Reiseführer · CampingSpirit
Von der Golden Gate bis zum Santa Monica Pier: 750 Kilometer Küste, auf denen Sie morgens den Nebel vom Hochdach wischen und abends Wale vom Stellplatz aus sehen.
Der Spirit der Route
Highway 1 fühlt sich an wie ein langes Ausatmen. Hinter San Francisco wird der Verkehr dünner, der Marine Layer legt sich wie Watte über die Klippen, und aus der offenen Schiebetür riecht es nach Salz, Eukalyptus und Kelp. In Big Sur klebt die Straße an Felswänden 200 Meter über der Brandung, Redwoods stehen in schattigen Schluchten, und nachts hört man nur noch den Pazifik. Weiter südlich wird die Küste weicher: See-Elefanten dösen bei Piedras Blancas am Strand, Morro Rock ragt aus dem Dunst, in Santa Barbara leuchten rote Ziegeldächer. Am Ende rollt der Camper durch Malibu, wo die Surfer im tiefen Licht auf die letzte Welle warten. Die Route belohnt Langsamkeit, verlangt aber Planung: kurze Etappen, frühe Starts, Stellplätze mit sechs Monaten Vorlauf – und 2026 ein Auge auf die Sperrungen, die die Brände in Big Sur hinterlassen haben.
Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)
1Etappe 1: San Francisco nach Santa Cruz (ca. 125 km)
- Die Strecke
- Ab San Francisco über Daly City und Pacifica und die beiden Tom-Lantos-Tunnel (Devil’s Slide) auf den Highway 1. Danach zweispurig, meist Tempo 55 mph (88 km/h), mit langen Geraden entlang von Artischocken-, Kürbis- und Erdbeerfeldern und engeren Stücken an den Bachmündungen. An sonnigen Wochenenden, vor allem im Oktober rund um Half Moon Bay (Kürbisverkauf), staut es sich. Reine Fahrzeit gut 2,5 Stunden, mit Stopps ein ganzer Tag. Tankstellen gibt es in Pacifica, Half Moon Bay und Santa Cruz, dazwischen fast nichts.
- Highlights & Must-Sees
- Pigeon Point Lighthouse: Das Gelände ist täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang offen, das Museum nach letztem Stand Freitag bis Montag 10–16 Uhr; der Turm selbst ist seit 2001 für Besucher gesperrt und wird restauriert. Eine knappe Stunde reicht, Walbeobachtung von den Klippen ist von Dezember bis April möglich.
- Año Nuevo State Park: Von April bis November läuft man mit kostenlosem Tagespermit (8:30–15:30 Uhr) auf eigene Faust 3–4 Meilen über Dünen zu den See-Elefanten, von Dezember bis März ist eine geführte Tour über ReserveCalifornia Pflicht. Abstand zu den Tieren mindestens 25 Fuß (7,5 m), Hunde sind verboten, Eintritt 10 USD pro Fahrzeug, 2,5–3 Stunden einplanen.
- Bean Hollow State Beach: Gezeitentümpel und Klippenpfad zwischen Pescadero und Pigeon Point, bei Niedrigwasser voller Seesterne und Anemonen. Gezeitentabelle vorher ansehen, Steine und Tiere nicht mitnehmen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Half Moon Bay State Beach (Francis Beach): direkt hinter den Dünen, Fahrzeuge bis 40 ft (12,2 m), Plätze mit Strom oder ohne Anschluss, kein Wasser- und Abwasseranschluss am Platz; Frischwasserstation, Dump Station gegen 10 USD (nicht in der Buchung enthalten), Münzduschen. Stand Ende September waren fast alle Termine ausgebucht. Zweite Wahl: New Brighton State Beach bei Capitola auf einer Klippe unter Kiefern, über 100 Plätze, 11 davon mit Anschluss, Sanitation Station am Besucherzentrum (maximale Länge vor der Buchung bei ReserveCalifornia prüfen). Buchung bis zu sechs Monate im Voraus; in den Santa-Cruz-Parks gilt ein gemeinsames Limit von 30 Nächten pro Kalenderjahr.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An der gesamten San-Mateo- und Santa-Cruz-Küste ist Übernachten im Fahrzeug auf Straßen, Strandparkplätzen und Aussichtspunkten praktisch überall verboten („No Overnight Parking“), kontrolliert wird streng und das Bußgeld liegt im dreistelligen Dollarbereich. Es gibt keine legale Freisteh-Alternative an der Küste, Nationalforst-Flächen (dispersed camping) beginnen erst weiter landeinwärts.
