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Ma-10

Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc

Von der Fähre in Palma über Valldemossa, Sóller und Sa Calobra, Formentor, Alcúdia und Artà bis zur Cala Mondragó und den Salinen von Es Trenc: rund 500 Kilometer auf einer Insel, die Camper eher duldet als einlädt – lohnend mit kleinem Van, mühsam mit großem Wohnmobil.

Entfernung
329 km (204 mi)
Fahrzeit
4 h 32 min
Empfohlene Tage
7
Stopps
14
Länder
Spanien
Aktualisiert
10. Oktober 2026

Auf einen Blick: 7-tägige Rundreise über etwa 329 km (204 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Palma. Insgesamt etwa 4 h 32 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Von der Fähre in Palma über Valldemossa, Sóller und Sa Calobra, Formentor, Alcúdia und Artà bis zur Cala Mondragó und den Salinen von Es Trenc: rund 500 Kilometer auf einer Insel, die Camper eher duldet als einlädt – lohnend mit kleinem Van, mühsam mit großem Wohnmobil.

Der Spirit der Route

Mallorca mit dem eigenen Fahrzeug ist eine Reise in zwei Geschwindigkeiten. Auf der Ma-10 kriecht der Van zwischen Steineichen, Trockenmauern und Olivenbäumen, die älter sind als jedes Kloster der Insel, und unter der Fahrertür fällt die Küste hunderte Meter tief ins Meer. Ziegenglocken, Rennräder in Kolonnen, Ginsterduft am Puig Major. Am Morgen in der Bucht von Alcúdia liegt das Licht flach über dem Schilf der Albufera, Purpurreiher stehen im Kanal, und aus der Schiebetür sieht man die Berge von Formentor wie einen ausgefransten Rücken. Im Süden riecht es nach Salz und Pinienharz, das Wasser der Calas wechselt von Smaragd zu Türkis. Doch die Insel ist eng, voll und knapp an Wasser und Stellplätzen. Wer hier mit dem Camper glücklich werden will, reist im Frühling oder Herbst, fährt klein, plant die Nächte – und lässt das Fahrzeug an den schönsten Orten stehen.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Palma (Fähre) nach Platja de Muro über Valldemossa, Deià und Sóller (ca. 105 km)

Die Strecke
Vom Fährterminal über die Vía de Cintura (Ma-20) aus der Stadt, dann auf der Ma-1110 durch Mandel- und Johannisbrotbaumhaine hinauf nach Valldemossa. Ab dort auf der Ma-10 an der Steilküste entlang: schmal, kurvig, ohne Seitenstreifen, mit Felsüberhängen und vielen Radfahrern, durch Deià hindurch und hinab nach Sóller. Zurück durch den mautfreien Sóller-Tunnel (Ma-11) Richtung Bunyola, über die Ma-13 nach Inca und weiter in die Bucht von Alcúdia. Reine Fahrzeit rund 2,5 Stunden; nach einer Nachtfähre gut machbar, wenn Sie früh losfahren.
Highlights & Must-Sees
  • Reial Cartoixa in Valldemossa, die Kartause, in der Chopin und George Sand den Winter 1838/39 verbrachten – am ruhigsten zur Öffnung am Morgen.
  • Deià mit dem Haus des Dichters Robert Graves (Ca n’Alluny) an der Ma-10 und dem Blick über die Terrassen auf die Küste.
  • Sóller: Platz vor der Kirche Sant Bartomeu, die Holzstraßenbahn hinunter nach Port de Sóller und die Zitrusgärten im Tal.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Sóller und in der gesamten Serra de Tramuntana gibt es nach unserem Stand keinen Campingplatz für Wohnmobile und kein offizielles Wohnmobilareal – deshalb endet die Etappe in der Bucht von Alcúdia. Camping Platja Blava an der Straße Alcúdia–Artà bei Platja de Muro gilt als einer der ganz wenigen regulären Campingplätze der Insel, die auch Wohnmobile und Wohnwagen aufnehmen, nahe am Strand und an der Albufera. Ausstattung, Saisonzeiten, Fahrzeuglängen und Verfügbarkeit vorab direkt beim Platz klären; im Hochsommer frühzeitig reservieren.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Die Serra de Tramuntana ist geschütztes Naturgebiet und UNESCO-Welterbe; in Valldemossa, Deià und Sóller sind die wenigen Parkplätze tagsüber überlastet, und Übernachten am Straßenrand oder an Aussichtspunkten der Ma-10 wird nicht geduldet. Kein Freistehen an der Küste unterhalb von Deià – die Zufahrten zu den Calas sind ohnehin für Camper zu eng.

