Reiseführer · CampingSpirit
Von Zell am See über das Hochtor nach Heiligenblut, durch Osttirol an Lienz vorbei zu Millstätter See, Nockalmstraße, Ossiacher See und Wörthersee: rund 700 Kilometer vom Gletscherrand an die Badebucht.
Der Spirit der Route
Die Großglockner Hochalpenstraße ist die Hauptachse dieser Reise, und sie lohnt jeden Gang im Getriebe. Hinter Bruck steigt die Straße durch Fichtenwald, dann durch Almwiesen, bis oben nur noch Fels, Firn und Wind bleiben. Am Fuscher Törl pfeifen die Murmeltiere, an der Franz-Josefs-Höhe liegt die Pasterze als schmutzig-weißes Band unter dem höchsten Berg Österreichs, und beim Aussteigen schlägt Ihnen Bergluft mit Schneegeruch entgegen. Auf der Südseite wird es mit jedem Kilometer wärmer: Osttirol riecht nach Lärchenholz und Heu, in Kärnten färbt sich das Wasser türkis, die Abende werden lang und mild. Dazwischen liegen die Nockberge mit ihren runden, grasbewachsenen Kuppen, die Seen von Millstatt bis Velden und Dörfer, in denen Kaiserschmarrn und Kärntner Kasnudeln noch aus dem eigenen Rohr kommen. Ein Camper ist hier mehr als Transportmittel: Der Morgenkaffee auf dem Platz oberhalb des Sees ist das eigentliche Ziel.
Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)
1Etappe 1: Zell am See nach Heiligenblut (ca. 80 km)
- Die Strecke
- Von Zell am See auf der B311 nach Bruck und weiter über Fusch nach Ferleiten, dort Mautstelle der Großglockner Hochalpenstraße (B107). Die Hochalpenstraße misst 48 km mit 36 Kehren und führt über das Fuscher Törl, den Hochtor-Scheitel (gut 2.500 m) und hinab nach Heiligenblut. Steigungen bis 12 %, Fahrbahn breit und gepflegt, aber Gegenverkehr in den Kehren und viele Motorräder. Reine Fahrzeit rund 2 bis 3 Stunden, mit Stopps ein ganzer Tag. Die Straße ist nur tagsüber offen; 2025 galten im Herbst ab 1. September etwa 6 bis 19:30 Uhr, Einfahrt bis 45 Minuten vor Schließung (Zeiten 2026 bei grossglockner.at prüfen). Saison meist von Ende April/Anfang Mai bis Ende Oktober oder Anfang November, je nach Schnee. Im Oktober kann die Straße bei Schnee kurzfristig schließen: Schließtermin und Wetterlage vorher auf grossglockner.at prüfen.
- Highlights & Must-Sees
- Fuscher Lacke und Edelweißspitze: Stichstraße zum höchsten befahrbaren Punkt der Strecke auf gut 2.500 m, mit 360-Grad-Blick auf über 30 Dreitausender.
- Hochtor-Tunnel und Scheitelpunkt am Hochtor (2.504 m): höchster Punkt der Hauptstrecke (die Edelweißspitze über die Stichstraße liegt noch höher), Parkplatz mit kurzen Wegen auf die Wiesen.
- Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf Großglockner und Pasterze, Gamsgrube, Wasserfallweg und Murmeltierhügel. Der Parkplatz ist weitläufig; zur Gletscherzunge führt der Gletscherweg in einer guten Stunde.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zum Start Seecamp Zell am See oder Sportcamp Woferlgut in Bruck, beide mit Strom, Sanitär und Entsorgung. Am Zielort Heiligenblut liegt der Nationalpark Camping Großglockner unterhalb des Ortes, ruhig und mit Blick auf die Berge, mit Strom und Sanitär; Öffnungszeiten und Platzbuchung im Hochsommer vorher klären.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf der gesamten Hochalpenstraße ist Übernachten im Fahrzeug nicht vorgesehen: Die Straße ist nachts geschlossen (Parkplätze oben werden vor der Schließung geräumt), und die Hohen Tauern sind Nationalpark. Auch in Heiligenblut sind die Parkplätze für Tagesgäste gedacht. Das Salzburger Campingplatzgesetz regelt das Campieren außerhalb zugelassener Plätze; in Tourismusorten wie Zell am See wird kontrolliert, Details bei der Gemeinde.
