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E45

Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik

Von Arvidsjaur über Jokkmokk, Gällivare und Kiruna zum Abisko-Nationalpark und weiter nach Riksgränsen und Narvik: rund 760 Kilometer durch Taiga, Fjäll und Sámi-Land, bei denen Tankanzeige und Rentiere das Tempo bestimmen.

Entfernung
560 km (348 mi)
Fahrzeit
7 h 44 min
Empfohlene Tage
7
Stopps
11
Länder
Schweden, Norwegen
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 7-tägiger Roadtrip über etwa 560 km (348 mi) mit 11 Stopps, von Arvidsjaur nach Narvik. Insgesamt etwa 7 h 44 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Schweden, Norwegen

Reiseführer · CampingSpirit

Von Arvidsjaur über Jokkmokk, Gällivare und Kiruna zum Abisko-Nationalpark und weiter nach Riksgränsen und Narvik: rund 760 Kilometer durch Taiga, Fjäll und Sámi-Land, bei denen Tankanzeige und Rentiere das Tempo bestimmen.

Der Spirit der Route

Lappland beginnt nicht an einem Schild, sondern daran, dass der Wald niedriger wird und die Dörfer seltener. Auf der Inlandsvägen ziehen Kiefern, Moore und stille Seen vorbei, kilometerlang ohne Gegenverkehr, und plötzlich steht eine Rentierkuh mit Kalb mitten auf dem Asphalt und schaut unbeeindruckt zurück. Kurz vor Jokkmokk quert die Straße den Polarkreis, bei Kiruna dröhnt der Erzberg, und hinter Abisko öffnet sich das Tal des Torneträsk: ein langer See zwischen kahlen Fjällrücken, über dem im Spätsommer das Licht gelb wird und im Herbst grüne Schleier tanzen. Aus der Schiebetür sehen Sie Birkenwald in Rot und Gold, Schneeflecken auf den Gipfeln und den Dampf des Kaffees. Dazwischen liegen Sámi-Siedlungen, Bergwerksstädte und Bahnstrecken, die Erz nach Narvik bringen. Diese Route verlangt volle Tanks, Geduld und Respekt vor einem Land, das Menschen und Rentieren gleichermaßen als Lebensraum dient.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Arvidsjaur nach Jokkmokk (ca. 180 km)

Die Strecke
Auf der E45 nordwärts durch endlosen Nadelwald, vorbei an Mooren und Flussläufen, mit langen, übersichtlichen Geraden und wenigen Ortschaften. Kurz vor Jokkmokk überqueren Sie den Polarkreis. Die Straße ist gut ausgebaut, aber ab der Dämmerung steigt die Gefahr durch Rentiere und Elche stark. Rund 180 Kilometer (Richtwert), gut drei Stunden Fahrzeit ohne Stopps.
Highlights & Must-Sees
  • Lappstaden in Arvidsjaur: die alte Sámi-Kirchstadt mit erhaltenen Holzhütten, ein ruhiger Spaziergang.
  • Polcirkeln an der E45 südlich von Jokkmokk: Markierung und Rastplatz am Polarkreis, nett für ein Foto, aber kein Spektakel.
  • Ájtte, das Schwedische Berg- und Sámi-Museum in Jokkmokk, mit guter Ausstellung zu Rentierhaltung, Duodji und Sámi-Geschichte.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camp Gielas in Arvidsjaur am Stadtrand und Renvallen stugby & camping bei Arvidsjaur nehmen Wohnmobile auf; in Jokkmokk liegen Arctic Camp Jokkmokk und Jokkmokks Camping Center, beide mit Strom und Sanitär. Skabram camping & stugby ist eine ruhigere Alternative. Öffnungszeiten enden bei vielen Betrieben im September – vorher anrufen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Entlang der E45 gibt es zahlreiche Rastplätze (rastplats) von Trafikverket. Übernachten wird dort, wo kein Verbotsschild steht, vielfach toleriert; eine einheitliche Höchstdauer ist nicht bestätigt, Schilder und Zeitlimits gelten. Am Polcirkeln sollten Sie auf Camping-Verhalten (Stühle, Markise) verzichten. Allemansrätten gilt vor allem für Zelte; für Wohnmobile gilt: Parken ja, dauerhaft Stehen auf Privatgrund nein.

Insider-Tipp für Camper
Tanken Sie in Arvidsjaur noch einmal voll, weil Tankstellen auf der Strecke weit auseinanderliegen und manche nur Kartenautomaten haben. Kaufen Sie Lebensmittel in Arvidsjaur oder Jokkmokk ein – dahinter wird das Angebot knapper. Alkohol über 3,5 % gibt es nur bei Systembolaget, in Jokkmokk mit begrenzten Zeiten.

2Etappe 2: Jokkmokk nach Gällivare (ca. 100 km)

Die Strecke
Weiter auf der E45 durch das Lule-Älv-Tal, bei Porjus optional Abstecher zum historischen Kraftwerk, dann weiter nach Norden in die Bergbauregion um Malmberget. Die Straße ist breit, aber in Baustellenabschnitten oft einspurig mit Ampelregelung. Gut anderthalb Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Porjus Kraftwerk: eines der ältesten großen Wasserkraftwerke Schwedens; ob und wann Führungen stattfinden, vorab erfragen (nicht bestätigt).
  • Dundret oberhalb von Gällivare: Aussichtsberg, von dem man zur Sommersonnenwende die Mitternachtssonne sieht; die Zufahrtsstraße ist kurvig, aber asphaltiert.
  • Malmberget und Aitik: Blick in den riesigen Bergwerks- und Tagebaulandschaften, Besucher sollten Aussichtspunkte nutzen und Werksgelände meiden.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Gällivare Camping in Stadtnähe, laut OSM mit Strom, Sanitär, Entsorgung und Internet ausgestattet. Saison und Ausstattung vorab beim Betreiber bestätigen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Raum Gällivare gilt die allgemeine schwedische Regel: Parken auf Rastplätzen und Parkplätzen, wo erlaubt, ist möglich; Schilder „Förbud mot camping“ oder Zeitlimits beachten. In der Nähe des Dundret gilt Naturschutz und Wegegebot, kein Campen am Gipfel.