Insider-Tipp für Camper
In Valldemossa die großen gebührenpflichtigen Parkplätze am Ortseingang nutzen und nicht in den Ort hineinfahren. Durch Deià führt die Ma-10 als enge Ortsdurchfahrt – nicht anhalten, nicht wenden. In Sóller den Camper am Ortsrand abstellen und mit der Straßenbahn zum Hafen fahren. Die Ma-10 südlich von Valldemossa Richtung Andratx lohnt nur mit kleinem Van: noch schmaler, mit Engstellen in Banyalbufar und Estellencs.

2Etappe 2: Platja de Muro nach Platja de Muro über Lluc und Sa Calobra (ca. 125 km)

Die Strecke
Über Alcúdia nach Pollença und auf der Ma-10 in vielen Kehren hinauf zum Santuari de Lluc; weiter am Gorg-Blau-Stausee vorbei bis zur Abzweigung der Ma-2141 nach Sa Calobra. Diese Stichstraße fällt auf rund 12 Kilometern von knapp 700 Metern bis ans Meer, mit dutzenden Haarnadelkurven und dem berühmten 270-Grad-Knoten „Nus de sa Corbata“. Zurück dieselbe Straße bis Lluc, dann über Caimari nach Inca und zur Bucht. Rechnen Sie mit 3,5 bis 4 Stunden reiner Fahrzeit – ein Tag, den Sie nur mit kompaktem Fahrzeug und bei trockener Fahrbahn fahren sollten.
Highlights & Must-Sees
  • Santuari de Lluc, das Pilgerkloster der Insel in einem Hochtal unter Kalkwänden, mit Chorknaben der Escolania.
  • Fußweg von Sa Calobra durch zwei Felsdurchgänge zur Mündung des Torrent de Pareis, wo die Schlucht zwischen 200 Meter hohen Wänden ans Meer tritt.
  • Mirador am Coll dels Reis über den Kehren der Ma-2141 – vom Straßenrand aus wegen des Verkehrs nur kurz anhalten.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zweite Nacht auf demselben Platz in Platja de Muro. Alternative ist die gemeindliche Wohnmobilfläche in Son Serra de Marina (Gemeinde Santa Margalida), seit Ende Juli 2025 in Betrieb: 21 Plätze auf einem umzäunten, videoüberwachten Gelände, Frischwasser, Abwasserentsorgung und Strom, Buchung und Bezahlung per App, Aufenthalt auf zehn Nächte am Stück begrenzt. Aktuellen Betrieb und Bedingungen vor der Anreise prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Lluc liegen die „zones d’acampada“ des Inselrats – sie sind für Zelte mit Genehmigung gedacht, nicht für Wohnmobile. In Sa Calobra sind die Parkplätze gebührenpflichtig und ab dem späten Vormittag voll; Übernachten ist dort keine Option.

Insider-Tipp für Camper
Auf der Ma-2141 fahren in der Saison zahlreiche Reisebusse; in den Kehren brauchen sie beide Fahrspuren, und Rückwärtsfahren an der Felswand ist für Camper die heikelste Situation der ganzen Insel. Fahren Sie vor 9 Uhr hinunter und vor 11 Uhr wieder hinauf. Ob für Busse oder große Wohnmobile auf der Ma-2141 oder der Ma-10 zeitweise Längen- oder Zeitbeschränkungen gelten, wird immer wieder diskutiert – Beschilderung an der Abzweigung und Verkehrsmeldungen des Consell de Mallorca beachten. Bequeme Alternative: Ausflugsboot ab Port de Sóller nach Sa Calobra.

