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Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee

Von Interlaken über Lauterbrunnen, Grindelwald und den Lötschberg-Autoverlad ins Rhonetal, zum Aletschgletscher und nach Täsch unter dem Matterhorn, dann talaus bis Villeneuve am Genfersee: rund 500 Kilometer zwischen Wasserfällen, Walliser Weinterrassen und Viertausendern.

Entfernung
356 km (221 mi)
Fahrzeit
4 h 55 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Schweiz
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 356 km (221 mi) mit 14 Stopps, von Interlaken nach Villeneuve. Insgesamt etwa 4 h 55 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Schweiz · Weitere Roadtrips ab Interlaken

Reiseführer · CampingSpirit

Von Interlaken über Lauterbrunnen, Grindelwald und den Lötschberg-Autoverlad ins Rhonetal, zum Aletschgletscher und nach Täsch unter dem Matterhorn, dann talaus bis Villeneuve am Genfersee: rund 500 Kilometer zwischen Wasserfällen, Walliser Weinterrassen und Viertausendern.

Der Spirit der Route

Das Berner Oberland beginnt mit Wasser: dem türkisen Brienzersee, dem Staubbach, der in Lauterbrunnen knapp 300 Meter frei in die Tiefe fällt, und dem Läuten der Kuhglocken über Grindelwald, wo die Eiger-Nordwand zum Frühstück im Fenster steht. Mit dem Lötschberg-Autoverlad wechseln Sie in 15 Minuten die Welt: Im Wallis wird es trockener, die Hänge tragen Reben und Trockenmauern, und im Rhonetal riecht der Abendwind nach Aprikosen und warmem Fels. Oben am Aletsch fließt der längste Eisstrom der Alpen durch uralte Arvenwälder, und in Täsch wartet am Ende der Straße der Zug nach Zermatt, mit dem Matterhorn als Kulisse. Diese Route belohnt frühe Aufbrüche, gebuchte Campingplätze und die Bereitschaft, Bergbahnen statt Passstraßen zu nehmen – der Camper bleibt unten, die Aussicht kommt trotzdem.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Interlaken nach Lauterbrunnen (über Brienz und Giessbach) (ca. 50 km)

Die Strecke
Von Interlaken auf der Nordseite des Brienzersees über die Hauptstraße nach Brienz, breit und gut ausgebaut, nur in den Ortsdurchfahrten zäh. Zurück nach Interlaken und über Wilderswil ins Lauterbrunnental: Die Talstraße ist schmal, aber durchgehend zweispurig, mit Parkbuchten und starkem Bus- und Radverkehr. Reine Fahrzeit rund 1,5 Stunden, mit Stopps ein halber Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Giessbachfälle am Brienzersee: Stufenwasserfall mit historischer Standseilbahn, Wanderweg hinter den Fällen entlang.
  • Brienz mit der Dampf-Zahnradbahn auf das Rothorn und dem Holzschnitzer-Handwerk im Ortskern.
  • Staubbachfall im Zentrum von Lauterbrunnen und die Trümmelbach-Fälle mit ihren Wasserkaskaden im Fels (laut Interlaken Tourismus von Anfang April bis Anfang November zugänglich).
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Lauterbrunnen liegen mit Camping Jungfrau (im Talboden, mit Wiesenplätzen und Blick auf Staubbachfall und Jungfrau) und Camping Schützenbach zwei klassische Plätze, im Talschluss bei Stechelberg ergänzt durch Camping Breithorn. Strom, Sanitär und Entsorgung sind üblich; Saison und Reservierung für Juli und August frühzeitig klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Berner Oberland ist Campieren außerhalb von Campingplätzen vielerorts untersagt, die Gemeinden entscheiden. Für Lauterbrunnen nennt der Beobachter Bußen bis 200 Franken. Die Schweizer Praxis unterscheidet zwischen Parken und Campieren: Eine einzelne Übernachtung im Fahrzeug auf einem erlaubten Parkplatz wird teils geduldet, ohne Stühle, Tisch oder Markise. Im Lauterbrunnental mit seinen Schutzzonen und stark frequentierten Parkplätzen gibt es dafür kaum Spielraum.