- Insider-Tipp für Camper
- Tanken Sie vorab in Zell am See oder Bruck: Auf der Hochalpenstraße gibt es keine Tankstelle und keine Entsorgung. Fahren Sie früh los, dann sind die Parkplätze noch leer und Gegenverkehr noch selten. Bergab im niedrigen Gang fahren, die Bremsen nicht überhitzen lassen. Die Maut wird pro Fahrt vor der Mautstelle fällig und liegt für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t laut ACE (Stand Januar 2026) bei 46,50 € für die Tageskarte; Aufzahlung für Tag 2, Mehrtages- und Saisonkarten gibt es zusätzlich. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen nach einem eigenen Tarif. Vor Abfahrt den aktuellen Tarif sowie Zufahrts- und Längenbestimmungen für große Fahrzeuge auf grossglockner.at prüfen.
2Etappe 2: Heiligenblut nach Lienz (Osttirol) (ca. 80 km)
- Die Strecke
- Zunächst von Heiligenblut auf der Gletscherstraße (Stichstraße der mautpflichtigen Hochalpenstraße) 8 km hinauf zur Franz-Josefs-Höhe (falls noch nicht in Etappe 1 besucht) und zurück, dann auf der B107 hinab nach Winklern und über den Iselsberg (rund 1.200 m) mit zweistelligen Steigungen nach Lienz. Die Iselsbergstraße ist gut ausgebaut, aber steil; bergab niedrigen Gang nutzen. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit ohne Abstecher.
- Highlights & Must-Sees
- Pfarrkirche St. Vinzenz in Heiligenblut: die gotische Spitzkirche vor dem Großglockner ist eines der bekanntesten Motive der Alpen; zu Fuß ab dem Parkplatz in wenigen Minuten.
- Schloss Bruck in Lienz: Museum der Stadt über der Isel, mit Blick in die Lienzer Dolomiten.
- Römerstadt Aguntum in Dölsach: Ausgrabungen einer römischen Stadt mit Museum, wenige Kilometer vor Lienz.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Comfort Camping Falken in Lienz, stadtnah mit Strom, Sanitär und Entsorgung; alternativ Dolomiten Camping Amlacherhof in Tristach östlich der Stadt, ruhig am Hang mit Blick auf die Lienzer Dolomiten. Beide Plätze im Hochsommer rechtzeitig reservieren; Öffnungszeiten und Saison vorher prüfen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Osttirol gilt das Tiroler Campinggesetz: Campieren außerhalb zugelassener Plätze ist grundsätzlich nicht erlaubt, Parken im öffentlichen Raum zum Ruhen ist je nach Gemeinde unterschiedlich geregelt. Im Nationalpark Hohe Tauern gelten zusätzliche Beschränkungen. Auch im Raum Lienz sind Wanderparkplätze keine Camperplätze; bei Schildern mit Wohnmobilverbot gilt das wörtlich.
- Insider-Tipp für Camper
- Ab Lienz bieten sich zwei Abstecher an: das Virgental mit Wasserfällen und das Kalser Tal Richtung Lucknerhaus mit Großglockner-Blick (mautpflichtige Stichstraße, Tarif und Wohnmobilzugang vorher klären). Lienz selbst ist Ausgangspunkt für die Felbertauernstraße zurück nach Mittersill; der Tunnel ist mautpflichtig (Einzelfahrt für Fahrzeuge bis 3,5 t laut ACE Stand Januar 2026 13,50 €; aktuellen Tarif prüfen).
