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B146

Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein

Von Graz über die Südsteirische Weinstraße und das Thermenland nach Mariazell, über Erzberg und Gesäuse bis unter die Dachstein-Südwand: rund 775 Kilometer zwischen Rebhängen, Vulkanburgen und Kalkalpen.

Entfernung
620 km (385 mi)
Fahrzeit
8 h 34 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
13
Länder
Österreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägige Rundreise über etwa 620 km (385 mi) mit 13 Stopps, Start und Ziel in Graz. Insgesamt etwa 8 h 34 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Österreich

Reiseführer · CampingSpirit

Von Graz über die Südsteirische Weinstraße und das Thermenland nach Mariazell, über Erzberg und Gesäuse bis unter die Dachstein-Südwand: rund 775 Kilometer zwischen Rebhängen, Vulkanburgen und Kalkalpen.

Der Spirit der Route

Die Steiermark wechselt die Landschaft schneller als die Straßenschilder: Eben noch rattern in den Rebzeilen um Gamlitz die Klapotetz-Windräder im Wind, dann liegt der Vulkanfels von Riegersburg mit seiner Burg im Dunst über den Maisfeldern, und zwei Tage später stehen die Felswände des Gesäuses so steil über der Enns, dass die Sonne erst am späten Vormittag den Talboden erreicht. Aus der Schiebetür riechen Sie im September frisch gepresstes Traubengut und Kürbiskernöl, im Salzatal kalten Fels und nasses Moos. Dazwischen liegen Buschenschanken mit Brettljause, Wallfahrtswege nach Mariazell, die gelbrote Terrassenwand des Erzbergs und im Ennstal die Gletscher des Dachsteins. Das Fahren ist entspannt, die Straßen sind gut, die Plätze zahlreich – die Kunst liegt darin, Abende und Etappen so zu legen, dass Weinverkostung und Fahrerlaubnis sich nicht begegnen.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Graz nach Gamlitz (Südsteirische Weinstraße) (ca. 60 km)

Die Strecke
Aus Graz auf der A9 Pyhrn Autobahn Richtung Süden bis Leibnitz oder, gemütlicher, auf der B67 durch das Murtal; ab Ehrenhausen auf die Südsteirische Weinstraße, die als schmale Landstraße über die Rebhügel nach Gamlitz führt. Breite Hauptstraßen, auf der Weinstraße selbst Gegenverkehr, Radfahrer und Traktoren. Gut eine Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Graz: Altstadt (UNESCO-Welterbe) mit Schlossberg und Uhrturm, Kunsthaus und Murinsel – am besten ein Tag zu Fuß und mit der Straßenbahn.
  • Schloss Seggau auf dem Seggauberg bei Leibnitz mit Blick über Sulmtal und Murebene; im Tal die Ausgrabungen der Römerstadt Flavia Solva.
  • Ehrenhausen mit dem Weinstraßen-Auftakt und den ersten Klapotetz-Windrädern, die im Spätsommer Stare aus den Reben vertreiben.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Graz bietet der Reisemobil-Stellplatz Graz im Südwesten der Stadt rund 160 Plätze mit Strom, Ver- und Entsorgung und Sanitär, von dort fahren Bus und Bahn ins Zentrum. Alternativ Camping Platz Schwarzlsee in Premstätten. Weiter südlich in Leibnitz liegt Camping Sulmsee mit Badesee und Stromanschluss; in Gamlitz der Wohnmobilstellplatz am Motorikpark mit etwa 20 Plätzen und Ver- und Entsorgung, außerdem Campingplatz Obstgut Ledinegg. Im September und Oktober, in der Lese, früh reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Steiermark überlässt das Verbot des Campierens außerhalb von Campingplätzen den Gemeinden: Auf Grundlage des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes können sie per Verordnung Camping untersagen. Riegersburg etwa hat dies 2025 für das ganze Gemeindegebiet getan, mit Strafen bis 5.000 €. Rechnen Sie in den Weinorten mit Verbotsschildern; der Winzer-Stellplatz oder ein Platz bei einem Buschenschank ist die rechtssichere Wahl, oft kostenlos gegen Einkehr.

