommunen einzelne Straßen wieder auf 30 mph hochstufen. Der Senedd hat am 30. September 2026 einen Antrag auf Abschaffung abgelehnt, die Regel gilt weiter. Achten Sie auf die Beschilderung.
  • Alkoholgrenze in Wales: 80 mg pro 100 ml Blut, in der Praxis besser gar nicht trinken. Handy am Steuer verboten, auch für Fotos; Bußgeld und Punkte drohen.
  • Maße: Maximale Breite 2,55 m, Länge für Starrfahrzeuge 12 m; Höhenbeschränkungen an Brücken und Parkplätzen sind ausgeschildert (in Fuß und Zoll). Mautpflichtig ist die Strecke dieser Route nicht; die Severn-Brücken sind mautfrei. Bei Anreise über englische Großstädte Clean Air Zones (z. B. Bristol, Bath) vorab für das eigene Fahrzeug prüfen; auf der Route selbst gibt es keine.
  • Winterreifen sind nicht vorgeschrieben, Hochland-Straßen können im Winter sehr nass und glatt sein. Warntafeln sind nicht vorgeschrieben.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Gezeitentabelle (Tide Tables) für Pembrokeshire und Anglesey, denn Strände wie Newgale und Llanddwyn sind bei Flut kaum zugänglich.
  • Wetterfeste Kleidung und Gummistiefel: Regen kommt in Wales ganzjährig, und an Pen y Fan oder Cadair Idris ist es oben oft 10 Grad kälter als im Tal.
  • Ordnance-Survey-Karten (OL12 Brecon Beacons, OL17 Snowdon, OL35/OL36 Pembrokeshire) und Offline-Karten, weil das Mobilfunknetz in den Tälern abbricht.
  • Adapter und Wechselregler für britische Gasflaschen, dazu Kabeltrommel mit CEE-Stecker für Campingplätze.
  • Scheinwerfer-Abklebung oder Umstellung für Linksverkehr sowie Zusatzspiegel für Hecken und schmale Straßen.
  • Mückennetze und Handtücher: Midges sind im Herbst in Snowdonia möglich, vor allem in Gewässernähe.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Chepstow

    Vereinigtes Königreich
    Start
  2. 2

    Abergavenny

    Vereinigtes Königreich
    39 km
  3. 3

    Crickhowell

    Vereinigtes Königreich
    12 km
  4. 4

    Brecon

    Vereinigtes Königreich
    25 km
  5. 5

    Manorbier

    Vereinigtes Königreich
    127 km
  6. 6

    St Davids

    Vereinigtes Königreich
    51 km
  7. 7

    Fishguard

    Vereinigtes Königreich
    29 km
  8. 8

    Aberystwyth

    Vereinigtes Königreich
    96 km
  9. 9

    Barmouth

    Vereinigtes Königreich
    43 km
  10. 10

    Harlech

    Vereinigtes Königreich
    20 km
  11. 11

    Beddgelert

    Vereinigtes Königreich
    21 km
  12. 12

    Llanberis

    Vereinigtes Königreich
    15 km
  13. 13

    Holyhead

    Vereinigtes Königreich
    49 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–Juli. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und August–Oktober. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Vereinigtes Königreich: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln. Linksverkehr. Einige Brücken und Tunnel sind mautpflichtig.
  • Crickhowell → Brecon. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel
  • Brecon → Manorbier. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel
  • Manorbier → St Davids. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel
  • St Davids → Fishguard. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel
  • Beddgelert → Llanberis. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel
  • Llanberis → Holyhead. Ärmelkanal: Fähre oder Eurotunnel

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 526 km (327 mi) mit 13 Stopps, von Chepstow nach Holyhead. Insgesamt etwa 7 h 16 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 7 h 16 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia»?

Sie beginnt in Chepstow und endet in Holyhead.

Durch welche Länder führt «Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia»?

Vereinigtes Königreich.

Wo kann man entlang «Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 582 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Riverside Caravan Park, Pont Kemys Caravan & Camping Park und Llangorse Multi Activity Centre Campsite.

Wann ist die beste Reisezeit für Burgen, Brandung und Bergkämme – mit dem Camper durch Wales von Pembrokeshire bis Snowdonia?

Am angenehmsten sind meist Juni–Juli. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und August–Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)