Insider-Tipp für Camper
Bei Interlaken nahe der Ausfahrt Interlaken Ost tanken und Wasser füllen; im Lauterbrunnental sind Tankstellen und Läden rar. Die Parkplätze im Ort sind eng, Wohnmobile stellen Sie besser am Campingplatz ab. Für Wengen und Mürren gibt es keine Straße, Sie nehmen Zug und Bergbahn.

2Etappe 2: Lauterbrunnen nach Grindelwald (ca. 30 km)

Die Strecke
Zunächst Stechelberg im Talschluss mit der Schilthornbahn, dann zurück bis Zweilütschinen und auf der Straße ins Lütschinental nach Grindelwald. Die Straße ist ordentlich ausgebaut, am Ortseingang von Grindelwald aber oft von Bussen und Reisegruppen belegt. Etwa 45 Minuten reine Fahrzeit; die Weiterfahrt über die Große Scheidegg nach Meiringen ist zwischen Schwarzwaldalp und Grindelwald für Privatfahrzeuge gesperrt (Postauto und Land- und Forstwirtschaft ausgenommen).
Highlights & Must-Sees
  • Stechelberg: Talstation der Schilthornbahn über Gimmelwald und Mürren (Piz Gloria, Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau).
  • First: Gondel von Grindelwald hinauf, danach Wanderung zum Bachalpsee mit Spiegelung der Berner Gipfel.
  • Eiger-Nordwand und Unterer Grindelwaldgletscher vom Wanderweg bei der Pfingstegg aus.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Grindelwald hat mehrere Campingplätze am Ortsrand mit Blick auf die Eiger-Nordwand: Camping Eigernordwand, Camping Sand, Camping Holdrio und Camping Gletscherdorf talabwärts Richtung Gletscher. Strom, Sanitär und Ver- und Entsorgung sind meist vorhanden; für die Saison reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Grindelwald verzichtet auf ausgewiesene Freistehplätze, die großen Parkplätze an der Bergbahn sind zum Tagesparken gedacht. Übernachten im Fahrzeug außerhalb von Campingplätzen ist nicht vorgesehen und kann zu Bußen führen; Regeln vorab bei Gemeinde oder Tourismusbüro klären.

Insider-Tipp für Camper
Für die Anfahrt zur Jungfraujoch-Bahn empfiehlt sich der Grindelwald Terminal mit Parkhaus und Gondelverbindung; das Parkhaus ist laut Jungfraubahnen rund um die Uhr geöffnet. Zufahrtshöhe, Wohnmobil-Eignung und Übernachtungsregeln vorab beim Betreiber erfragen, die Betreiberseite nennt dazu nichts. Gäste von Campingplätzen erhalten oft eine Gästekarte, die Bus- und Bahnermäßigungen im Tal bringt – danach fragen.

3Etappe 3: Grindelwald nach Kandersteg (ca. 65 km)

Die Strecke
Talwärts nach Interlaken und am Thunersee entlang über Spiez ins Kandertal, vorbei an Frutigen bis Kandersteg. Überwiegend gut ausgebaute Hauptstraßen, aber viele Ortsdurchfahrten und im Sommer zäher Verkehr. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit; der Blick auf Niesen und Blümlisalp begleitet den Abschnitt.
Highlights & Must-Sees
  • Schloss Spiez über der Bucht am Thunersee, mit Rebterrassen an der Südflanke.
  • Blausee bei Kandergrund: klarer Bergsee im Fichtenwald, Eintritt am Parkplatz.
  • Oeschinensee: Gondelbahn ab Kandersteg, dann kurzer Fußweg zum See unter der Blümlisalp.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Rendez-vous in Kandersteg, in Kandersteg, mit Strom und Sanitär. Als Stellplatz-Alternative führt die OSM-Datenbank den Stellplatz Lämmlis; Ausstattung, Status und Öffnungszeiten ließen sich nicht bestätigen und sind vorab zu klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Kandersteg liegt in einer streng geschützten Tallandschaft, Campieren außerhalb der Plätze ist nach unserer Kenntnis nicht vorgesehen; die Gemeinde entscheidet. Die Parkplätze an den Bergbahnen sind für Tagesgäste gedacht; wer nachts bleibt, riskiert Bußgelder. In Spiez und Thun gibt es einzelne Wohnmobilstellplätze am See – Stand in Campercontact oder park4night vorab prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Fahren Sie vor dem Autoverlad nach Kandersteg und kaufen dort Vorräte – im Wallis hinter dem Tunnel ist das Angebot erst im Rhonetal wieder breit. Der Stellplatz Gwatt am Thunersee und die TCS-Plätze am See eignen sich als Entsorgungs- und Wasserstopp.