3Etappe 3: Lienz nach Millstätter See (Seeboden) (ca. 85 km)
- Die Strecke
- Auf der B100 durch das Drautal über Oberdrauburg, Greifenburg und Spittal an der Drau, dann nach Seeboden am Nordende des Millstätter Sees. Breite, ausgebaute Landstraße, nur wenige Engstellen in den Orten; die Landschaft wechselt von Lärchenhängen zu Obstgärten und Seenlandschaft. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit. Am Gailbergsattel (südlich von Oberdrauburg) lässt sich eine Alternative über das Gailtal fahren; die B111 ist aber enger und für lange Fahrzeuge zeitaufwendig.
- Highlights & Must-Sees
- Schloss Porcia in Spittal an der Drau: Renaissanceschloss mit Arkadenhof, im Sommer Schauplatz von Festspielen.
- Stift Millstatt oberhalb des Seeufers: Kreuzgang mit romanischen Skulpturen und Stiftskirche.
- Seepromenade Millstatt mit Blick über den See; Baden in Seeboden oder Döbriach.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Gold Camping Seeboden am See, mit Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung und eigenem Seezugang, oder Seecamping Mössler in Döbriach am Ostufer. Alle Plätze am Millstätter See sind im Juli und August stark ausgelastet; reservieren Sie früh. Zwischen September und Mai reduzieren viele Plätze Öffnungszeiten und Service.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Kärnten sind Campieren und das Abstellen von Wohnwagen in der freien Landschaft nach dem Kärntner Naturschutzgesetz verboten (Verwaltungsübertretung); zugelassen sind nur genehmigte Campingplätze. Tagsüber Parken ist erlaubt, Übernachten im Wohnmobil auf öffentlichen Parkplätzen und Seeparkplätzen regeln die Gemeinden und wird je nach Ort streng kontrolliert. Am Millstätter See stehen die Chancen auf eine Duldung gering; planen Sie feste Plätze.
- Insider-Tipp für Camper
- Planen Sie in Spittal einen Einkaufsstopp: Die Supermärkte am Stadtrand sind groß und haben Camperparkplätze, hier sind Lebensmittel günstiger als in den Seeorten. Der See ist im Sommer warm, aber tief; Tauchverbote und Badezonen auf Schildern beachten.
4Etappe 4: Millstätter See nach Millstätter See (Nockalmstraße, Rundfahrt) (ca. 130 km)
- Die Strecke
- Von Seeboden über Radenthein und Bad Kleinkirchheim nach Ebene Reichenau, dort Mautstelle der Nockalmstraße. 34 km mit 52 Kehren durch den Biosphärenpark Nockberge, höchster Punkt Eisentalhöhe gut 2.040 m, bis Innerkrems; weiter nach Kremsbrücke an der Katschbergstraße und über Gmünd zurück nach Seeboden. Straße gut ausgebaut, jedoch kehrenreich; Motorräder fahren im Sommer in Gruppen. Rund 3,5 Stunden reine Fahrzeit, ein Tagesausflug. Saison grob von Anfang Mai bis Ende Oktober, täglich nur tagsüber (nach Auto Revue 2024 etwa 8 bis 18 Uhr; Zeiten 2026 beim Betreiber prüfen); Schneefall im Oktober kann sie früh schließen. Der Rundkurs geht auch in der Gegenrichtung.
- Highlights & Must-Sees
- Eisentalhöhe mit weitem Blick über die runden Nockberge, an klaren Tagen bis zu den Hohen Tauern.
- Karlbad und Windebensee: kleine Wanderungen zu Almseen, dazu Almgasthöfe mit Kärntner Kasnudeln und Buttermilch.
- Thermen von Bad Kleinkirchheim (St. Kathrein und Römerbad) zum Auslaufen nach der Fahrt.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zweite Nacht auf demselben Platz am Millstätter See. Wer am Fuß der Nockberge übernachten will, findet bei Radenthein und Bad Kleinkirchheim Campingplätze mit unterschiedlicher Saison; Öffnungszeiten vorab erfragen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf der Nockalmstraße ist Übernachten nicht vorgesehen; die Parkplätze liegen im Biosphärenpark. Freistehen am Straßenrand oder an den Almen ist nach dem Kärntner Naturschutzgesetz verboten.