- Insider-Tipp für Camper
- Die Golden Gate Bridge kassiert nur in Fahrtrichtung Süd, ausschließlich elektronisch; 2026 kosten Zweiachser 10,25 USD mit FasTrak, 10,50 USD per Kennzeichen oder One-Time Payment und 11,25 USD per Rechnung, Dreiachser (Wohnmobil mit Tandemachse) 30,75–33,75 USD. Zahlung bis 30 Tage vorher oder 48 Stunden nachher; Vermieter berechnen oft Servicegebühren, vorher nach den Konditionen fragen. Wer ab San Francisco startet, zahlt auf der Hinfahrt nichts, bei der Rückkehr von Norden schon.
2Etappe 2: Santa Cruz nach Big Sur (ca. 120 km)
- Die Strecke
- Durch Erdbeer- und Artischockenfelder nach Monterey und Carmel; südlich von Carmel beginnt der eigentliche Big-Sur-Abschnitt mit engen Kurven, Brücken über Schluchten und wenigen Ausweichbuchten, Tempolimit streckenweise 25–45 mph. Hinter dem Point Lobos gibt es keine Stadt mehr, nur vereinzelte Tankstellen, Mobilfunk bricht ab. Reine Fahrzeit rund 3 Stunden, mit Fotostopps ein halber Tag mehr. Wichtig 2026: Der Highway 1 ist nach den Erdrutschen bei Paul’s Slide und Regent’s Slide erst seit dem 14. Januar 2026 wieder durchgehend offen; durch den Timber Fire (seit 8. August, Stand 28. September 88 % eingedämmt) war er im Spätsommer abschnittsweise gesperrt und ist laut Cal Fire zwischen Carmel und Cambria derzeit offen, mit Baugerät und Lösch-Fahrzeugen am Rand.
- Highlights & Must-Sees
- Point Lobos State Natural Reserve: Zypressen, Seeotter und Robben auf kurzen Rundwegen, täglich 8–19 Uhr, 10 USD pro Fahrzeug. Fahrzeuge über 21 ft (6,4 m) dürfen weder hineinfahren noch im Reservat parken – Wohnmobile daher am Highway abstellen, wo es die Schilder zulassen, oder am Campground in der Nähe lassen; Hunde sind verboten.
- Bixby Creek Bridge: Die 1932 gebaute Bogenbrücke fotografiert man von der Ausweichbucht nördlich davon, am frühen Morgen noch ohne Reisebusse. Die Bucht ist klein, größere Fahrzeuge stellen sich nicht quer, sondern nutzen den Seitenstreifen wie ausgeschildert.
- Pfeiffer Beach mit dem Keyhole Arch: Die Sycamore Canyon Road ist schmal, und Wohnmobile sowie Anhänger sind dort nicht zugelassen; das Licht im Bogen ist im Winter gegen Sonnenuntergang am besten. Ohne Geländetauglichkeit besser auslassen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Pfeiffer Big Sur State Park im Redwood-Wald am Big Sur River: Wohnmobile bis 32 ft (9,8 m), Anhänger bis 27 ft (8,2 m), Duschen, Trinkwasser und Dump Station, keine Anschlüsse; Tagesgebühr 10 USD. Kirk Creek Campground (Los Padres National Forest) 100 Fuß über dem Meer: 40 Plätze, Fahrzeuge bis 30 ft (9,1 m), 45 USD pro Nacht, nur Toiletten, kein Trinkwasser, Buchung bei Recreation.gov mit sechs Monaten Vorlauf. Achtung: Beide Plätze sind nach den Timber- und Plaskett-Bränden geschlossen (Pfeiffer Big Sur laut State Parks Stand 15. September 2026, Kirk Creek laut Forest Service seit August); ebenso Andrew Molera, Point Sur und Julia Pfeiffer Burns. Vor jeder Buchung Status bei California State Parks bzw. dem Los Padres National Forest prüfen, sonst Ausweichen auf Monterey/Carmel oder San Simeon.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Los Padres National Forest ist dispersed camping grundsätzlich erlaubt, derzeit aber praktisch ausgeschlossen: Der Forest Service hat die Campfire-Verordnung bis zum 31. Januar 2027 verlängert (Feuer nur an ausgewiesenen Stellen, Gas- und Benzinkocher nur mit California Campfire Permit; Strafen bis 5.000 USD), und Teile des Forstes inklusive Nacimiento-Fergusson Road sind gesperrt. Die Straße ist steil und eng und für große Wohnmobile ohnehin ungeeignet. An der Küste selbst gilt: kein Übernachten auf Pullouts und Parkplätzen.