3Etappe 3: Platja de Muro nach Platja de Muro über Port de Pollença, Formentor und Alcúdia (ca. 45 km)

Die Strecke
Kurze Etappe auf breiten Küstenstraßen: über Alcúdia nach Port de Pollença, hinauf nach Pollença und zurück nach Alcúdia. Die Halbinsel Formentor erleben Sie im Sommer am besten mit dem Bus. Rund eine Stunde reine Fahrzeit, der Rest des Tages gehört Fußwegen und Ausflügen.
Highlights & Must-Sees
  • Halbinsel Formentor mit dem Mirador Es Colomer, dem Strand von Formentor und dem Leuchtturm am Kap über steilen Kalkklippen.
  • Pollença: die 365 Stufen des Kalvarienbergs hinauf zur Kapelle, Blick über die Bucht und die Römerbrücke am Ortsrand; Markt am Sonntag.
  • Alcúdia: die vollständig umlaufende mittelalterliche Stadtmauer und die Ausgrabungen der Römerstadt Pollentia direkt vor dem Tor.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Dritte Nacht in Platja de Muro oder Son Serra de Marina. Die Gemeinde Muro hat eine einfache Fläche mit Frischwasser und Entsorgung im Ort Muro (bei der früheren Escola Graduada, nicht an der Küste) angekündigt; ob sie in Betrieb ist und zu welchen Bedingungen, vorab prüfen. In Pollença, Port de Pollença und Alcúdia gibt es keinen Campingplatz für Wohnmobile.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Port de Pollença und Alcúdia beschweren sich seit Jahren über Camper an Strandparkplätzen und Promenaden; die Policía Local kontrolliert, und die Parkregeln an der Küste werden streng ausgelegt. Seit 1. Oktober 2026 darf ein Wohnmobil zwar überall dort stehen, wo Parken erlaubt ist, doch Höchstparkdauer, Zonen und Küstenregeln der Gemeinden gelten weiter. Muro hat zudem angekündigt, an den meernahen Straßen von Platja de Muro das Parken für Fahrzeuge über 5 m Länge und 2 m Höhe zu untersagen – Beschilderung beachten. Auf der Halbinsel Formentor ist Übernachten tabu.

Insider-Tipp für Camper
Für Formentor gilt 2026 vom 15. Mai bis 18. Oktober von 10 bis 22 Uhr eine Zufahrtsregelung der DGT auf der Ma-2210: Pkw dürfen zum Strandparkplatz bei km 8 nur, solange dort Plätze frei sind; der Abschnitt zum Leuchtturm ist nur für berechtigte Fahrzeuge, Fahrräder und den Bus frei, Verstöße kosten Bußgeld. Nehmen Sie die TIB-Linie 334 (Alcúdia – Port de Pollença – Leuchtturm) mit Halt am Mirador Es Colomer und am Strand. Außerhalb der Saison ist die Straße frei, aber schmal, und der Parkplatz am Leuchtturm ist für Wohnmobile zu klein. Die Regelung für 2027 rechtzeitig auf der Seite der DGT nachsehen.

4Etappe 4: Platja de Muro nach Son Serra de Marina über Artà (ca. 55 km)

Die Strecke
Entlang der Bucht an Can Picafort vorbei, dann landeinwärts durch Felder mit Windmühlen und Feigenbäumen nach Artà. Von dort ein Abstecher zur Colònia de Sant Pere an der Bucht von Alcúdia und zurück über Artà nach Son Serra. Gut ausgebaute Landstraßen, in Artà selbst enge Gassen. Rund 1,5 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Artà: Aufstieg von der Altstadt zur ummauerten Wallfahrtskirche Sant Salvador mit Blick über die Llevant-Berge; Markt am Dienstag.
  • Ses Païsses am Ortsrand von Artà, eine talayotische Siedlung aus der Bronze- und Eisenzeit mit zyklopischem Tor zwischen Steineichen.
  • Parc Natural de s’Albufera bei Platja de Muro: Holzstege und Beobachtungshütten im größten Feuchtgebiet der Balearen, am besten am frühen Morgen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Gemeindliche Wohnmobilfläche Son Serra de Marina mit Ver- und Entsorgung und Strom, Buchung per App – dies ist auf der Route die verlässlichste Ver- und Entsorgung. Ausweichplatz bleibt Camping Platja Blava.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Santa Margalida hat Ende 2023 per Verordnung das Parken und Übernachten von Wohnmobilen und Wohnwagen in den Ortsbereichen von Can Picafort und Son Serra de Marina untersagt; die Fläche in Son Serra ist die offizielle Antwort darauf. Der Parc Natural de la Península de Llevant nördlich von Artà ist Schutzgebiet: Die dortige Zeltzone s’Arenalet ist Wanderern mit Genehmigung vorbehalten, Wohnmobile haben an den Pisten zu den Buchten nichts zu suchen.