- Insider-Tipp für Camper
- Die Nockalmstraße ist zur Hochsaison überlaufen; kommen Sie frühmorgens oder am Spätnachmittag in der Nebensaison. Wohnmobile und Gespanne bis 3,5 t zahlen den Pkw-Tarif (Tageskarte laut ACE Stand Januar 2026 25 €; aktuellen Tarif beim Betreiber prüfen), schwerere Fahrzeuge einen höheren Satz. Die Straße ist zeitweise nach Unwettern oder Erdrutschen gesperrt (Zugang über Innerkrems oder Kremsbrücke je nach Lage). Vor dem Start nach aktuellen Sperren fragen; Tanken in Radenthein oder Gmünd, an der Straße selbst gibt es keine Tankstelle.
5Etappe 5: Millstätter See nach Velden am Wörthersee (über Ossiacher See und Gerlitzen) (ca. 85 km)
- Die Strecke
- Von Seeboden über Spittal nach Villach, dann am Nordufer des Ossiacher Sees über Annenheim und Ossiach. Von Annenheim führt die mautpflichtige Gerlitzen Alpenstraße ab Treffen hinauf zur Gerlitzen (Pkw laut Gemeinde Treffen zuletzt 10 €), bei starkem Schneefall kann sie gesperrt sein; Tarif für Wohnmobile und Zufahrt für längere Fahrzeuge vorab beim Betreiber klären. Alternativ fahren Seilbahnen. Anschließend über Villach und die B83 nach Velden am Wörthersee. Zwischen Ossiach und Velden etwa 35 km durch Hügelland. Insgesamt gut 2 Stunden Fahrzeit ohne Abstecher.
- Highlights & Must-Sees
- Gerlitzen: Aussichtsberg mit Blick auf Ossiacher See, Karawanken und Hohe Tauern, entweder über die Alpenstraße oder mit der Kanzelbahn ab Annenheim bzw. der Gipfelbahn ab Bodensdorf.
- Stift Ossiach am Seeufer, bekannt durch den Carinthischen Sommer; kurzer Rundgang am Ufer.
- Burgruine Landskron bei Villach mit Greifvogelschau und Blick über den Ossiacher See.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Am Ossiacher See liegen mehrere Seecampingplätze, darunter Terrassencamping Ossiacher See und Seecamping Hoffmann bei Steindorf. In Velden steht der Rast-Stellplatz Velden am Wörthersee für Wohnmobile zur Verfügung; Ausstattung, Aufenthaltsdauer und Saison vorher klären. Die Wörthersee-Campingplätze liegen vor allem am Süd- und Ostufer.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Am Ossiacher See und am Wörthersee ist Campieren außerhalb ausgewiesener Plätze untersagt, und die Seegemeinden kontrollieren in der Saison. Seeparkplätze sind oft gebührenpflichtig, zum Teil mit Nachtverbot. Wer nur zum Baden kommt, parkt am besten am Ortsrand.
- Insider-Tipp für Camper
- Am Ossiacher See und am Wörthersee gibt es Radwege rund um den See; Räder mitnehmen lohnt, weil die Seestraßen im Sommer zäh fließen. In Villach tanken und Wasser auffüllen, die Preise sind in den Seeorten deutlich höher.
6Etappe 6: Velden am Wörthersee nach Klagenfurt am Wörthersee (ca. 50 km)
- Die Strecke
- Am Südufer des Wörthersees über Maria Wörth nach Reifnitz und Klagenfurt, ein Abstecher führt zum Pyramidenkogel bei Keutschach. Enge Dorfdurchfahrten und viel Verkehr im Sommer; die Südufer-Straße ist stellenweise eng. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit ohne Stopps.
- Highlights & Must-Sees
- Halbinsel Maria Wörth mit den beiden Kirchen auf dem Felsen, vom Parkplatz aus zu Fuß erreichbar.