- Insider-Tipp für Camper
- In Carmel oder Monterey volltanken und Wasser füllen: In Big Sur gibt es nur wenige Stationen (etwa Chevron an der Big Sur Station), die Preise lagen zeitweise bei knapp 10 USD je Gallone. Offline-Karte laden, Caltrans QuickMap oder 1-800-427-7623 am Vortag prüfen. Langsame Fahrzeuge müssen nach kalifornischem Recht (CVC 21656) ausweichen, sobald fünf oder mehr Fahrzeuge hinter ihnen auflaufen – die Ausweichbuchten dafür großzügig nutzen. Eine Pause am McWay Falls lohnt nur nach Status-Check (siehe Etappe 3).
3Etappe 3: Big Sur nach San Luis Obispo (ca. 150 km)
- Die Strecke
- Erst der wildeste Teil von Big Sur mit Serpentinen hoch über dem Meer, teils steilen Steigungen und Gefällen, dann ab Ragged Point flacher und schneller, Weideland bis ans Wasser, später Landwirtschaft und die Lagune von Morro Bay. In San Simeon und Cambria gibt es Tankstellen und Supermärkte, Mobilfunk kehrt ab Ragged Point zurück. Reine Fahrzeit gut 3 Stunden, mit Stopps ein ganzer Tag. Auf dem Highway 1 gilt meist 55 mph, in Ortschaften 25–35 mph.
- Highlights & Must-Sees
- McWay Falls im Julia Pfeiffer Burns State Park: Der 80 Fuß (24 m) hohe Wasserfall fällt direkt auf den Strand. Der kurze Overlook Trail ist wegen einer Stützmauer-Reparatur seit 16. April 2025 gesperrt, der Park zudem wegen der Brände geschlossen; Eintritt 10 USD (gilt auch für Pfeiffer Big Sur), Parkplätze sehr knapp. Vorher den Status bei California State Parks prüfen.
- Elephant Seal Vista Point bei Piedras Blancas: ganzjährig kostenlos, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, Plattformen und Wege direkt am Parkplatz, täglich 10–16 Uhr Guides vor Ort, keine Toiletten. Die meisten Tiere liegen grob gesagt im Winter (Geburten) und im Frühjahr/Sommer (Haarwechsel) am Strand; 30 Minuten reichen.