Insider-Tipp für Camper
Die Straße von Artà zur Ermita de Betlem ist schmal und für große Fahrzeuge ungeeignet; lieber zu Fuß oder mit dem Rad. In Artà am Ortsrand parken – die Altstadt ist ein Labyrinth aus Einbahnstraßen. Vor der Fahrt in den Süden alle Tanks leeren und Frischwasser füllen: Bis Palma folgt keine öffentliche Station, die wir sicher nennen können.

5Etappe 5: Son Serra de Marina nach Cala Mondragó über Porto Cristo (ca. 75 km)

Die Strecke
Über Artà und die Ma-15 nach Manacor, dann zur Ostküste nach Porto Cristo und auf der Ma-4014 bzw. den Küstenstraßen über Cales de Mallorca und Portopetro nach Süden bis zum Naturpark Mondragó. Gut ausgebaut, in den Urbanisationen viele Kreisverkehre und Bodenschwellen. Knapp 2 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Coves del Drac in Porto Cristo: Tropfsteinhöhle mit dem unterirdischen Llac Martel und einem kurzen Konzert vom Boot aus – Tickets mit Zeitfenster.
  • Parc Natural de Mondragó: die Buchten S’Amarador und Caló des Burgit mit Pinien und Sandstrand, verbunden durch einen kurzen Küstenpfad.
  • Portopetro, ein kleiner Fischer- und Jachthafen mit Kalkfelsen und Bootsliegeplätzen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Im Süden und Osten Mallorcas gibt es keinen Campingplatz, der Wohnmobile aufnimmt, und kein öffentliches Wohnmobilareal, das wir verlässlich empfehlen können. Einzelne Fincas und Agroturismos bieten über Stellplatz-Plattformen Plätze an, teils ohne Entsorgung – Angebot, Genehmigung und Ausstattung vorab prüfen. Wer das nicht will, fährt die Etappe als Tagesausflug von Son Serra oder Platja de Muro.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Der Naturpark Mondragó ist Schutzgebiet: Seine Parkplätze sind für Tagesbesucher gedacht, in der Saison gebührenpflichtig und nicht zum Übernachten vorgesehen. Am Strand und im Küstenstreifen verbietet zudem das spanische Küstengesetz (Ley de Costas) jedes Campen. In den Orten gilt: im Fahrzeug schlafen nur dort, wo Parken nach den örtlichen Schildern erlaubt ist, ohne Markise, Stühle oder Stützen.

Insider-Tipp für Camper
In Porto Cristo ist der Parkplatz an den Coves del Drac der bequemste Ort für große Fahrzeuge. Cala Varques und andere Calas ohne befestigte Parkplätze nicht anfahren: Die Zufahrten enden an Feldwegen, das Parken am Straßenrand führt zu Abschleppen und Ärger mit Anwohnern. Bei Mondragó früh kommen – der Parkplatz bei S’Amarador füllt sich im Sommer schon am Vormittag.

6Etappe 6: Cala Mondragó nach Es Trenc über Santanyí und das Cap de ses Salines (ca. 45 km)