- Pyramidenkogel: der 100 m hohe Holz-Aussichtsturm bei Keutschach mit Blick über See und Karawanken.
- Klagenfurt: Lindwurmbrunnen, Neuer Platz und Landhaushof, dazu die Seepromenade und das Strandbad.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Klagenfurt am Wörthersee am Seeufer (Metnitzstrand) mit Strom, Sanitär und Entsorgung; Saison und Preise vorher prüfen. Bei Klagenfurt gibt es außerdem kleinere Plätze im Umland.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Stadtgebiet Klagenfurt und an den Seeorten ist Übernachten außerhalb von Plätzen nicht zulässig. Wohnmobile stehen tagsüber auf den Parkplätzen am See, abends sollten Sie auf den Campingplatz wechseln.
- Insider-Tipp für Camper
- Das Klagenfurter Zentrum meiden Sie mit dem Wohnmobil und nehmen Rad oder Bus ab Campingplatz. Parkhäuser haben Höhenbegrenzung. Am Wörthersee im Hochsommer lieber früh starten, ab Mittag stockt der Verkehr.
7Etappe 7: Klagenfurt nach Zell am See (ca. 190 km)
- Die Strecke
- Von Klagenfurt auf der A2 nach Villach, dann auf der A10 Tauern Autobahn über Spittal, Katschbergtunnel und Tauerntunnel nach Norden bis Flachau und Eben, danach nach Bischofshofen und über die B311 Pinzgauer Straße zurück nach Zell am See. Die A10 ist tunnelreich; Tauern- und Katschbergtunnel sind zusätzlich zur Vignette mautpflichtig (Sondermaut). Gut 2,5 bis 3 Stunden Fahrzeit; samstags und sonntags im Sommer Staugefahr vor den Tunnelportalen.
- Highlights & Must-Sees
- Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau: tiefe Schlucht mit Holzstegen, rund eine Stunde Rundgang.
- Kitzlochklamm bei Taxenbach: Klammweg zum Wasserfall, von Mai bis Oktober geöffnet (Zeiten vorab prüfen).
- Zell am See: Promenade am See, Schmittenhöhe-Seilbahn mit Panorama über den Zeller See.
- CampingSpirit Übernachtungstipp
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Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zurück in Zell am See im Seecamp Zell am See, dem Platz vom Start; alternativ das Sportcamp Woferlgut in Bruck. Bei kühler Witterung im Oktober oder später haben viele Plätze nur noch eingeschränkt offen; vor dem Ankommen anrufen.
Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Zell am See und im Pinzgau ist Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen laut Salzburger Recht und den Gemeinden nicht erlaubt; kurzes Parken zum Besuch von Sehenswürdigkeiten ist möglich. Planen Sie die letzte Nacht auf dem Campingplatz.
- Insider-Tipp für Camper
- Kaufen Sie die Vignette vor Fahrtantritt und prüfen Sie den Beginn der Gültigkeit. Wer die Tunnelmaut sparen will, kann alternativ über die Katschberghöhe (B99) und die Radstädter Tauern (B99) fahren, rechnet aber mit deutlich längerer Fahrzeit. Tanken in Bischofshofen.
Camping-Praxis & Länder-Knigge
Wildcamping & Freistehen
- In Österreich regeln die Länder das Campieren selbst: Salzburg, Tirol (Osttirol) und Kärnten verbieten das Campieren außerhalb zugelassener Plätze grundsätzlich; Ausnahmen sind eng begrenzt (etwa ein einmaliges Biwak im Gebirge). In Kärnten ist das im Naturschutzgesetz geregelt, in Tirol im Tiroler Campinggesetz. Das Parken eines Wohnmobils zum Ruhen ist je nach Gemeinde geregelt und wird in Tourismusorten wie Zell am See, am Millstätter See und am Wörthersee streng kontrolliert.
- Im Nationalpark Hohe Tauern (Salzburg, Kärnten, Tirol) und in den Biosphärenparks (Nockberge) sind Übernachten im Fahrzeug und Campen außerhalb der Plätze untersagt. Strafen können deutlich ausfallen; die Höhe hängt vom Land und vom Verstoß ab.