Insider-Tipp für Camper
Graz hat Kurzparkzonen und eine weitgehend autofreie Altstadt – lassen Sie den Camper am Stellplatz und fahren Sie mit der Straßenbahn. Auf der A9 südlich von Graz (Webling–Schwarzlsee) läuft seit 13. September 2026 eine Generalsanierung mit 60 km/h und Section Control; die Arbeiten in Fahrtrichtung Süden sollen bis November 2026 dauern, Staus sind möglich. Auf A2 und A9 gelten außerdem abschnittsweise weitere Tempobeschränkungen. Kürbiskernöl und Wein kaufen Sie direkt ab Hof; wer fährt, probiert nicht mit – die Promillegrenze liegt bei 0,5.

2Etappe 2: Gamlitz nach Bad Radkersburg (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Gamlitz über Eichberg-Trautenburg und Leutschach in Schleifen zurück zur Weinstraße, dann auf Landesstraßen ostwärts über Mureck an der Mur nach Bad Radkersburg, am Grenzfluss entlang. Ruhige, kurvige Straßen mit schmalen Ortsdurchfahrten und Steigungen auf den Weinbergen. Rund 1,5 Stunden ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Weinstraße zwischen Gamlitz und Leutschach: Buschenschanken mit Terrassen, Welschriesling, Sauvignon Blanc und Morillon direkt vom Winzer.
  • Klöch mit dem erloschenen Vulkan und den Traminer-Lagen, dazu die Straden-Region mit der Kirche auf dem Bergrücken.
  • Bad Radkersburg: historische Altstadt, Murradweg und die Parktherme.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Radkersburg direkt neben der Parktherme Bad Radkersburg; laut Betreiber enthalten die Camping-Pakete den Eintritt in die Parktherme. Auf dem Weg: Reisemobilstellplatz Mureck am Mur-Ufer mit Strom, Ver- und Entsorgung sowie das MurAuen Camping Gosdorf. Saison und Preise vorab bei den Betreibern erfragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Entlang der Mur und an den Weinstraßen-Parkplätzen sind Campingverordnungen verbreitet; nachts auf Wander- und Radparkplätzen zu stehen, ist riskant. Schlafen auf Hofstellplätzen von Winzern oder auf einem ausgewiesenen Stellplatz ist die entspannte Variante.

Insider-Tipp für Camper
Die Murbrücke bei Bad Radkersburg führt nach Slowenien (Gornja Radgona) – in Slowenien gilt für Autobahnen eine eigene Vignettenpflicht, falls Sie einen Abstecher planen. Tanken Sie vor dem Grenzgebiet in Graz oder Leibnitz und vergleichen Sie Preise, statt auf Dorftankstellen zu setzen.

3Etappe 3: Bad Radkersburg nach Riegersburg (Thermenland) (ca. 75 km)

Die Strecke
Von Bad Radkersburg durch das Steirische Vulkanland über Bad Gleichenberg und Feldbach nach Riegersburg. Breite Landstraßen, wenig Verkehr, viele Kreisverkehre. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Bad Gleichenberg: Kurpark mit historischem Kurhaus und Heilquellen, kurze Spaziergänge im Wald.
  • Burg Riegersburg auf dem Vulkanfelsen – die mächtige Festung ist eine der größten Burgen der Steiermark; Aufstieg zu Fuß oder mit dem Lift.
  • Zotter Schokoladen-Theater in Bergl bei Riegersburg; wer Zeit hat, setzt noch die Therme Bad Blumau mit Hundertwasser-Architektur obendrauf.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Resort Riegersburg am Fuß der Burg. Im Thermenland außerdem Genuss-Camping Bad Gleichenberg (Strom, Sanitär) und der Wohnmobilstellplatz Siniwelt in Sinabelkirchen mit Ver- und Entsorgung. Öffnungszeiten und Reservierungsbedingungen vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Riegersburg hat Camping außerhalb der Campingplätze für das ganze Gemeindegebiet verboten (Verordnung von 2025, Strafen bis 5.000 €). Auch in anderen Thermenland-Gemeinden ist mit Verboten zu rechnen. Parken am Burgparkplatz ist tagsüber Standard, Übernachten dort nicht.