Die Strecke
Nach Santanyí, dann nach Süden zum Cap de ses Salines und über Ses Salines und die Colònia de Sant Jordi an die flache Küste von Es Trenc. Landstraßen durch Trockensteinmauern, Mandelbäume und Windräder; am Kap eine schmale Stichstraße. Rund eine Stunde Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Santanyí: Altstadt aus honiggelbem Marès-Sandstein, Kirche Sant Andreu und Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag.
  • Leuchtturm am Cap de ses Salines, dem Südkap der Insel, mit Blick auf Cabrera – Fußwege in beide Richtungen an der Felsküste.
  • Es Trenc und das Salobrar de Campos: kilometerlanger, unverbauter Sandstrand mit Dünen und dahinter Salinen, in denen Flor de Sal geerntet wird und Flamingos rasten.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Auch hier kein Campingplatz für Wohnmobile. Möglich sind private Finca-Stellplätze im Hinterland von Campos und Ses Salines (vorab prüfen) – oder der Rückweg zur Bucht von Alcúdia, rund eine Stunde Fahrt über die Ma-19 und die Ma-13.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Es Trenc gehört zum Naturpark Es Trenc–Salobrar de Campos; Übernachten auf den Strandparkplätzen und an den Zufahrten zu Ses Covetes und Sa Ràpita ist unerwünscht und wird kontrolliert. Die Gemeinde Campos klagte über unkontrolliert abgestellte Wohnwagen und Camper im Küstenbereich – rechnen Sie mit Bußgeldern. Am Cap de ses Salines ist der kleine Parkplatz tagsüber oft voll, Übernachten ist dort kein Thema.

Insider-Tipp für Camper
In Santanyí am Markttag nicht ins Zentrum fahren – die Gassen sind dann mit Ständen belegt. Die gebührenpflichtigen Strandparkplätze von Es Trenc (Ses Covetes, Sa Ràpita, Ses Salines) sind für Wohnmobile meist nur am Rand nutzbar; am späten Nachmittag ist es leerer, und das Licht über den Salinen ist am schönsten. Cala Figuera und Cala Llombards haben enge Zufahrten – nur mit kleinem Van.

7Etappe 7: Es Trenc nach Palma (Fähre) (ca. 50 km)

Die Strecke
Über Campos und Llucmajor auf der Ma-19 nach Palma, dann über die Vía de Cintura zum Hafen. Schnellstraße, gegen Abend viel Verkehr. Knapp eine Stunde.
Highlights & Must-Sees
  • Kathedrale La Seu über dem Parc de la Mar, am schönsten im Abendlicht vom Wasser aus.
  • Castell de Bellver, die runde gotische Burg über der Bucht – die Zufahrt ist eng, besser zu Fuß oder mit dem Bus.
  • Mercat de l’Olivar für einen letzten Einkauf an Käse, Sobrassada und Oliven vor der Fähre.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Für Palma gibt es keinen Campingplatz und kein offizielles Wohnmobilareal; planen Sie die Stadt als Halbtag vor einer Abendfähre. Wer eine Nacht braucht, fährt zurück in die Bucht von Alcúdia und besucht Palma mit der Bahn: Die SFM-Züge fahren von Sa Pobla, Inca und Manacor zur Estació Intermodal im Zentrum.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Palmas Bürgerverordnung (Ordenanza Cívica, endgültiger Text im April 2025 beschlossen) duldet das Schlafen im Fahrzeug, verbietet aber alles, was nach Campen aussieht: Stützen, Markise, Tische, Stühle oder Grill neben dem Fahrzeug, Lärm und Gerüche nach außen; dasselbe Fahrzeug darf höchstens zehn Tage am Stück am selben Ort stehen. Höchstparkdauer und Zonen gelten zusätzlich. Übernachten in Palma ist trotzdem keine gute Idee – Parkraum ist knapp, und die Stadt kontrolliert.