- Morro Rock in Morro Bay: der 176 m hohe Vulkanpfropfen ragt vor der Hafeneinfahrt auf, Seeotter liegen im Hafen, der Parkplatz am Rock ist für große Fahrzeuge eng. Kajaks kann man am Embarcadero leihen.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Morro Bay State Park zwischen Lagune und Eukalyptushain: über 140 Plätze, Fahrzeuge bis 35 ft (10,7 m), einige Plätze mit Strom, Frischwasser, Dump Station und Münzduschen, höchstens acht Personen und zwei Fahrzeuge je Platz. Hearst San Simeon State Park: San Simeon Creek (134 Plätze, bis 35 ft, keine Anschlüsse, Dump Station, Münzduschen) und der einfachere Washburn (68 Plätze, bis 35 ft) etwas landeinwärts; höchstens 10 Nächte am Stück. Montaña de Oro (Islay Creek, 47 einfache Plätze) nimmt Fahrzeuge nur bis 27 ft (8,2 m) ohne Strom, Dump oder Duschen. Reservierung über ReserveCalifornia, bis zu sechs Monate vorher.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): An den Oceano Dunes südlich von Pismo Beach ist Strandcamping ohne ausgewiesene Plätze möglich: Vault- und Chemietoiletten, Reservierung über ReserveCalifornia bis zu sechs Monate vorher, Einfahrt am Post 2 (eine Meile südlich Pier Avenue), Tageseintritt 5 USD, Öffnungszeit 7–22 Uhr. Empfohlen wird Allrad; Gezeiten, Sand und Bachläufe können die Zufahrt sperren, Kapazitätsmeldungen auf den Kanälen des Parks prüfen. Ohne Allradfahrzeug keine Option für einen Camper.
- Insider-Tipp für Camper
- Zwischen Ragged Point und Cambria gibt es mehrere breite, teils unbefestigte Ausweichbuchten. In Kalifornien müssen langsame Fahrzeuge ausweichen, sobald sich fünf oder mehr dahinter stauen – wer das ignoriert, riskiert ein Bußgeld und einen schlechten Ruf bei den Einheimischen. In San Simeon und Cambria tanken, die Tanks in Morro Bay oder am Campground füllen und leeren. Die Wellenhöhe beachten: Sneaker Waves spülen an Stränden wie Moonstone Beach plötzlich weit hinauf.
4Etappe 4: San Luis Obispo nach Santa Barbara (ca. 160 km)
- Die Strecke
- Erst wieder auf dem Highway 1 über Pismo Beach, dann schneller auf der US-101 durch Santa Maria und über den Gaviota Pass, wo die Straße ab der Gaviota-Küste direkt am Meer verläuft: zwei bis drei Spuren pro Richtung, wenig Kurven, Tempo 65 mph (105 km/h), für Gespanne 55 mph. Gelegentliche Sperrungen wegen Felsentfernung bei Gaviota; vor der Abfahrt die Verkehrslage prüfen. Reine Fahrzeit etwa 2 Stunden.
- Highlights & Must-Sees
- Pismo State Beach Monarch Butterfly Grove: von November bis Februar hängen Monarchfalter in Trauben in den Eukalyptusbäumen, täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Eintritt frei, Adresse 445 South Dolliver. Die Zahlen sind seit Jahren sehr niedrig, eine halbe Stunde reicht.
- Mission La Purísima bei Lompoc: die am vollständigsten rekonstruierte spanische Missionsanlage Kaliforniens mit Gärten und Werkstätten, etwa 1,5 Stunden mit Rundgang; Öffnungszeiten und Eintritt vorher prüfen, der Abstecher kostet rund 45 Minuten.
- Mission Santa Barbara und Stearns Wharf: die „Queen of the Missions“ im Stadtteil Riviera, dazu der Holzsteg am Strand. Beides lohnt nur mit Stellplatz-Plan, siehe Tipp: Wohnmobile haben in der Innenstadt kaum legale Parkmöglichkeiten.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: El Capitán State Beach nahe Goleta: nach 18 Monaten Sperrung seit Juni/Juli 2026 wieder offen (neue Brücke und breitere Zufahrt, Teile des Naturlehrpfads noch Baustelle); keine Anschlüsse, Duschen, Fahrzeuge laut Campingportal bis 42 ft (12,8 m), Stand der Längenangabe bei ReserveCalifornia prüfen, 45–55 USD je Nacht. Refugio State Beach daneben: 67 Plätze, Fahrzeuge bis 30 ft (9,1 m), keine Anschlüsse; reservierbar von April bis November, im Winter nur Walk-in. Pismo State Beach (North Beach) erlaubt Wohnmobile bis 36 ft, Anhänger bis 31 ft. Im Sommer Monate im Voraus ausgebucht, sechs Monate Vorlauf.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Stadtgebiet Santa Barbara ist Übernachten im Fahrzeug untersagt: Die Oversized-Vehicle-Regel (SBMC 10.44.220) gilt für Fahrzeuge über 25 ft Länge, 80 Zoll Breite oder 82 Zoll Höhe, und § 10.44.200 verbietet zwischen 2 und 6 Uhr das Parken von Anhängern, Bussen und Fahrzeugen über ¾ Tonne ohne polizeiliche Erlaubnis. Die Santa Ynez Mountains im Los Padres National Forest bieten einfache Forest-Service-Plätze; dispersed camping ist dort wegen der Feuerverordnung derzeit praktisch nicht nutzbar.