Insider-Tipp für Camper
Die Thermen arbeiten teils mit Tagestickets und verlangen Abendlöschzeiten – auf Campingplätzen mit Thermenzugang bucht sich der Ruhetag fast von allein. In der Vulkanland-Region sind viele Gasthöfe sonntags geschlossen; ein Kühlschrank mit Proviant spart den Hunger.

4Etappe 4: Riegersburg nach Mariazell (ca. 140 km)

Die Strecke
Über Gleisdorf auf die A2 Richtung Graz, dort auf die A9 und weiter auf der S35 Murtal Schnellstraße nach Norden bis Bruck an der Mur, dann über Kapfenberg und Aflenz auf der B20 Mariazeller Straße über den Seebergsattel (rund 1.250 m) nach Mariazell. Zügige Autobahn- und Schnellstraßenstrecke, danach eine Passstrecke mit Steigungen. Gut 2,5 Stunden Fahrzeit, im Raum Graz wegen der A9-Baustelle eher mehr; der längste Tag der Tour vor der Rückfahrt.
Highlights & Must-Sees
  • Seebergsattel mit Blick auf die Berge des Hochschwab-Gebiets, kurze Fotostopps nur, wo es sicher möglich ist.
  • Mariazell: Basilika, der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, mit der Gnadenkapelle im Zentrum.
  • Bürgeralpe: Seilbahn ab Mariazell und Wanderwege oder die Fahrt mit der historischen Mariazellerbahn nach St. Pölten.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Mariazell selbst ist stellplatzarm; zuverlässig ist der Campingplatz am Erlaufsee, rund 3 Kilometer nordwestlich von Mariazell (der See liegt an der Grenze zu Niederösterreich). Alternativ Camping Mooswirt im Salzatal (siehe Etappe 5). Vor der Fahrt Erreichbarkeit und Öffnungszeiten prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Erlaufsee und in der Region gelten Naturschutz- und Gemeindeverordnungen; nachts auf Seeparkplätzen zu stehen, wird kontrolliert. Auf der Seebergstraße gibt es keine Plätze für Übernachtungen. Hofstellplätze und Betriebsstellplätze in der Region sind legal.

Insider-Tipp für Camper
Teilen Sie den Tag mit einer Pause in Bruck an der Mur oder Aflenz. Mariazell ist an Wallfahrtstagen (Hochfeste, Wochenenden im Sommer) voll; Parkplatz am Ortsrand und zu Fuß ins Zentrum. Wasser auffüllen vorher: Entsorgungsstationen sind rar.

5Etappe 5: Mariazell nach Eisenerz (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Mariazell durch das Salzatal über Weichselboden und Wildalpen auf der B24, bei Palfau und Landl weiter bis Hieflau, dann auf der B115 durch das Erzbachtal nach Eisenerz. Eine der schönsten Talstraßen der Steiermark, breit, aber eng zwischen Fels und Fluss; Tunnel und kurze Engstellen. Rund 2 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Wildalpen mit dem Museum der Wiener Hochquellenwasserleitung und dem Naturpark Steirische Eisenwurzen.
  • Wasserlochklamm bei Palfau: Steig durch die Klamm mit fünf Wasserfällen; 2026 laut Betreiber bis 1. November täglich 9 bis 18 Uhr geöffnet (kostenpflichtig, aktuelle Zeiten und Tickets über wasserlochklamm.at).
  • Eisenerz am Erzberg: Schaubergwerk, die Terrassen des größten Erz-Tagebaus Mitteleuropas und der Leopoldsteiner See.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Mooswirt und Camping Wildalpen im Salzatal; in Eisenerz der kleine Wohnmobilstellplatz Eisenerz mit Strom, Wasser und Entsorgung (wenige Plätze, Ausstattung vorab erfragen). Alternativ Campingplatz Palfau.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Salzatal und am Leopoldsteiner See ist mit Kontrollen durch Gemeinden und Naturschutzbehörde zu rechnen; Übernachten auf Parkplätzen und am See sollten Sie nicht einplanen. Für Eisenerz nutzen Sie den ausgewiesenen Stellplatz.