- Legale Optionen: Campingplätze, Wohnmobilstellplätze wie der Rast-Stellplatz in Velden, dazu Stellplätze bei Hofbetrieben und Gasthäusern. Nützliche Apps: park4night, Campercontact, dazu die Seiten der Tourismusverbände.
Entsorgung & Versorgung
- Ver- und Entsorgung steht auf den meisten Campingplätzen und auf Stellplätzen bereit; entlang der Hochalpenstraße selbst gibt es keine Entsorgung. Entleeren Sie Grau- und Schwarzwasser an Stationen, nicht in Gullys oder Bächen: Im Nationalpark drohen hohe Strafen.
- Leitungswasser ist in Österreich fast überall trinkbar; an Hütten und Almen ist nicht jede Quelle für Trinkwasser geeignet, auf Schilder achten.
- Gas: Deutsche Tauschflaschen werden in Österreich nicht getauscht; die Flaschen haben unterschiedliche Anschlüsse. Autogas (LPG) gibt es an vielen Tankstellen, ein Adapter ist nötig. Mit zwei vollen Flaschen anreisen und Tankflaschen vorab prüfen.
Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln
- Vignettenpflicht auf Autobahnen und Schnellstraßen für Fahrzeuge bis 3,5 t: 10-Tages-, 2-Monats- und Jahresvignette, als Digitalvignette oder Klebevignette. Die Digitalvignette beim Kauf auf den Gültigkeitsbeginn prüfen. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen die fahrleistungsabhängige GO-Maut (GO-Box). 2026 kostet die 10-Tages-Vignette für Pkw 12,80 €, die 2-Monats-Vignette 32 € und die Jahresvignette 106,80 €. Die Großglockner Hochalpenstraße, die Nockalmstraße, die Felbertauernstraße und die Tunnel der A10 (Tauern- und Katschbergtunnel) haben eine eigene Streckenmaut zusätzlich.
- Tempolimits: Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t im Ortsgebiet 50, außerorts 100, auf der Autobahn 130 km/h; über 3,5 t außerorts 70 und auf der Autobahn 80 km/h. Gespanne (Pkw mit Wohnwagen) fahren auf der Autobahn höchstens 100 km/h und außerorts nach Gewicht und Beschilderung langsamer; die Limits vorab prüfen. Auf A10 und A2 gelten abschnittsweise zusätzliche Beschränkungen (IG-L, Baustellen); Beschilderung beachten.
- Maße: Fahrzeughöhe bis 4,0 m, Breite 2,55 m, Länge Wohnmobil 12 m, Gespann 18,75 m. Für die Hochalpenstraße gelten Zufahrts- und Längenbestimmungen des Betreibers (grossglockner.at); die Kehren sind eng, Gegenverkehr ist üblich.
- Winterausrüstung ist vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen vorgeschrieben (Winterreifen, gegebenenfalls Ketten); auch im Herbst kann es auf den Pässen schneien, die Hochalpenstraße schließt dann ohne lange Vorwarnung.
- Alkohol: 0,5 Promille, Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. Hunde in Nationalpark und Biosphärenpark an der Leine führen; Regeln der Mautstraßen beim Betreiber prüfen.
CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste
- Schneeketten und Winterreifen für den Herbst: Auf dem Hochtor kann es im Oktober schneien, und die Straße schließt dann.
- Warme Schichten, Mütze und Handschuhe: Auf der Franz-Josefs-Höhe sind es oft nur wenige Grad, auch im Sommer.
- Infrarot-Thermometer für Felgen und Bremsen nach den langen Abfahrten vom Hochtor und von der Nockalmstraße.
- Fernglas für Murmeltiere, Steinböcke und Gämsen an Fuscher Törl und Franz-Josefs-Höhe.
- Münzgeld und Karte für die Mautstellen der Hochalpenstraße, Nockalmstraße und Tunnel; Tickets und Vignette vorab online ausdrucken oder speichern.
Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.