- Insider-Tipp für Camper
- Die Stadt Santa Barbara hat vier Oversized-Vehicle-Parkplätze (Leadbetter, Harbor West, Garden Street, Palm Park) mit je fünf gelb markierten Stellplätzen für Fahrzeuge von 22 bis 33 ft – nur tagsüber, Übernachten ist dort verboten; Auskunft bei Waterfront Parking unter 805-564-5523. Ein Stellplatz früh am Tag sichern, Innenstadt und Stearns Wharf zu Fuß erreichen. Höhenbegrenzungen in Parkhäusern liegen oft bei 2 m, deshalb dort nie einfahren.
5Etappe 5: Santa Barbara nach Malibu und Los Angeles (ca. 170 km)
- Die Strecke
- Über Carpinteria und Ventura, ab Oxnard wieder auf dem Highway 1 (Pacific Coast Highway, PCH). Zwischen Point Mugu und Malibu ist der PCH eng zwischen Santa Monica Mountains und Strand eingeklemmt, Tempo 45–55 mph, im Berufsverkehr zäh: vor 7 Uhr oder am Wochenende fahren. Zwischen Malibu und Santa Monica laufen nach dem Palisades-Brand vom Januar 2025 weiterhin Reparaturarbeiten mit wöchentlich wechselnden Spur- und Straßensperrungen; Caltrans veröffentlicht die Liste wöchentlich, dazu Caltrans QuickMap. Reine Fahrzeit etwa 2,5–3 Stunden, bei Verkehr mehr.
- Highlights & Must-Sees
- Channel Islands National Park: Besucherzentrum am Hafen Ventura (1901 Spinnaker Drive), Überfahrten ab Ventura und Oxnard mit Island Packers (805-642-1393), im Sommer früh buchen; Übernachten auf Santa Cruz und Anacapa nur mit Transport und Campingreservierung. Für einen Tagesausflug einen ganzen Tag einplanen.
- El Matador State Beach: Felsbögen und Brandungshöhlen, erreichbar über eine steile Treppe vom kleinen Parkplatz; bei Hochwasser fast kein Strand. Der Parkplatz ist klein und für Wohnmobile ungeeignet; die Zufahrt vor Ort prüfen, notfalls am Highway halten und zu Fuß gehen, wo Schilder es erlauben.
- Santa Monica Pier: Endpunkt der Route 66 und Ende der Reise. Für Wohnmobile ist dort kaum Platz, die Parkhäuser in der Nähe haben Höhenbegrenzungen um 2 m. Besser das Fahrzeug am Campground lassen und mit Bus oder Taxi zum Pier fahren.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Leo Carrillo State Park im Canyon unter Platanen: rund 130 Plätze, Fahrzeuge bis 31 ft (9,4 m), einige Plätze mit Strom (30/50 A, ca. 60 USD), Dump Station, Münzduschen, Laden im Park, Fußgängertunnel unter dem PCH zum Strand; Standardplatz 45 USD. Point Mugu State Park, Thornhill Broome Beach: Gesamtlänge von Zugfahrzeug plus Anhänger höchstens 31 ft, Höhe bis 13 ft 6 in; Wasser, Duschen (nur 1-Dollar-Scheine), Dump Station; der Platz steht bei Hochwasser und Brandung regelmäßig unter Wasser – bei Ankunft nach Gezeiten fragen. Für die letzte Nacht nahe LAX bietet Dockweiler State Beach (von Los Angeles County betrieben) Plätze mit Anschlüssen, buchbar 24 Stunden bis 90 Tage vorher, unter der Einflugschneise, keine Hunde.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Großraum Los Angeles gibt es kein legales Freistehen am Meer; Malibu und Santa Monica ahnden Übernachten im Fahrzeug konsequent. Weichen Sie auf die State Parks aus.
