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E35

Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard

Von Luzern über vier Hochalpenpässe der Schweizer Zentralalpen: rund 330 Kilometer durch Gadmertal, Goms und Val Bedretto, mit ehrlicher Auskunft darüber, welche berühmten Pässe ein Wohnmobil besser auslässt.

Entfernung
242 km (151 mi)
Fahrzeit
3 h 21 min
Empfohlene Tage
6
Stopps
12
Länder
Schweiz
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 6-tägige Rundreise über etwa 242 km (151 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Luzern. Insgesamt etwa 3 h 21 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Von Luzern über vier Hochalpenpässe der Schweizer Zentralalpen: rund 330 Kilometer durch Gadmertal, Goms und Val Bedretto, mit ehrlicher Auskunft darüber, welche berühmten Pässe ein Wohnmobil besser auslässt.

Der Spirit der Route

Die Pässe der Zentralalpen sind kein Gipfelsammeln, sondern ein Wechsel der Welten. Hinter Altdorf zieht die Straße ins Reusstal, dann klettert sie in Kehren zum Sustenpass, wo Granitplatten glänzen und der Steingletscher als blaues Eisband über dem Parkplatz hängt. Auf der Grimsel liegen die Stauseen wie Stahlplatten zwischen den Felsen, in Gletsch endet die Welt in der Zunge des Rhonegletschers. Der Nufenen führt über 2.478 Meter in eine andere Sprache: Unten im Goms läuten Kirchen in Walliser Dörfern aus dunklem Holz, nach dem Scheitel riecht es im Bedrettotal nach Lärchen und Stein, und Airolo spricht Italienisch. Aus der Schiebetür sehen Sie Murmeltiere, Gletscherbäche und Wolken, die sich in den Kehren verfangen. Dafür braucht es kühle Bremsen, einen frühen Start und die Bereitschaft, abends auf einem Campingplatz im Tal zu stehen, statt oben zu bleiben.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Luzern nach Altdorf (Urnersee) (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Luzern auf der A2 über Stans und durch den Seelisbergtunnel (gut 9 km) ins Reusstal nach Altdorf; wer die Aussicht vorzieht, fährt über Küssnacht und Brunnen die Axenstraße am Urnersee, die Tunnel und Galerien hat und bei Steinschlag zeitweise gesperrt wird – den Stand vorab prüfen. Breite Straßen, wenig Steigungen, gut eine Stunde Fahrzeit. Ein ruhiger Einstieg, bei dem sich Bremsen und Fahrer einstellen können.
Highlights & Must-Sees
  • Luzern: Kapellbrücke, Wasserturm und Altstadt – vom Stellplatz oder Campingplatz mit Bus oder Rad erreichbar, nicht mit dem Camper.
  • Altdorf: Telldenkmal auf dem Rathausplatz und die Tellspiele-Tradition; der Ort liegt am Fuß der Pässe und ist der logische Auftakt.
  • Flüelen am Urnersee: Hafen, Uferpromenade und der Blick auf die steilen Wände des Urnerbodens.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Remo Camping Moosbad am Ortsrand von Altdorf (auch Wohnmobilstellplätze) oder Camping Flüelen direkt am Urnersee mit Zugang zum Wasser und zu den Windsurfern. Vor Luzern bieten sich TCS Camping Luzern-Horw und Camping International Lido Luzern am See an, falls Sie dort einen Tag zugeben wollen. Öffnungszeiten und Ausstattung vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In der Schweiz ist die Rechtslage kantonal und gemeindeweise geregelt: Parken ist überall dort erlaubt, wo es nicht verboten ist, Campieren (Markise, Stühle, Tisch) dagegen nicht. Eine einzelne Nacht im Fahrzeug zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit wird vielerorts geduldet, an Seeufern, in Naturschutzgebieten und auf Pass-Parkplätzen aber häufig ausdrücklich untersagt. Im Kanton Uri gibt es laut TCS kein generelles Verbot, aber Schutzzonen und gemeindliche Verbote; Übernachten im Fahrzeug auf einem regulären Parkplatz ist dort grundsätzlich möglich, wo kein nächtliches Parkverbot signalisiert ist. Am Urnersee ist Freistehen trotzdem nicht ratsam.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Einfahrt in die Pässe tanken und Wasser füllen; die Tankstellen im Reusstal sind die letzte große Auswahl. Bis Altdorf ist alles autobahnnah, im Sommerhalbjahr ist der Gotthardkorridor freitags und samstags oft verstopft – Stau auf der A2 vermeiden Sie mit einem frühen Start.