Insider-Tipp für Camper
Der Erzberg ist ein aktiver Bergbau: Besichtigung nur im Rahmen der angebotenen Führungen und Veranstaltungen. Bei Hieflau treffen sich die B24, die B115 und die Gesäuse-Straße B146 – nach Regen oder Murenabgängen im Salzatal kann es kurzfristig Sperren geben, aktuellen Straßenzustand über die Verkehrsmeldungen (ÖAMTC, Land Steiermark) prüfen.

6Etappe 6: Eisenerz nach Admont (Gesäuse) (ca. 55 km)

Die Strecke
Zurück nach Hieflau, dann auf der B146 Gesäuse-Straße durch die Gesäuse-Schlucht der Enns bis Admont. Gute Straße mit schmalen Tunneln und Felswänden unmittelbar neben der Fahrbahn; bei Gegenverkehr in den Engstellen Abstand halten. Etwa 1 Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Gesäuse-Eingang und Gstatterboden: Wanderwege zu Enns-Ufern und Wasserfällen unter den Felsen von Ödstein und Hochtor.
  • Johnsbach mit der Kölblalm und Blick auf die Gesäuseberge (schmale Zufahrt ab Gstatterboden).
  • Stift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Forstgarten in Gstatterboden, mitten im Nationalpark Gesäuse: Strom und Entsorgung der Chemietoilette; laut Betreiberangaben feste Rezeptionszeiten und keine Vorabreservierung, Saison vorab erfragen. Alternativ Campingangebote im Raum Admont und Liezen; vorab Öffnung und Verfügbarkeit klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark Gesäuse sind Campieren und Zelten außerhalb von Campingplätzen verboten, Naturschutzstrafen können empfindlich ausfallen. Auch auf Wanderparkplätzen ist nur Parken, nicht Übernachten gestattet.

Insider-Tipp für Camper
Die Zufahrt nach Johnsbach ist schmal: Mit langen Fahrzeugen vorab Fahrzeuglimits und Parkmöglichkeiten bei Gemeinde oder Nationalpark erfragen, im Zweifel das Rad nutzen. Im Nationalpark gilt Hundeleine; bei Starkregen kann die Enns schnell steigen, nie direkt am Ufer stehen.

7Etappe 7: Admont nach Ramsau am Dachstein / Schladming (ca. 85 km)

Die Strecke
Von Admont über Liezen im Ennstal auf der B320 Ennstal Straße, vorbei an Stainach, am Grimming (Trautenfels) und an Gröbming bis Schladming; von dort hinauf nach Ramsau am Dachstein auf der ausgebauten Zufahrt mit deutlichen Steigungen. Etwa 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Schloss Trautenfels mit Blick auf den Grimming, den größten freistehenden Berg der Alpen.
  • Dachstein-Gletscherbahn ab Ramsau: Fahrt aufs Hochplateau mit Dachstein-Gletscher, Eispalast und Skywalk; Betriebszeiten und Revisionen vorab prüfen.
  • Schladminger Untertal mit Riesachfall (Wanderung) und dem Alpinsteig durch die Höll; die Parkplätze im Untertal sind teils gebührenpflichtig.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Ramsau Camping Dachstein, in Schladming Camping Zirngast und Campbert (Strom, V/E, Sanitär). Weitere Plätze im Raum: Reiteralm Camping, Campingplatz Ramsau Beach. Im Hochsommer reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Ennstal und in der Ramsau sind Campieren außerhalb der Plätze untersagt; Kontrollen finden regelmäßig statt. Parken am Wanderparkplatz tagsüber geduldet, nachts keine Übernachtung.

Insider-Tipp für Camper
Seilbahn- und Wanderparkplätze sind bei gutem Wetter schon vormittags voll – früh fahren. Für den Gletscher warme Kleidung (auch im August), Bergbahnen können bei Wetter den Betrieb einstellen. Die Steigung zur Ramsau fahren Sie in einem niedrigen Gang, abwärts Motorbremse nutzen.