- Insider-Tipp für Camper
- Vor Los Angeles an der Dump Station eines State Parks entleeren und Frischwasser tanken – in der Stadt sind Entsorgungsmöglichkeiten rar. Mietmobile verlangen bei Rückgabe oft entleerte Tanks und Endreinigung; Vermieter vorher nach den Bedingungen fragen. Bei der Zufahrt nach Santa Monica die Höhen der Parkhäuser beachten, viele haben Begrenzungen um 2 m.
Camping-Praxis & Länder-Knigge
Wildcamping & Freistehen
- Übernachten außerhalb ausgewiesener Plätze ist an der kalifornischen Küste fast überall verboten; Städte und Countys verhängen Bußgelder, oft im dreistelligen Dollarbereich. Schlafen in Fahrzeugen auf Straßen, Strandparkplätzen, Aussichtspunkten und Picknickplätzen wird von Rangern, Sheriffs und Stadtpolizei nachts kontrolliert, in Santa Cruz, Santa Barbara und Malibu besonders streng.
- Legal ist dispersed camping auf den meisten Flächen der National Forests und des Bureau of Land Management, meist bis zu 14 Tage an einem Ort – aber nicht in Küstennähe. Im Los Padres National Forest gilt von 4. Juni 2026 bis 31. Januar 2027 eine Feuerverordnung: Lagerfeuer nur an 68 ausgewiesenen Stellen (darunter Kirk Creek), Gas- und Benzinkocher nur mit California Campfire Permit (kostenlos online erhältlich), Strafen bis 5.000 USD. Wegen der Brände ist der Forst teilweise bis 31. Januar 2027 gesperrt, Stand vorher prüfen.
- Santa Barbara erlaubt für Fahrzeuge über 25 ft, 80 Zoll Breite oder 82 Zoll Höhe kein Parken auf gekennzeichneten Straßen; zwischen 2 und 6 Uhr dürfen Anhänger, Busse und Fahrzeuge über ¾ Tonne nicht ohne polizeiliche Erlaubnis parken. Die vier städtischen Oversized-Vehicle-Parkplätze sind nur für Tagesparken, Übernachten ist verboten.
- Viele Supermarkt-Parkplätze erlauben kein Übernachten mehr; im Markt fragen, sonst kein Risiko eingehen. Caltrans-Raststätten erlauben Parken nur zeitlich begrenzt (meist 8 Stunden), kein Campen. An Oceano Dunes gilt dagegen beim Strandcamping die Reservierungspflicht über ReserveCalifornia, empfohlen wird Allrad.
- Wildtiere: Mindestens 25 Fuß (7,5 m) Abstand zu See-Elefanten in Año Nuevo, etwa 50 Yards (45 m) zu Seehunden und Seeottern; Füttern ist verboten. Pumas, Schwarzbären (selten) und Klapperschlangen gibt es in den Hügeln; Lebensmittel nachts im Fahrzeug, Geruch von Essensresten vermeiden. Hunde sind am Strand, in Point Lobos und in den meisten Naturschutzflächen verboten oder nur angeleint erlaubt.
- Nützliche Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, The Dyrt, dazu Recreation.gov (Bundesflächen, etwa Kirk Creek) und ReserveCalifornia (State Parks, Buchung bis zu sechs Monate vorher). Straßenzustand bei Caltrans QuickMap oder unter 1-800-427-7623, Feuerstatus bei Cal Fire und den State-Parks-Meldungen.
- Wer keinen Platz bekommt, hat drei realistische Ausweichstrategien: Walk-in- oder Kurzfristplätze (Refugio etwa ist von Dezember bis März nur walk-in), private RV-Parks in den Städten (Santa Cruz, Monterey, Pismo Beach, Ventura, Malibu) und einzelne Nächte in der Nähe der Vermietstation. Die Rezeption eines Campingplatzes informiert oft über freiwerdende Plätze; Check-in ist meist um 14 Uhr, Check-out um 12 Uhr.