Insider-Tipp für Camper
Palmas Umweltzone (ZBE) im Zentrum wird per Kamera überwacht. Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen werden nicht automatisch erkannt: Sie müssen mindestens fünf Kalendertage vor der Einfahrt online bei der Stadt (Mobipalma) registriert werden, mit Ausweis, Fahrzeugschein, Euro-Norm-Nachweis und einem Nachweis der Anreise auf die Insel wie der Fährbuchung; die Genehmigung gilt 30 Tage. Bis Ende 2026 genügen Benziner ab Euro 3 und Diesel ab Euro 4, ab 2027 brauchen Benziner Euro 4 und Diesel Euro 6 – für viele ältere Wohnmobile das Aus. Am einfachsten: außerhalb der ZBE parken und mit dem Bus oder zu Fuß ins Zentrum.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Spanisches Grundprinzip: Im legal geparkten Fahrzeug zu schlafen ist erlaubt, Campen mit allem, was über den Fahrzeugumriss hinausgeht, dagegen nicht. Seit 1. Oktober 2026 regelt das Real Decreto 518/2026 (neuer Art. 92.4 des Reglamento General de Circulación) ausdrücklich, wann ein Wohnmobil korrekt geparkt ist: keine Teile über den Fahrzeugumriss hinaus, Aufstand nur auf den Reifen (Sicherungskeile erlaubt), kein Ablassen von Flüssigkeiten. Gemeinden dürfen weiterhin Parkzeiten, Zonen und Höchstdauer regeln, nach der Neuregelung aber nicht allein wegen des Fahrzeugtyps sanktionieren; Regeln für Schutzgebiete und Küsten gelten unabhängig davon.
  • Auf Mallorca kommt das balearische Tourismusrecht dazu: Campen ist nur auf genehmigten Campingplätzen und in ausgewiesenen Zonen erlaubt, freies Campen nicht. Die Zeltzonen des Inselrats (etwa bei Lluc oder s’Arenalet) sind für Wanderer mit Zelt und Genehmigung gedacht, nicht für Fahrzeuge.
  • Gemeindeverbote, die Sie auf dieser Route kennen sollten: Santa Margalida untersagt in Can Picafort und Son Serra de Marina Parken und Übernachten von Wohnmobilen, Muro hat Ähnliches für die meernahen Straßen von Platja de Muro angekündigt, Palma verbietet in seiner Bürgerverordnung Campen auf öffentlichem Grund und begrenzt das Stehen am selben Ort auf zehn Tage, und viele Küstenorte wie Pollença, Alcúdia und Campos kontrollieren an Strandparkplätzen. Wie diese Regeln seit dem Real Decreto 518/2026 durchgesetzt werden, kann sich ändern – Schilder vor Ort sind maßgeblich.
  • Schutzgebiete auf der Route: Paratge Natural Serra de Tramuntana, Naturparks s’Albufera, Península de Llevant, Mondragó und Es Trenc–Salobrar de Campos. Dort sind Parkplätze Tagesparkplätze; Übernachten, Grillen und Feuer sind tabu. Im Küstenstreifen verbietet zudem die Ley de Costas jede Form des Campens.
  • Die Infrastruktur ist dünn: ein regulärer Campingplatz mit Wohnmobilplätzen (Platja Blava bei Platja de Muro), die gemeindliche Fläche in Son Serra de Marina und eine von Muro angekündigte einfache Fläche im Ort Muro. Weitere Gemeinden haben ähnliche Flächen ins Gespräch gebracht – aktuellen Stand in park4night, Campercontact oder Caramaps nachsehen und Kommentare zu Räumungen ernst nehmen.
  • Mietcamper-Debatte: Mit der wachsenden Zahl gemieteter Vans auf der Insel wachsen die Beschwerden über Abwasser, Müll und belegte Strandparkplätze. Ibiza und Formentera begrenzen in der Saison bereits die Fahrzeugeinfahrt, Menorca hat 2025 eine Begrenzung für Wohnmobile ohne Campingplatzbuchung auf den Weg gebracht. Der Consell de Mallorca hat im Juni 2026 einen Gesetzesvorschlag beschlossen, der ab der Saison 2027 die Einfahrt von Fahrzeugen Nichtansässiger begrenzen und eine Gebühr einführen soll; das balearische Parlament muss noch zustimmen, Obergrenze und Gebühr stehen nicht fest – vor der Fährbuchung prüfen, ob neue Regeln gelten.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung ist der Engpass der Insel: verlässlich nur auf Camping Platja Blava (für Gäste), auf der Fläche in Son Serra de Marina (nach Buchung) und gegebenenfalls in Muro. Planen Sie die Tanks so, dass Sie alle zwei bis drei Tage dorthin zurückkommen; im Süden gibt es nach unserem Stand keine öffentliche Station.
  • Grauwasser und Kassette nie in Gullys, am Straßenrand oder in öffentliche Toiletten an Stränden leeren – das ist auf Mallorca der Hauptgrund für Verbote, und seit dem Real Decreto 518/2026 macht abgelassene Flüssigkeit aus Parken offiziell Campen.
  • Wasser ist auf Mallorca knapp: Viele Gemeinden versorgen sich aus Entsalzungsanlagen und erschöpften Grundwasserleitern, in Trockenjahren gelten Sparregeln. Leitungswasser ist oft hart und salzig im Geschmack; zum Trinken kaufen die meisten Inselbewohner Flaschenwasser. Frischwassertank nur an offiziellen Stellen füllen, nicht an Duschen am Strand.
