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Roadtrips

Sieben europäische Küstenstraßen, die sich mit dem Wohnmobil lohnen

Sieben Küstenstrecken von Norwegen bis Portugal, mit Hinweisen zu Charakter, Saison und der einen praktischen Vorsicht, die für Wohnmobile jeweils zählt.

Von CampingSpirit-Redaktion · 20. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Eine Küstenstraße belohnt ein Wohnmobil auf eine Weise, die eine Autobahn nie kann: Das Meer ist in Sicht, die Stopps sind kurz, und der Tag richtet sich nach Aussichtspunkten statt nach Kilometern. Der Preis sind schmalere Straßen, niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeiten und im Sommer Parkplätze, die früh voll sind. Die sieben Strecken unten unterscheiden sich stark im Charakter, und jede hat eine Vorsicht, die für ein Fahrzeug dieser Größe gilt.

Keine erfordert ein besonderes Fahrzeug, aber alle lohnen sich früh am Tag und außerhalb von Juli und August. Die Entfernungen stammen von offiziellen Tourismus- oder Nachschlagewerken; aktuelle Sperrungen, Parkregeln und Wetter sollte man vor der Fahrt bei lokalen Quellen prüfen.

Norwegen und Nordirland

Die Atlantikstraße in Møre og Romsdal ist nur 8,3 km lang, springt aber über acht Brücken zwischen Inselchen, die bekannteste ist die 260 m lange Storseisundet-Brücke, und sie ist eine Nationale Touristenstraße. Eröffnet wurde sie 1989, die Maut wurde 1999 abgeschafft. Es ist eine gewöhnliche öffentliche Straße, breit genug für ein Wohnmobil, und ihr Charakter ist die Exponiertheit: Stürme können Gischt über die Fahrbahn treiben, daher ist die beste Zeit Spätfrühling bis Frühherbst, und man prüft die Windvorhersage und hält nur auf den ausgeschilderten Parkplätzen.

Die Causeway Coastal Route in Nordirland führt zwischen Belfast und Derry~Londonderry, 120 bis 185 km je nach Schleifen und Abstechern, vorbei an den Glens of Antrim und dem Giant’s Causeway. Es herrscht Linksverkehr, und die Vorsicht gilt den Nebenstraßen: Gassen zu Häfen und Landzungen sind oft eng und steil, und die Parkplätze an den bekanntesten Stellen sind klein; ein langes Wohnmobil bleibt daher auf der Hauptküstenstraße und geht für Abstecher zu Fuß oder nimmt den Bus. Praktische Saison ist Frühling bis Frühherbst.

Costa Brava und Ligurien

Die GI-682 zwischen Tossa de Mar und Sant Feliu de Guíxols in Katalonien hat 22 km Kurven am Cadiretes-Massiv, knapp über 30 Minuten ohne Halt, besser aber mit einem halben Tag für Aussichtspunkte und kleine Strände. Parkplätze an diesen Stränden sind begrenzt und füllen sich in der Hochsaison meist schnell, und das ist die eigentliche Einschränkung für ein Wohnmobil: früh kommen, vor den Tagesausflüglern, und das Fahrzeug eher auf einem größeren Parkplatz lassen als an einer Bucht. Frühling und Herbst sind die ruhigen Monate.

Die ligurische Küste folgt der Via Aurelia, mit Fischerdörfern wie Camogli zwischen Straße und Meer. Die Orte wurden nicht für Fahrzeuge dieser Größe gebaut, und manche beschränken den Zugang für Wohnmobile, wie Portofino: üblich ist, in Paraggi zu parken und in etwa 20 Minuten zu Fuß zum Ort zu gehen. Wohnmobilplätze gibt es in mehreren Orten an der Küste, und der Lärm der Aurelia ist hinzunehmen, wenn man an ihr hält. April bis Juni und September bis Oktober vermeiden den schlimmsten Sommerverkehr.

Dalmatien

Die kroatische Adria-Magistrale D8 ist 643 km lang, von Pasjak an der slowenischen Grenze bis zur montenegrinischen Grenze, und überwiegend eine zweispurige Straße ohne Mitteltrennung mit vielen unübersichtlichen Kurven, weshalb sie langsamer ist als die parallele Autobahn. Südlich von Ploče wird sie zur wichtigsten Küstenstraße, und ein Stück bosnisches Gebiet bei Neum unterbricht sie. Die typische Vorsicht gilt dem Wind: Die Bora kann Abschnitte für hohe Fahrzeuge sperren oder beschränken, ein hohes Wohnmobil muss also den Straßenstatus prüfen und den Plan anpassen. Das Übernachten außerhalb von Campingplätzen wird an dieser Küste zunehmend eingeschränkt; im Sommer sollte man Plätze buchen.

Costa Vicentina und Bretagne

Der Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina umfasst rund 896 km² der am wenigsten bebauten Küste Portugals und wird von den Wanderwegen der Rota Vicentina durchquert, darunter dem 226,5 km langen Fischerpfad. Die Vorsicht ist hier rechtlich, nicht physisch: Seit einer im November 2020 beschlossenen Änderung der Straßenverkehrsordnung dürfen Wohnmobile nur in ausgewiesenen Zonen parken und übernachten, und die Bußgelder für Campen im Park können hoch sein, ab 200 € bis zu Zehntausenden. Nutzen Sie Campingplätze und offizielle Plätze, die es entlang der Küste gibt.

Die Küste der Bretagne, insbesondere die Rosa Granitküste, hat ein anderes Problem: kommunale Parkregeln. Quiberon etwa begrenzt das Parken auf sechs Stunden an dafür vorgesehenen Plätzen, und ein französisches Verbindungskomitee für Wohnmobile argumentiert, dass eine Gemeinde das Parken von Wohnmobilen nicht grundsätzlich verbieten darf. Wie auch immer die Rechtslage ist, die Schilder vor Ort gelten; Übernachtungen daher auf Stellplätzen und Campingplätzen planen und die Tagesparkgrenze als Grund nehmen, früher zu starten.

Die Wahl zwischen ihnen

Die sieben Straßen sind keine einzelne Reise, und Norwegen mit Portugal in einer Saison zu verbinden ergibt keinen Sinn. Nach Monat wählen: Norwegen und Nordirland von Ende Mai bis September, Ligurien, Dalmatien, Katalonien und Bretagne in Frühling und Herbst, Portugal im Winter und Frühling. Das Fahrzeug vermessen, Höhe und Länge notieren, die Übernachtungsregeln jedes Ziels prüfen, Campingplätze für Wochenenden buchen und eine feste Regel behalten: Wirkt eine Gasse zu eng, parken und zu Fuß gehen. Kraftstoff, Frischwasser und eine Entsorgungsstation findet man am leichtesten in den größeren Orten nahe jeder Strecke; dort sollte man auffüllen und entleeren, bevor die ruhigeren Küstenabschnitte beginnen.

Quellen

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