- Bei einer nächtlichen Kontrolle auf einem Parkplatz ist der kooperative Weg der beste: freundlich bleiben, den Platz verlassen, keine Diskussion über Auslegung. Bußgelder bei Mietmobilen landen meist beim Vermieter und werden mit Bearbeitungsgebühr weiterbelastet.
Entsorgung & Versorgung
- Dump Stations gibt es in vielen State Parks, oft auch gegen Gebühr für Nicht-Gäste: Half Moon Bay (Francis Beach, 10 USD), New Brighton, Pfeiffer Big Sur (geschlossen), Morro Bay, San Simeon Creek, Leo Carrillo, Point Mugu. Montaña de Oro hat weder Dump noch Duschen. Eine Übersicht liefert sanidumps.com; Dumps an Tankstellen sind meist gebührenpflichtig.
- Leitungswasser in Kalifornien ist trinkbar; an einigen Campgrounds hängen Hinweise zur Wasserqualität. Kirk Creek hat kein Trinkwasser, dafür Kanister mitbringen. Bäche und Flüsse filtern oder abkochen. Frischwasserstationen bieten Half Moon Bay, Morro Bay und San Simeon Creek.
- Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren. Viele Campgrounds begrenzen Gäste pro Platz auf acht Personen und zwei Fahrzeuge (Morro Bay, Montaña de Oro).
- Propan bei U-Haul-Stationen, Tankstellen und Propanhändlern (etwa in Santa Cruz, San Luis Obispo und Ventura). Europäische Gasflaschen brauchen einen Adapter und werden meist nicht befüllt; Mietmobile haben fest verbaute US-Tanks, deshalb Füllstand vor Big Sur prüfen.
- Treibstoff: Normale Tankstellen an der Küste bis Carmel; dann nur vereinzelt in Big Sur (zeitweise knapp 10 USD je Gallone berichtet). Regulär tanken in Carmel, Monterey, San Simeon, Cambria oder Morro Bay.
- Einkaufen: Supermärkte in Santa Cruz, Monterey, Carmel (Safeway), San Luis Obispo und Santa Barbara; in Big Sur nur kleine Läden mit hohen Preisen. Kühlbox mit Eis in Carmel oder Cambria füllen.
- Strom: Campgrounds mit Anschluss bieten 30 und 50 A (etwa Leo Carrillo, 120 V); Mietmobile haben in der Regel das passende US-Kabel. Wer ohne Anschluss steht, plant mit Bordbatterie; Generatoren sind auf State-Park-Plätzen nur zu festgelegten Zeiten erlaubt.
- Wäsche und Müll: Münzwäschereien in Santa Cruz, Monterey, Cambria, Morro Bay, San Luis Obispo und Santa Barbara; Campgrounds haben Müll- und Recyclingcontainer, in Big Sur sind Mülltonnen teils wildtiersicher verschlossen.
Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln
- Tempolimits in mph: Autobahnen bis 65 (70 wo ausgeschildert), zweispurige Highways ohne Schild 55, in Ortschaften 25–35, Big Sur streckenweise 25–45. Mit Anhänger gilt nach CVC 22406 höchstens 55 mph, ebenso für Lkw mit drei oder mehr Achsen; ein Wohnmobil ohne Anhänger fährt nach Beschilderung. Langsame Fahrzeuge müssen nach CVC 21656 ausweichen, wenn fünf oder mehr Fahrzeuge folgen.
- Maut und Gebühren: Golden Gate Bridge nur Richtung Süd, elektronisch (2026: Zweiachser 10,25 USD FasTrak, 10,50 USD per Kennzeichen, 11,25 USD per Rechnung; Dreiachser 30,75–33,75 USD), Zahlung 30 Tage vorher bis 48 Stunden nachher; Vermieter rechnen oft mit Servicegebühr ab. Express Lanes in Los Angeles brauchen FasTrak oder Transponder. Keine Umweltzonen auf dem Highway 1.