  • Gas: Spanische Butanflaschen gibt es an vielen Tankstellen, sie brauchen aber einen eigenen Regler; ausländische Tauschflaschen werden nicht getauscht. Autogas-Säulen (GLP) sind auf der Insel selten und vor allem im Großraum Palma zu finden – mit vollen Tankflaschen und passendem Adapter anreisen.
  • Strom: Nur auf dem Campingplatz und an wenigen Punkten der Gemeindeflächen. Für längere Touren ausreichend Solarleistung und Batteriekapazität einplanen; Absorberkühlschränke kämpfen im Sommer mit der Hitze.
  • Ecotasa: Die balearische Touristensteuer (Impost sobre estades turístiques) wird pro Person und Nacht in touristischen Unterkünften erhoben – dazu zählen Campingplätze. Dort beträgt sie nach aktuellem Stand 1 € in der Hochsaison (Mai bis Oktober) und 0,25 € in der Nebensaison (November bis April), jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer; Kinder unter 16 Jahren sind befreit, ab der neunten Nacht am selben Ort halbiert sich der Betrag. Wer im legal geparkten Fahrzeug übernachtet oder mit der Fähre anreist, zahlt sie nicht; ob gemeindliche Wohnmobilflächen sie erheben, beim Betreiber erfragen. Erhöhungen werden immer wieder diskutiert – aktuellen Stand prüfen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Fähre: Baleària, Trasmed und GNV verbinden Barcelona und Valencia mit Palma, Baleària auch Dénia mit Palma (teils mit Halt auf Ibiza); Trasmed fährt zudem von Maó (Menorca) nach Palma. Alcúdia wird vor allem von Menorca (Ciutadella) aus angelaufen; Festlandsverbindungen dorthin saisonal prüfen. Wohnmobil-Tarife richten sich nach Länge und Höhe – geben Sie die exakten Maße einschließlich Heckträger und Dachbox an, sonst drohen Nachzahlungen am Hafen. Gasflaschen während der Überfahrt schließen; auf dem Fahrzeugdeck ist der Aufenthalt während der Fahrt nicht erlaubt, für Nachtfähren eine Kabine oder Liegesitze buchen. Haustiere je nach Reederei in Zwingern oder tierfreundlichen Kabinen.
  • Tempolimits nach spanischem Recht: Wohnmobile bis 3,5 t auf Autovías 120 km/h und auf Landstraßen 90 km/h, über 3,5 t sowie Gespanne 90 bzw. 80 km/h. In Ortschaften mit einem Fahrstreifen je Richtung gilt 30 km/h. Auf Mallorca sind die Ma-13 (Palma–Alcúdia) und die Ma-19 (Palma–Llucmajor) Schnellstraßen, alles andere sind Landstraßen.
  • Keine Autobahnmaut und keine Vignette auf Mallorca; der Sóller-Tunnel (Ma-11) ist mautfrei.
  • Umweltzone: Palma hat eine kameraüberwachte ZBE im Zentrum; Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen müssen vorab registriert werden (mindestens fünf Tage vorher, 30 Tage gültig), sonst droht ein Bußgeld von 200 €. Ab 2027 steigen die Anforderungen auf Euro 4 für Benziner und Euro 6 für Diesel.
  • Zufahrtsregeln: Formentor (Ma-2210) ist in der Saison 2026 vom 15. Mai bis 18. Oktober zwischen 10 und 22 Uhr eingeschränkt; für Sa Calobra (Ma-2141) und die Ma-10 gilt nach unserem Stand keine generelle Längen- oder Zeitbeschränkung, sie sind aber für Wohnmobile über rund 7 Meter Länge eine Zumutung für alle Beteiligten. Überholen Sie Radfahrergruppen nur mit 1,5 Metern Abstand – das ist in Spanien Pflicht und auf der Tramuntana oft erst nach Kilometern möglich.
  • Ausrüstung und Verhalten: Überstehende Heckträger brauchen die Warntafel V-20, beim Aussteigen auf der Fahrbahn ist die Warnweste Pflicht, für Pannen ist die vernetzte V16-Warnleuchte sinnvoll. Promillegrenze 0,5 (Fahranfänger 0,3), Handy nur mit Freisprecheinrichtung.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Zweite Kassette für die Toilette – Entsorgungsstationen sind auf Mallorca so rar, dass eine Reserve den Unterschied zwischen entspannter Tour und täglichem Umweg zur Bucht von Alcúdia macht.
  • Ausdruck der ZBE-Registrierung für Palma, der Fährbuchung und der Fahrzeugpapiere mit Euro-Norm – die Stadt verlangt einen Nachweis der Anreise auf die Insel, etwa die Fährbuchung.
  • Solarmodul oder Ladebooster plus Batteriereserve, weil Strom außerhalb des einzigen Campingplatzes kaum zu haben ist.
  • Rot-weiße Warntafel V-20 und, wer Räder mitbringt, Faltschloss: Radwege an der Bucht von Alcúdia und zur Albufera sind ideal, um den Camper stehen zu lassen.
  • Schnorchelmaske und Wasserschuhe für die felsigen Einstiege an Cala Mondragó, Formentor und Cap de ses Salines.
  • Kompaktes Fernglas für die Vögel der Albufera und des Salobrar de Campos – Purpurreiher, Flamingos und Eleonorenfalken.