8Etappe 8: Schladming nach Graz (ca. 205 km)

Die Strecke
Über die B320 nach Liezen, bei Selzthal auf die A9 Pyhrn Autobahn, durch den Gleinalmtunnel und nach Süden bis Graz. Autobahn, gut ausgebaut, mit Tunnelstrecken und Streckenmaut (Gleinalmtunnel). Rund 2,5 bis 3 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Pause im Ennstal bei Liezen oder Trautenfels – einfache Gelegenheit für letzte Einkäufe.
  • Die Gleinalm-Strecke mit Blick auf die Seckauer Alpen.
  • Abschluss in Graz mit Schlossberg und Murinsel, falls Sie noch einen Abend einplanen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Reisemobil-Stellplatz Graz im Südwesten der Stadt oder Camping Platz Schwarzlsee bei Premstätten, jeweils mit Strom und Entsorgung. Beide liegen am A9-Abschnitt Webling–Schwarzlsee, wo seit 13. September 2026 saniert wird (60 km/h, Section Control, Staus möglich). Vorher reservieren, wenn Messe oder Großveranstaltung in Graz sind.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Graz ist Übernachten auf der Straße kaum praktikabel; die Stadt hat Kurzparkzonen. Bleiben Sie auf dem Stellplatz.

Insider-Tipp für Camper
Auf der A9 gilt für die Tunnelabschnitte Gleinalm und Bosruck eine eigene Streckenmaut (Ticket für Fahrzeuge bis 3,5 t; dort ist keine zusätzliche Vignette nötig); auf dieser Route fällt nur der Gleinalmtunnel an, der Bosrucktunnel liegt südlich von Spital am Pyhrn, nicht auf Ihrem Weg. Über 3,5 t wird per GO-Maut abgerechnet. Aktuelle Tarife bei der ASFINAG prüfen. Tanken Sie an Stadt- oder Ortstankstellen abseits der Autobahn, Raststationen sind meist teurer.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Österreich regelt das Campieren je nach Bundesland und Gemeinde. In der Steiermark können Gemeinden auf Grundlage des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes das Campieren außerhalb von Campingplätzen per Verordnung verbieten (Beispiel Riegersburg 2025, Strafen bis 5.000 €). Prüfen Sie Gemeindeschilder und Ortseinfahrten.
  • Ein Wohnmobil darf dort parken, wo Parken erlaubt ist; zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist eine Übernachtung oft geduldet, solange keine Campingmerkmale wie Stühle, Tische, Markise oder Grauwasser auftreten. Wo kein Verbotsschild steht, ist das ein Graubereich – im Zweifel nachfragen.
  • In Schutzgebieten, Nationalparks (Gesäuse) und Naturparks (Steirische Eisenwurzen) gelten Naturschutzvorschriften; Campieren außerhalb von Campingplätzen sollten Sie dort nicht einplanen. Strafhöhen regelt das jeweilige Naturschutzrecht; fragen Sie bei der Parkverwaltung nach.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen, Stellplätzen der Gemeinden und auf Hofstellplätzen bei Winzern und Bauern. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, Stellplatzführer und Verzeichnisse wie der ÖAMTC-Campingführer.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung gibt es auf größeren Stellplätzen (Graz, Gamlitz, Mureck, Eisenerz) und auf Campingplätzen; manche Anlagen arbeiten mit Münzen oder Token und sind nur für Gäste zugänglich. In den Seitentälern sind öffentliche Stationen selten.
  • Grauwasser und Toilettenkassette nur an ausgewiesenen Stationen entleeren; wildes Entsorgen ist strafbar und führt zu Sperrungen von Stellplätzen.
  • Leitungswasser ist in der Steiermark überwiegend trinkbar (viel Quellwasser aus den Kalkalpen); auf Beschilderung „Kein Trinkwasser“ achten.
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen werden in Österreich in der Regel nicht getauscht. Tankflaschen und Gastanks füllen Sie an LPG-Tankstellen mit passendem Adapter; Anschlussnorm in Österreich prüfen. Mit vollen Flaschen anreisen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t im Ortsgebiet 50 km/h, außerorts 100 km/h, auf der Autobahn 130 km/h; über 3,5 t außerorts 70 km/h, auf Schnellstraßen und Autobahnen 80 km/h. Für Gespanne gelten niedrigere Grenzen; Details vor der Reise beim ÖAMTC oder ASFINAG prüfen. Auf steirischen Autobahnabschnitten gelten zusätzlich örtliche Tempolimits (Baustellen, Immissionsschutz); die Beschilderung geht vor.
  • Maut: Für Autobahnen und Schnellstraßen gilt die Vignette (digital oder Klebe); die A9 Pyhrn Autobahn hat zusätzlich Streckenmaut für Gleinalm- und Bosrucktunnel (eigenes Ticket, für diese Abschnitte keine Vignette nötig). Fahrzeuge über 3,5 t zahlen die GO-Maut (GO-Box). Preise und Gültigkeit bei der ASFINAG prüfen.
  • Umweltzone: Eine Plakettenpflicht wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Im Raum Graz können IG-L-Maßnahmen (Tempolimits, Beschränkungen für ältere schwere Fahrzeuge) gelten und sich ändern; bei Wohnmobilen über 3,5 t die Euro-Klasse im Zulassungsschein bereithalten und den Stand vor der Reise beim Land Steiermark prüfen.
  • Maße: Wohnmobile bis 12 m Länge, 2,55 m Breite, 4,00 m Höhe; Gespanne bis 18,75 m. Größere Fahrzeuge brauchen eine Ausnahmegenehmigung. Winterausrüstung (Winterreifen oder Schneeketten) ist vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen Pflicht.
  • Alkohol 0,5 Promille, Telefon nur mit Freisprecheinrichtung, Warnweste im Fahrzeug Pflicht; Radarwarner sind verboten.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Auffahrkeile: Stellplätze auf Weinbergen und Wiesen sind oft schräg, und Keile sichern den Kühlschrank.
  • Fahrräder oder E-Bikes: Murradweg, Weinstraßen-Radwege und Ennsradweg lassen sich vom Platz aus fahren, und auf der engen Weinstraße sind Räder entspannter als der Camper.
  • Wanderschuhe und Wanderstöcke: Wasserlochklamm, Gesäuse und Dachstein verlangen festes Schuhwerk.
  • Warme Schicht und Regenjacke: Im Gesäuse und auf dem Dachstein-Plateau sind es auch im Sommer oft unter 10 °C, Gewitter ziehen schnell auf.
  • Wasseradapter-Set und Verlängerungsschlauch: Auf Hof- und Betriebsstellplätzen sind Wasseranschlüsse unterschiedlich.
  • Digitale Vignette: Kennzeichen vor der Reise registrieren; Streckenmaut für den Gleinalmtunnel (A9) beachten.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Graz