4Etappe 4: Kandersteg nach Leukerbad (mit Lötschberg-Autoverlad) (ca. 55 km)

Die Strecke
In Kandersteg auf die Autoverlad-Rampe der BLS, rund 15 Minuten im Zug durch den Lötschbergtunnel bis Goppenstein. Dann auf der Talstraße hinab nach Gampel, im Rhonetal nach Leuk und hinauf nach Leukerbad (rund 1.400 m, gute, kurvige Zufahrt mit Tunneln). Gesamtfahrzeit mit Verlad rund 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Autoverlad Lötschberg: Fahrzeuge fahren auf den Zug, Fahrgäste bleiben im Fahrzeug; der Verlad Kandersteg–Goppenstein fährt in der Regel ganzjährig.
  • Leukerbad: Thermalbäder, Gemmi-Bahn auf den Gemmipass mit Blick auf die Walliser Viertausender.
  • Gemmipass-Weg: historische Wanderroute vom Pass nach Kandersteg über Daubensee und Sunnbüel.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Sportarena Leukerbad am Ortsrand, mit Sanitär, Strom und Anschluss an Bäder und Bergbahnen; weitere Plätze im Rhonetal bei Leuk, etwa Camping Bella-Tola in Susten und Camping Gemmi in Agarn (Öffnungszeiten vorab prüfen).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Wallis regeln die Gemeinden das Campieren außerhalb von Campingplätzen; vielerorts ist es untersagt. In Leukerbad sind die Parkplätze an den Bergbahnen zum Parken gedacht, Übernachten im Fahrzeug sollten Sie vorab bei der Gemeinde klären.

Insider-Tipp für Camper
BLS-Autoverlad Kandersteg–Goppenstein: keine Reservierung, das Ticket gilt für keinen bestimmten Zug und wird an den besetzten Verladestationen gekauft (laut BLS derzeit nicht online). Wohnmobile bis 5 t fahren mit den normalen Zügen, Breite max. 2,5 m inklusive Spiegel; die zulässige Höhe hängt von der Breite ab (BLS-Tabelle, Dachlasten mitrechnen). Wohnmobile über 5 t und bis 12 m Länge nur mit den Großraumzügen, etwa stündlich. Preis laut BLS derzeit 28 Franken (Mo–Do) bzw. 31 Franken (Fr–So und Feiertage) pro Auto oder Wohnmobil, Anhänger 25 Franken; Tarife vor der Fahrt auf bls.ch prüfen. Zu Gasanlagen vorab die Verladehinweise der BLS lesen, wir konnten keine Vorgabe bestätigen.

5Etappe 5: Leukerbad nach Fiesch (Aletsch Arena) (ca. 70 km)

Die Strecke
Zurück nach Leuk und auf der Kantonsstraße durchs Rhonetal über Visp und Brig, dann das Goms hinauf bis Fiesch. Breite, gut ausgebaute Talstraße mit Kreiseln und Ortsdurchfahrten, im Goms allmählich ruhiger. Gut 1,5 Stunden Fahrzeit; der Anstieg bis Fiesch ist gemäßigt.
Highlights & Must-Sees
  • Fiesch: Gondelbahn auf die Fiescheralp und weiter zum Eggishorn, dem Aussichtspunkt über dem Aletschgletscher.
  • Aletschgletscher und Aletschwald: Wanderweg von Riederalp durch uralte Arven mit Blick auf das Eis.
  • Stockalperpalast in Brig, größter Privatpalast der Schweiz, auf dem Weg ins Goms.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Eggishorn in Fiesch liegt am Fuß der Gondelbahn, mit Strom und Sanitär. Als Alternative im Tal Camping Tunetsch laut OSM-Daten nahe Mörel (Öffnungszeiten und Status vorab klären) und Camping Brigerbad bei den Thermalbädern.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Aletsch-Gebiet ist Campieren geschützt: Das Gebiet Jungfrau-Aletsch ist UNESCO-Welterbe, Campieren und Biwakieren sind dort nur eingeschränkt möglich; vor Ort die Regeln des Gebiets und der Gemeinden klären. Die Parkplätze an den Bergbahnen sind zum Tagesparken gedacht; nachts ist Übernachten im Fahrzeug nicht vorgesehen.