2Etappe 2: Altdorf nach Meiringen (über den Sustenpass) (ca. 62 km)

Die Strecke
Von Altdorf auf der Reussstraße über Erstfeld und Amsteg nach Wassen, dann die Sustenpassstraße (rund 2.224 m) mit 12 % Maximalgefälle über Gadmen hinab nach Innertkirchen und Meiringen. Unterhalb des Scheitels führt ein rund 350 m langer Scheiteltunnel durch, die Straße hat schmale Abschnitte und Galerien. Reine Fahrzeit etwa zwei Stunden, mit Stopps ein halber Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Steingletscher an der Nordrampe: kurzer Spaziergang vom Parkplatz zum Gletschersee mit den Resten der Gletscherzunge.
  • Sustenpass-Scheitel mit Blick ins Gadmertal und auf die Tierberge, kühl und oft windig.
  • Meiringen: Reichenbachfall oberhalb des Orts und Aareschlucht östlich von Innertkirchen; die Meringue wurde hier erfunden.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Meiringen/Innertkirchen: Camping Aareschlucht in Willigen am Eingang der Schlucht, Hofstatt-Derfli mit Strom, Sanitär und Entsorgung oder Camping Grimselblick bei Innertkirchen. Im Gadmertal selbst liegt Camping Gadmen mit Strom und Sanitär. Saisonzeiten vorab prüfen, im Oktober schließen viele Plätze.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Stellplatz Truft bei Gadmen wird als Wohnmobilstellplatz geführt; Zustand und Regeln vor Ort prüfen. Auf der Passhöhe selbst und an den Parkbuchten am Steingletscher ist Übernachten nicht vorgesehen; private Flächen von Alpkorporationen und Kraftwerksgesellschaften sind oft gesperrt.

Insider-Tipp für Camper
Der Sustenpass gilt als der engste und unfallträchtigste der vier Pässe. Schreiben Sie sich die Breite und Länge Ihres Fahrzeugs auf und beachten Sie die Tafeln am Passfuß in Wassen und Innertkirchen; große Wohnmobile brauchen Ausweichstellen und Geduld bei Postautos. Gegenverkehr in den Kehren hinauffahren lassen, bergab im zweiten Gang. Beste Zeit: vor 10 Uhr.

3Etappe 3: Meiringen nach Ulrichen im Goms (über Grimselpass) (ca. 57 km)

Die Strecke
Von Meiringen auf der Grimselpassstraße über Innertkirchen und Guttannen zur Handegg, entlang von Räterichsboden- und Grimselsee zur Passhöhe (rund 2.165 m), dann in Kehren hinab nach Gletsch und weiter ins Goms nach Oberwald und Ulrichen. Die Straße ist breiter und besser ausgebaut als der Susten, aber mit vielen Galerien und Kehren (kurze Abschnitte mit rund 10 % Steigung); etwa 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Handegg: Gelmerbahn (Standseilbahn) und Wasserfall, Ausgangspunkt für Wanderungen zum Gelmersee.
  • Grimselpass-Scheitel: Grimsel Hospiz, Totesee und Blick zurück auf die Stauseen.
  • Gletsch: Rhonegletscher und Quelle der Rhone, zu Fuß vom Hotel Glacier du Rhône aus.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Nufenen in Ulrichen, ruhig am Fuß des Nufenenpasses; für Strom, Wasser und Entsorgung vorab die aktuelle Ausstattung erfragen. Alternativ das Stellplatzangebot im Goms, etwa der Wald-Stellplatz Rhodania im unteren Tal und der Stellplatz Alpenrösli bei Gletsch/Oberwald mit gut einem Dutzend Plätzen. Beide laut Betreiberangaben; Verfügbarkeit im Oktober offen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf der Grimsel ist Freistehen faktisch ausgeschlossen: Die Passhöhe liegt im Gebiet der Kraftwerke Oberhasli, Parkplätze sind teils bewirtschaftet, Übernachten wird nicht geduldet. Im Wallis braucht Camping außerhalb zugelassener Plätze laut TCS eine Baubewilligung; Aufsichtspersonen können Bußen aussprechen. Übernachten auf Passparkplätzen bitte nicht voraussetzen.

Insider-Tipp für Camper
Die Furka wäre die klassische Fortsetzung nach Andermatt; das TCS-Pässeportal rät dort von Wohnmobilen ab, und wir lassen sie bewusst aus. Wer sie dennoch fahren will, kann den Autoverlad Oberwald–Realp nutzen – Fahrzeugmaße und Fahrplan vorab prüfen. Tanken in Meiringen, nicht auf der Grimsel.