    Österreich
    Start
  2. 2

    Ehrenhausen

    Österreich
    50 km
  3. 3

    Gamlitz

    Österreich
    3 km
  4. 4

    Klöch

    Österreich
    39 km
  5. 5

    Bad Radkersburg

    Österreich
    11 km
  6. 6

    Riegersburg

    Österreich
    44 km
  7. 7

    Mariazell

    Österreich
    122 km
  8. 8

    Wildalpen

    Österreich
    34 km
  9. 9

    Eisenerz

    Österreich
    19 km
  10. 10

    Admont

    Österreich
    40 km
  11. 11

    Schladming

    Österreich
    77 km
  12. 12

    Ramsau am Dachstein

    Österreich
    5 km
  13. 13

    Graz

    Österreich
    175 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Oktober. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Österreich: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t brauchen eine GO-Box für die fahrleistungsabhängige Maut. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein»?

8-tägige Rundreise über etwa 620 km (385 mi) mit 13 Stopps, Start und Ziel in Graz. Insgesamt etwa 8 h 34 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 8 h 34 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Graz.

Durch welche Länder führt «Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein»?

Österreich.

Wo kann man entlang «Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 78 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Reisemobil-Stellplatz Graz, FKK Camping Platz Schwarzlsee und Camping Platz Schwarzlsee.

Wann ist die beste Reisezeit für Klapotetz, Thermen und Felswände – mit dem Camper durch die grüne Steiermark von Graz bis ins Gesäuse und zum Dachstein?

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)