Insider-Tipp für Camper
Auf der Riederalp und der Bettmeralp fahren keine Autos; starten Sie in Mörel mit der Luftseilbahn zur Riederalp, wenn Sie lieber die Wanderung Riederalp–Aletschwald planen. Brig ist ein günstiger Ort zum Tanken und Einkaufen vor dem Goms.

6Etappe 6: Fiesch nach Täsch (Matterhorn Terminal) (ca. 70 km)

Die Strecke
Zurück durchs Goms nach Brig, über Visp ins Mattertal und auf der Talstraße über Stalden und Randa bis Täsch am Ende der öffentlichen Straße. Bis Randa teils eng, mit Galerien und Tunneln; zwischen Visp und Täsch rechnen Sie mit Steinschlag- und Lawinenschutzbauten und mit zeitweisen Sperrungen nach Unwettern. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Zermatt: Zahnradbahn vom Terminal Täsch in rund 12 Minuten, autofreier Ortskern mit Blick auf das Matterhorn.
  • Gornergrat-Bahn: Panoramafahrt auf rund 3.100 m mit Blick auf Monte Rosa, Gornergletscher und Matterhorn.
  • Charles-Kuonen-Hängebrücke bei Randa, eine der längsten Fußgängerhängebrücken der Alpen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Täsch liegen Camping Alphubel und Camping Attermenzen, beide mit Strom und Sanitär und kurzem Weg zum Bahnhof. Bei Randa führt die OSM-Datenbank den Stellplatz Wildi (Status nicht bestätigt). Das Parkhaus Matterhorn Terminal ist laut zermatt.swiss rund um die Uhr geöffnet; Wohnmobil-Eignung, Höhe und Übernachten im Fahrzeug nennt die Betreiberseite nicht und sind vorab bei Terminal oder Zermatt Tourismus zu klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Täsch und im Mattertal sollten Sie nicht von einem Freistehen außerhalb der Plätze ausgehen; die Gemeinden entscheiden. Zermatt selbst erlaubt keine Privatautos; Wohnmobile müssen im Terminal oder am Campingplatz bleiben.

Insider-Tipp für Camper
Fahren Sie nicht mit dem Camper weiter nach Zermatt: Ab Täsch ist die Straße für Privatfahrzeuge gesperrt. Das Terminal in Täsch ist gebührenpflichtig; Preise und Zugangsregeln für Wohnmobile vorab beim Betreiber klären. Bei Wetterwechsel kann die Zufahrt wegen Steinschlag gesperrt sein – Straßenzustand vor der Anreise prüfen.

7Etappe 7: Täsch nach Sion (ca. 75 km)

Die Strecke
Talwärts nach Visp und im Rhonetal über Leuk, Pfynwald und Sierre nach Sion. Überwiegend Kantonsstraße und zeitweise Autobahn A9, flach und schnell; die Reben stehen links und rechts auf Terrassen. Rund 1 Stunde 15 Minuten Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Pfyn-Finges: Naturpark im trockenen Rhonetal mit Föhrenwald, Trockenrasen und seltenen Insekten.
  • Valère und Tourbillon: Basilika mit der ältesten spielbaren Orgel der Welt und Burgruine über Sion.
  • Lac Souterrain bei St-Léonard: Europas größter unterirdischer See, per Boot erreichbar.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: TCS Camping Sion und Camping Sedunum liegen im Talboden bei Sion, mit Strom und Sanitär. Zum Lac Souterrain führt die OSM-Datenbank den Stellplatz Lac Souterrain; Ausstattung, Status und Öffnungszeiten ließen sich nicht bestätigen und sind vorab zu klären.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Wallis regeln die Gemeinden das Campieren; Freistehen sollten Sie nicht einplanen, auch Übernachten auf Parkplätzen vorab klären. Im Naturpark Pfyn-Finges gelten Schutzzonen, Campieren und Biwakieren dort nur nach den Regeln des Parks.