4Etappe 4: Ulrichen nach Airolo (über Nufenenpass) (ca. 38 km)

Die Strecke
Von Ulrichen führt die Nufenenpassstraße in weiten Kehren zum Scheitel auf 2.478 m, dem höchsten Straßenpass der Schweiz, der vollständig im Land liegt. Hinab ins Val Bedretto über All’Acqua und Bedretto bis Airolo. Gut ausgebaut, mäßig steil, oben oft windig und kalt, im Bedrettotal enger. Etwa 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Nufenenpass-Scheitel mit Blick auf das Blinnenhorn und den Griessee; kurze Wanderungen zu den Bergseen starten direkt am Parkplatz.
  • Val Bedretto: Lärchenwälder, Steinbrücken und der Weiler All’Acqua, Ausgangspunkt für Wanderungen zur Cristallina.
  • Airolo: Forte Airolo (Festungsmuseum) und das Dorf, in dem das Italienische beginnt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Airolo ist das Angebot dünn: In OSM-Daten ist der Seilbahn-Parkplatz Airolo (Pesciüm) als Stellplatz geführt; ob Übernachten erlaubt ist, bitte bei der Gemeinde Airolo klären. Etwas weiter talwärts liegt der Stellplatz Leventina bei Prato Leventina mit Entsorgung und Strom, rund 15 Minuten Fahrt. Beide vorab telefonisch prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Tessin ist Wildcampen laut TCS nicht erlaubt; Übernachten auf Rast- und Parkplätzen ebenfalls nicht. Rechnen Sie daher auch auf den Parkplätzen am Nufenen, im Bedrettotal und in Airolo nicht mit einer Duldung.

Insider-Tipp für Camper
Der Nufenen ist im Herbst der erste Pass, der bei Neuschnee schließt (meist Ende Oktober bis November); Schneekettenpflicht und Sperrungen vorab prüfen, im Zweifel weicht man über die Autobahn A2 durch den Gotthardtunnel aus. In Airolo gibt es mehrere Supermärkte und Tankstellen; vor dem Gotthard noch einmal Wasser füllen.

5Etappe 5: Airolo nach Andermatt (über den Gotthardpass) (ca. 29 km)

Die Strecke
Von Airolo auf der Gotthardpassstraße (rund 2.106 m) nach Hospental und Andermatt. Die gepflasterte Alte Gotthardstraße (Tremola) mit ihren 24 Kehren ist schmal und für Wohnmobile ungeeignet; die moderne Passstraße daneben ist deutlich breiter; laut TCS-Pässeportal gilt auf der Tremola eine Gewichtsgrenze von 3,5 t. Gut eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Gotthardpass-Scheitel: Nationales Gotthard-Museum im Hospiz und die Seen auf der Passhöhe, zu Fuß vom Parkplatz.
  • Tremola von oben: Aussichtspunkt auf die gepflasterte Alte Gotthardstraße, ein Fotostopp aus sicherer Entfernung.
  • Schöllenenschlucht bei Andermatt: Teufelsbrücke und Suworow-Denkmal, wenige Minuten vom Ortskern.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Gotthard Camping Andermatt am Ortsrand mit Stellplätzen (Wohnmobile bis etwa 12 m), Strom, Wasser und Entsorgung; Drittportale nennen ein Saisonende Anfang Oktober, daher Öffnungszeiten vorab beim Betreiber klären. Weitere Möglichkeiten: Stellplatz Zumdorf (kleiner Hofstellplatz) im Urserental und der Wohnmobilstellplatz an der Reuss bei Wassen, talwärts. Wer Zeit hat, bleibt zwei Nächte und fährt am freien Tag über den Oberalppass nach Sedrun zum Tomasee.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf dem Gotthardpass und im Urserental ist Übernachten auf Parkplätzen nicht vorgesehen; Beschilderung und Gemeindeverbote vor Ort beachten. Camp & Rail Göschenen ist ein ausgewiesener kleiner Stellplatz.

Insider-Tipp für Camper
Der Gotthardtunnel (A2) ist gebührenfrei, aber im Sommer oft überlastet – die Passstraße ist dann die entspannte Alternative. Im Urserental ist Andermatt der letzte Ort mit Einkaufsmöglichkeiten bis zum Reusstal. Die Oberalp-Querung nach Sedrun ist kurvig und eng; Sperrungen und Zustand vorab im TCS-Pässeportal prüfen.