Stand: 2026-10. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Palma

    Spanien
    Start
  2. 2

    Valldemossa

    Spanien
    20 km
  3. 3

    Deià

    Spanien
    6 km
  4. 4

    Sóller

    Spanien
    8 km
  5. 5

    Platja de Muro

    Spanien
    43 km
  6. 6

    Sa Calobra

    NaturEscorca, Spanien

    Eine Bucht an der Mündung der Schlucht des Torrent de Pareis, erreichbar über eine berühmte Serpentinenstraße, die unter sich selbst hindurchführt. Große Wohnmobile sollten es nicht versuchen; in den engsten Kehren haben Busse Vorrang.

    34 km
  7. 7

    Pollença

    Spanien
    23 km
  8. 8

    Cap de Formentor

    AussichtenPollença, Spanien

    Ein Leuchtturm am Ende einer spektakulären Kammstraße über senkrechten Klippen, mit dem Mirador des Colomer unterwegs. Im Sommer sind Privatautos einen Großteil des Tages verboten und es fährt ein Shuttlebus; informieren Sie sich über die aktuellen Regeln.

    24 km
  9. 9

    Alcúdia

    Spanien
    18 km
  10. 10

    Artà

    Spanien
    33 km
  11. 11

    Cala Mondragó

    Spanien
    51 km
  12. 12

    Santanyí

    Spanien
    6 km
  13. 13

    Es Trenc

    Spanien
    15 km
  14. 14

    Palma

    Spanien
    48 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist April–Mai und Oktober–November. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni, September und Dezember–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Spanien: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln. Viele frühere Mautautobahnen sind jetzt frei; einige AP-Strecken sind noch mautpflichtig. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
  • Sóller → Platja de Muro. Fährüberfahrt nötig
  • Platja de Muro → Sa Calobra. Fährüberfahrt nötig
  • Artà → Cala Mondragó. Fährüberfahrt nötig
  • Es Trenc → Palma. Fährüberfahrt nötig

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc»?

7-tägige Rundreise über etwa 329 km (204 mi) mit 14 Stopps, Start und Ziel in Palma. Insgesamt etwa 4 h 32 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc»?

Wir empfehlen 7 Tage: etwa 4 h 32 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Palma.

Durch welche Länder führt «Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc»?

Spanien.

Wo kann man entlang «Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 9 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Son Tries, Font Coberta und Campament de la Victòria.

Wann ist die beste Reisezeit für Kehren, Kalkbuchten und Salzpfannen – mit Wohnmobil oder Van rund um Mallorca, von der Tramuntana bis Es Trenc?

Am angenehmsten sind meist April–Mai und Oktober–November. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Juni, September und Dezember–März. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)