Insider-Tipp für Camper
Die Walliser Weinbauern verkaufen direkt ab Hof; ein kurzer Umweg lohnt sich, vor allem im September zur Lese. In Sion finden Sie große Supermärkte am Stadtrand, die Altstadt hat enge Gassen und kaum Platz für Wohnmobile.

8Etappe 8: Sion nach Villeneuve (Genfersee) (ca. 90 km)

Die Strecke
Von Sion ins Rhonetal bis Martigny, dann über Saint-Maurice und Aigle nach Villeneuve am Ostende des Genfersees. Ein kurzer Abstecher führt an Vevey, Lavaux und Montreux vorbei. Breite Straßen, am Seeufer stockender Verkehr. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit, mit Stopps ein ganzer Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Cascade de Pissevache bei Vernayaz: Wasserfall direkt an der Straße, mit Zugang zu den Gorges du Trient.
  • Schloss Chillon bei Veytaux: Wasserburg am Seeufer, eine der meistbesuchten Burgen der Schweiz.
  • Lavaux: UNESCO-Weinbauterrassen zwischen Vevey und Lausanne, schöne Aussichtspunkte an der Küstenstraße.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camping Les Grangettes in Noville am Rand des Rhonedeltas und Camping Les Horizons Bleus in Villeneuve; weiter westlich liegt Camping de la Pichette bei Vevey. Zusätzlich führt die OSM-Datenbank den Stellplatz Villeneuve; Status und Ausstattung ließen sich nicht bestätigen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In den Kantonen Waadt und Wallis regeln die Gemeinden das Campieren außerhalb von Plätzen; Freistehen sollten Sie nicht einplanen. Seeparkplätze sind vielerorts gebührenpflichtig; Übernachten im Fahrzeug vorab bei der Gemeinde klären.

Insider-Tipp für Camper
Die Corniche in Lavaux ist schmal, wir konnten keine Limits bestätigen; für große Wohnmobile ist die Autobahn A9 oder die Hauptstraße am See die sichere Wahl. Parkplätze am Schloss Chillon sind knapp, früh anreisen. Die Montreux-Promenade eignet sich am besten per Zug.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Die Schweiz kennt keine einheitliche Regel: Wildcampen ist Kantonssache und wird in den Gemeinden unterschiedlich gehandhabt. Üblich ist die Unterscheidung zwischen Parken und Campieren – eine einzelne Übernachtung im Fahrzeug zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit wird häufig geduldet, Campingverhalten (Tisch, Stühle, Markise, Grill) nicht.
  • Im Berner Oberland und im Wallis liegen Schutzgebiete (Jungfrau-Aletsch, Pfyn-Finges, Schutzzonen am Genfersee), in denen Campieren und Biwakieren nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sind. Bußen hängen von Kanton und Gemeinde ab: Der Beobachter nennt für Lauterbrunnen bis 200 Franken, für die Stadt Bern bis 2.000 Franken. Für Wallis und Waadt konnten wir keine einheitlichen Beträge bestätigen.
  • Verlässliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten Campingplätze, Stellplätze der Gemeinden und Hofplätze. Nützliche Informationen: TCS-Campingführer, Camping.ch, park4night, Campercontact und die Stellplatzführer der Regionen.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung: Stationen finden Sie auf Campingplätzen und auf einzelnen Stellplätzen; viele Gemeinden stellen Entsorgungsstationen an Rastplätzen oder Campingplätzen bereit. Grauwasser und Kassetten nur dort leeren.
  • Trinkwasser ist in der Schweiz fast überall von sehr guter Qualität; Brunnen sind oft ausdrücklich als Trinkwasser gekennzeichnet („Trinkwasser“ oder „eau potable“).
  • Gas: Deutsche Tauschflaschen können in der Schweiz in der Regel nicht getauscht werden. Campingaz-Flaschen sind verbreitet; für andere Flaschen und Gastanks einen Adapter bereithalten und mit gefüllten Flaschen anreisen. Für Gasanlagen gilt in der Schweiz eine Gasprüfung im Dreijahresrhythmus (TCS).