6Etappe 6: Andermatt nach Luzern (ca. 90 km)

Die Strecke
Durch die Schöllenenschlucht nach Göschenen, dann entweder auf der Alten Straße über Wassen oder auf der A2 durch das Reusstal nach Altdorf, weiter durch den Seelisbergtunnel und über Stans nach Luzern. Breite, schnelle Straßen; etwa zwei Stunden, am Wochenende mit Stau am Gotthard-Nordportal.
Highlights & Must-Sees
  • Wassen: die Kirche, an der die Gotthardbahn in Kehrtunneln dreimal vorbeikommt.
  • Altdorf und Flüelen: letzter Blick auf den Urnersee.
  • Luzern: Kapellbrücke, Löwendenkmal und das Verkehrshaus der Schweiz.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Luzern TCS Camping Luzern-Horw am See oder Camping International Lido Luzern; beide mit Strom und Sanitär, im Sommer früh buchen. Saisonende im Herbst vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Luzern und am Vierwaldstättersee wird Freistehen nicht geduldet; die Stadt hat keine Freifläche für Wohnmobile. Nutzen Sie die Campingplätze und fahren Sie mit dem Bus in die Stadt.

Insider-Tipp für Camper
Die Luzerner Innenstadt hat Zeit- und Gewichtsbeschränkungen sowie Höhenbegrenzungen in Parkhäusern; Camper am Campingplatz lassen. Autobahnraststätten sind meist teurer als Tankstellen in den Orten.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Die Schweiz kennt kein bundesweites Wildcampingverbot, die Regeln machen Kantone und Gemeinden. Campingverhalten mit Tisch, Stühlen und Markise ist nicht erlaubt; ob Schlafen im Fahrzeug auf einem Parkplatz erlaubt ist, hängt von Gemeinde und Grundeigentümer ab und ist nicht einheitlich geregelt. In Naturschutzgebieten, Wildruhezonen, eidgenössischen Jagdbanngebieten und im Nationalpark ist Wildcampen ausnahmslos untersagt. Fragen Sie im Zweifel Gemeinde oder Polizei.
  • Im Tessin ist Wildcampen nicht erlaubt, im Wallis braucht es außerhalb zugelassener Plätze eine Baubewilligung, im Kanton Bern ist es grundsätzlich nicht erlaubt; in Uri gibt es kein generelles Verbot, aber lokale Verbote. Der Schweizerische Nationalpark im Engadin verbietet Camping komplett, liegt aber nicht auf dieser Route.
  • Legal übernachten Sie auf Campingplätzen (Verzeichnis: camping.ch, TCS-Campingführer), auf kommunalen Stellplätzen und auf Hofstellplätzen. Nützliche Apps: park4night, Campercontact und die Seite wohnmobilland-schweiz.ch.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung gibt es auf größeren Campingplätzen (Schweizer Entleerstationen bei Camping-Rezeptionen, teils gebührenpflichtig) und an einzelnen Stellplätzen; Abwasser nur dort leeren.
  • Leitungswasser ist in der Schweiz fast überall trinkbar; Brunnen mit der Aufschrift „Kein Trinkwasser“ meiden.
  • Gas: Ausländische Tauschflaschen lassen sich in der Schweiz in der Regel nicht tauschen; Campingaz-Flaschen gibt es im Fachhandel und an manchen Tankstellen. Das Angebot an LPG-Tankstellen ist begrenzt, ein Adapter und volle Flaschen bei der Einreise sind sicherer.
  • Chemietoilette: Kassetten nur an ausgewiesenen Entleerstellen leeren, nie in Schächte oder Bäche.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Autobahnvignette für Fahrzeuge bis 3,5 t: 40 CHF, gültig vom 1. Dezember des Vorjahres bis 31. Januar des Folgejahres (14 Monate), als E-Vignette (an das Kennzeichen gebunden) oder Klebe-Vignette (an der Windschutzscheibe); Anhänger und Wohnwagen brauchen eine eigene Vignette. Ohne Vignette droht eine Busse von 200 CHF plus Nachkauf. Für Wohnmobile und Wohnanhänger mit mehr als 3,5 t Gesamtgewicht gilt statt der Vignette die pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA), die sich nach Gesamtgewicht und Dauer (1 bis 30 Tage, 1 bis 11 Monate oder 1 Jahr) richtet und über die Via-App bezahlt wird; Beträge beim BAZG prüfen.
  • Maße (Höchstwerte inklusive Ladung, laut TCS): 4,00 m Höhe, 2,55 m Breite, 12 m Länge je Fahrzeug bzw. Anhänger, Gespann bis 18,75 m. Auf einzelnen Pässen engt die Beschilderung Breite, Länge oder Gewicht weiter ein; die Tafeln am Passfuß gehen vor.
  • Tempolimits für Wohnmobile bis 3,5 t: Autobahn 120 km/h, Autostraße 100 km/h, außerorts 80 km/h, innerorts 50 km/h; über 3,5 t 100 km/h auf Autobahn und Autostraße, sonst 80 km/h außerorts. Gespanne fahren 80 km/h; 100 km/h gelten nur für leichte Personen- oder Lieferwagen mit Anhänger bis 3,5 t, wenn die Typengenehmigung des Anhängers das zulässt.
  • Nicht geeignet für Wohnmobile: Furka (TCS-Pässeportal rät ab), Klausenpass (Portal rät ab; Breitenlimit 2,30 m ohne Sonderbewilligung, Anhänger beschränkt), Pragelpass (höchstens 3,5 t, Anhängerverbot, am Wochenende Fahrverbot für Motorfahrzeuge auf einem Abschnitt hinter dem Scheitel), Albula und Forcola di Livigno (Portal rät ab), Große Scheidegg (Fahrverbot für Motorfahrzeuge) sowie die gepflasterte Tremola am Gotthard (3,5 t).
  • Die Pässe der Route sind mautfrei und nur im Sommerhalbjahr offen; Sperrungen wegen Schnee beginnen meist Ende Oktober bis November. Das TCS-Pässeportal meldete am 8. Oktober 2026 unter anderem Gotthard und Grimsel als offen; Susten und Nufenen vor der Fahrt gesondert prüfen. Winterausrüstung ist nicht vorgeschrieben, aber bei Schneefall nötig; Schneeketten bereithalten. Tagfahrlicht oder Abblendlicht ist Pflicht, Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage verboten, Alkoholgrenze 0,5 ‰.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Schneeketten passend zu den Reifen – am Nufenen und auf dem Susten kann es ab Ende September schneien.
  • Bremsflüssigkeit und Beläge vor der Reise prüfen lassen, dazu ein Infrarot-Thermometer für die Felgen nach langen Abfahrten.
  • Warme Schichten, Regenjacke und Mütze: Auf 2.400 m liegen die Temperaturen auch im September oft nahe null.
  • Auffahrkeile und eine lange Wasserwaage – Hof- und Passstellplätze sind meist geneigt.
  • Gasadapter für LPG-Tankstellen und Campingaz-Anschluss, falls sich Ihre Flaschen nicht tauschen lassen.
  • Offline-Karten und TCS-Pässe-App; im Gadmer- und Bedrettotal bricht der Empfang ab.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Luzern