- Parks und Eintritte: Day-use-Gebühren 5–10 USD je Fahrzeug (Año Nuevo und Point Lobos 10 USD, Oceano Dunes 5 USD). Campground-Preise 2026 liegen bei 45–60 USD pro Nacht, Premium-Plätze und Anschlüsse kosten mehr. America the Beautiful Pass (Bundesflächen) gilt nicht in State Parks.
- Maße und Längen: Viele State-Park-Plätze sind auf 27–40 ft (8–12 m) begrenzt: Pfeiffer Big Sur 32 ft, Morro Bay und San Simeon 35 ft, Montaña de Oro 27 ft, Leo Carrillo und Point Mugu 31 ft, Refugio 30 ft. Point Lobos schließt Fahrzeuge über 21 ft aus, Kirk Creek nimmt bis 30 ft. Legale Maximalhöhe 14 ft (4,27 m). In Parkhäuser nie einfahren, viele haben Begrenzungen um 2 m.
- Reservierung: State Parks bis zu sechs Monate im Voraus über ReserveCalifornia (rollierendes Fenster), Bundesflächen über Recreation.gov. Flexibilität bei Terminen lohnt, weil Plätze oft kurzfristig frei werden. Geschlossene Plätze werden von den Parks auf ihren Websites gelistet.
- Wetter und Saison: Marine Layer und Nebel drücken die Sommertemperaturen auf 14–16 °C, am besten ist das Wetter von September bis November. Walsaison Dezember bis April. Waldbrandsaison Juli bis November, Erdrutsche und Sperrungen nach Regen von Dezember bis März: stets Caltrans QuickMap prüfen.
- Verkehrsrecht für Reisende: Rechtsabbiegen bei Rot ist nach vollständigem Halt erlaubt, außer wo ein Schild es verbietet; an Kreuzungen mit Stoppschildern (all-way) gilt Reihenfolge der Ankunft. Handy am Steuer nur freihändig, offene Alkoholbehälter im Fahrzeug sind verboten (Open-Container-Regel). Deutscher Führerschein genügt für Touristen, ein internationaler wird oft empfohlen. Kindersitz- und Gurtpflicht gelten auch im Wohnmobil.
- Stellplatzregeln: Viele State Parks begrenzen die Dauer (Hearst San Simeon 10 Nächte am Stück, Santa-Cruz-Parks zusammen 30 Nächte im Jahr), Generatoren laufen nur zu festgelegten Zeiten, Ruhezeiten meist 22 bis 6 Uhr. Feuer nur in den Feuerringen der Plätze; auf Stränden gelten Sonderregeln, Alkohol ist an vielen Stränden verboten. Beim Buchen auf Fahrzeug- und Anhängerlänge achten, sie wird bei der Ankunft kontrolliert.
- Notfall: 911; Mobilfunk fällt in Big Sur aus, Notrufsäulen stehen nur an wenigen Stellen. Sneaker Waves und Gezeiten nie unterschätzen, Strand nie mit dem Rücken zum Meer betreten. Gift-Eiche (poison oak), Zecken und Klapperschlangen in den Hügeln.
CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste
- Auffahrkeile Stufe 2–3 – die Plätze in Big Sur und an der Gaviota-Küste sind oft schräg, die Dünen am Meer weich.
- Warme Schichten und Windjacke: Der Marine Layer drückt die Temperatur auch im Juli auf 14–16 °C, nachts an der Küste 8–10 °C.
- Fernglas für Grauwale (Dezember bis April), Seeotter und See-Elefanten; Gezeiten-App oder Tabelle für Gezeitentümpel, El Matador und Stellplätze am Sand.
- Offline-Karten, Papierkarte und ausgedruckte Reservierungen – in Big Sur gibt es auf weiten Strecken keinen Empfang, Kreditkarten funktionieren an manchen Plätzen nicht.
- Wasserkanister (20 l) für Plätze ohne Trinkwasser wie Kirk Creek sowie ein Frischwasserschlauch in Trinkwasserqualität mit Druckminderer.
- FasTrak- oder Mautplan für die Golden Gate Bridge, 1-Dollar-Scheine für Münzduschen, Kleingeld für Dump Stations und eine Kopie der Reservierungen für Kontrollen.
Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.