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Vignette: Auf Autobahnen und Autostraßen ist für Fahrzeuge bis 3,5 t die Autobahnvignette Pflicht (40 Franken, gültig vom 1. Dezember des Vorjahres bis 31. Januar des Folgejahres, auch als E-Vignette an das Kennzeichen gebunden). Anhänger brauchen eine eigene Vignette. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen statt der Vignette die Schwerverkehrsabgabe (LSVA/PSVA); Modalitäten vorab beim Zoll (BAZG) prüfen. Ohne Vignette drohen 200 Franken Buße plus Nachkauf.
  • Maße (TCS): Anhänger max. 4,00 m hoch, 2,55 m breit und 12 m lang, Gespann max. 18,75 m. Für das Wohnmobil selbst nennt TCS keine Höhe, üblich ist 4,00 m. Auf einzelnen Bergstraßen gelten zusätzliche Beschränkungen für Gewicht und Länge.
  • Tempolimits (TCS): Wohnmobil bis 3,5 t Autobahn 120, Autostraße 100, außerorts 80, innerorts 50 km/h; über 3,5 t Autobahn 100. Pkw und Wohnmobil bis 3,5 t mit Anhänger dürfen seit 2021 auch auf Autobahn und Autostraße 100 fahren, wenn der Anhänger dafür zugelassen ist (Fahrzeugausweis), sonst 80. Abblendlicht oder Tagfahrlicht auch tagsüber.
  • Winter: Winterreifen sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, können aber bei winterlichen Verhältnissen zur Mithaftung führen; Schneeketten sind bei entsprechender Beschilderung Pflicht. Auf den Pässen kann es früh im Herbst schneien.
  • Alkoholgrenze 0,5 Promille (0,1 für Neulinge); Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. Umweltzonen wie in Deutschland gibt es nicht. Eine Warntafel ist in der Schweiz für Heckträger nicht vorgeschrieben (Überstand bis 20 cm je Seite, maximal 2 m Breite); in Nachbarländern gelten andere Regeln. Hunde brauchen Mikrochip und gültige Tollwutimpfung.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Warme Schichten, Mütze und Regenjacke: Am Jungfraujoch und am Gornergrat herrschen auch im Sommer Temperaturen um den Gefrierpunkt.
  • Gasadapter und volle Flaschen: Deutsche Tauschflaschen werden in der Schweiz nicht getauscht.
  • Wanderstöcke und eine Stirnlampe für lange Tagestouren, falls die letzte Bahn knapp wird.
  • Wanderschuhe mit Profil für Gletscherrandwege und Gemmipass: Die Pfade führen über Geröll, Treppen und Felsstufen.
  • Ausgedruckte Reservierungen für Campingplätze in der Hochsaison (Lauterbrunnen, Grindelwald, Täsch), denn Plätze sind im Juli und August schnell ausgebucht.
  • E-Vignette vorab online kaufen (an das Kennzeichen gebunden); Kennzeichen genau prüfen.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Interlaken

    Schweiz
    Start
  2. 2

    Brienz

    Schweiz
    19 km
  3. 3

    Lauterbrunnen

    Schweiz
    25 km
  4. 4

    Grindelwald

    Schweiz
    13 km
  5. 5

    Kandersteg

    Schweiz
    39 km
  6. 6

    Leukerbad

    Schweiz
    17 km
  7. 7

    Leuk

    Schweiz
    9 km
  8. 8

    Fiesch

    Schweiz
    49 km
  9. 9

    Täsch

    Schweiz
    58 km
  10. 10

    Zermatt

    Schweiz
    7 km
  11. 11

    Sitten

    Schweiz
    48 km
  12. 12

    Vevey

    Schweiz
    59 km
  13. 13

    Montreux

    Schweiz
    8 km
  14. 14

    Villeneuve

    Schweiz
    5 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai. Kalt und kurze Tage: Dezember–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Schweiz: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen statt der Vignette die Schwerverkehrsabgabe. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 356 km (221 mi) mit 14 Stopps, von Interlaken nach Villeneuve. Insgesamt etwa 4 h 55 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 4 h 55 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee»?

Sie beginnt in Interlaken und endet in Villeneuve.

Durch welche Länder führt «Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee»?

Schweiz.

Wo kann man entlang «Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 174 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: JungfrauCamp, Manor Farm und Camping au lac, Ringgenberg.

Wann ist die beste Reisezeit für Eiger, Aletsch und Matterhorn – mit dem Camper durchs Berner Oberland und Wallis zum Genfersee?

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)