    Schweiz
    Start
  2. 2

    Altdorf

    Schweiz
    40 km
  3. 3

    Sustenpass

    Schweiz
    28 km
  4. 4

    Meiringen

    Schweiz
    25 km
  5. 5

    Grimselpass

    Schweiz
    26 km
  6. 6

    Gletsch

    Schweiz
    3 km
  7. 7

    Ulrichen

    Schweiz
    10 km
  8. 8

    Nufenenpass

    Schweiz
    8 km
  9. 9

    Airolo

    Schweiz
    22 km
  10. 10

    Gotthardpass

    Schweiz
    6 km
  11. 11

    Andermatt

    Schweiz
    11 km
  12. 12

    Luzern

    Schweiz
    64 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Die Bergpässe auf dieser Route sind meist Juni–Oktober geöffnet. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Schweiz: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t zahlen statt der Vignette die Schwerverkehrsabgabe. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
  • Furkapass (2.429 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Der Autoverlad Furka (Oberwald–Realp) verkehrt ganzjährig.
  • Grimselpass (2.164 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Umfahren Sie ihn über den Brünig und den Autoverlad Furka.
  • Sustenpass (2.224 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Umfahren Sie ihn über Luzern und den Gotthard-Straßentunnel.
  • Gotthardpass (Tremola) (2.106 m). Meist von Juni–Oktober offen; außerhalb dieser Zeit kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein. Alternative: Der Gotthard-Straßentunnel ist ganzjährig geöffnet.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard»?

6-tägige Rundreise über etwa 242 km (151 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Luzern. Insgesamt etwa 3 h 21 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard»?

Wir empfehlen 6 Tage: etwa 3 h 21 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Luzern.

Durch welche Länder führt «Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard»?

Schweiz.

Wo kann man entlang «Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 97 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Camping Buochs-Vierwaldstättersee, Camping Seefeld und Camping Bucheli.

Wann ist die beste Reisezeit für Gletscherwasser, Granit und Gegenverkehr – mit dem Camper über Susten, Grimsel, Nufenen und Gotthard?

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)