Insider-Tipp für Camper
Füllen Sie in Gällivare Wasser, Treibstoff und Vorräte auf, denn bis Kiruna folgen nur kleine Orte. Der Wasseranschluss auf Campingplätzen ist in Lappland oft frostgeschützt und im Herbst bereits abgesperrt – Kanister mitführen.

3Etappe 3: Gällivare nach Kiruna (ca. 120 km)

Die Strecke
Von Gällivare auf der E10 nordwärts durch die Erzregion, mit Hügeln, Wald und Bergwerksindustrie in der Ferne; kurz vor Kiruna wird die Landschaft offener. Gute Straße, aber auf der Strecke viel Schwerverkehr der Bergwerke. Gut 1,5 Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Kiruna kyrka, eine der größten Holzkirchen Schwedens, 1912 vom Architekten Gustaf Wickman errichtet; im Sommer 2025 wurde sie an ihren neuen Standort im verlegten Stadtzentrum gebracht.
  • LKAB-Grubenführung in Kiruna: laut Veranstalter ganzjährig, Dauer rund drei Stunden, Voranmeldung empfohlen.
  • Jukkasjärvi mit dem Icehotel und der Sámi-Kultur-Ausstellung, östlich von Kiruna am Torne älv.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Camp Ripan in Kiruna, am Stadtrand mit Aussicht, bietet Stellplätze für Wohnmobile und Campingplatz; Ausstattung beim Betreiber erfragen. Alternativ gibt es kleinere Plätze rund um Jukkasjärvi. Reservierung im Sommer und zur Ruska-Zeit (Herbstlaub) empfehlenswert.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Kiruna sind viele Rastplätze und Seen für Wohnmobile attraktiv, Freistehen ist jedoch nicht pauschal erlaubt; auf privatem Grund und in Naturschutzgebieten ist Übernachten tabu. Durch die Stadtverlegung ändern sich Parkplätze und Straßenführung im Zentrum.

Insider-Tipp für Camper
Wegen der Verlegung der Innenstadt (Teile der Stadt werden wegen des Bergbaus seit den 2010er-Jahren nach Osten verlegt) wirken Karten und Navis teils veraltet; folgen Sie der Beschilderung. Entsorgen Sie Grauwasser und Toilette in Kiruna, bevor Sie in den Nationalparkbereich fahren, da dort Entsorgung kaum möglich ist.

4Etappe 4: Kiruna nach Abisko (ca. 100 km)

Die Strecke
Auf der E10 westwärts am Torneträsk entlang. Die Straße verläuft zunächst durch Wald, später entlang des großen Sees mit freien Blicken auf Fjäll und Berge. Einzelne Rentierzäune und Wildwechsel; die Straße ist meist asphaltiert, aber oft wellig und kurvig. Gut anderthalb Stunden bei vorsichtiger Fahrt.
Highlights & Must-Sees
  • Torneträsk: mit rund 330 Quadratkilometern einer der größten Seen Schwedens, Parkbuchten für Fotostopps.
  • Abisko-Schlucht (Abiskojåkka) und Abisko-Nationalpark: Wanderwege am Beginn des Kungsleden, der Park beginnt direkt bei der Abisko Turiststation.
  • Nuolja-Sessellift ab der Abisko Turiststation zur Aurora Sky Station (Njullá) mit Aussicht über das Torneträsk-Tal; saisonal, Termine bei STF prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Abisko Turiststation (STF) mit Campingplatz für Wohnmobile und Zelte, Sanitär, Café und Restaurant, direkt am Park. Alternativ liegt Björklidens Camping rund 8 Kilometer weiter westlich. Die Öffnung im Herbst ist nicht bestätigt; Betriebe vorher anfragen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark Abisko gelten besondere Regeln (Zelten laut Naturkartan an ausgewiesenen Zeltplätzen); Wohnmobile gehören auf Campingplätze oder offizielle Parkplätze. Feuer machen darf man nur an dafür eingerichteten Feuerstellen. Trinkwasser aus den Bächen sollte abgekocht werden.

Insider-Tipp für Camper
Tanken Sie in Kiruna vor der Abfahrt komplett voll, weil Kiruna–Abisko rund 100 Kilometer sind und Tankmöglichkeiten unterwegs und in Abisko nicht bestätigt sind. Beachten Sie die Rentiere: Sie queren die E10 gerade im Frühherbst auf dem Weg ins Winterland. Die Aurora Sky Station öffnet laut STF saisonal (Polarlichtsaison ab spätem August, dazwischen Pause); Zeiten vorab prüfen, wetterabhängig.

5Etappe 5: Abisko nach Björkliden (ca. 8 km)

Die Strecke
Kurze Etappe auf der E10 am Südufer des Torneträsk entlang nach Björkliden, mit weiten Blicken über den See und das Nuolja-Massiv. Die Straße steigt leicht an, Kurven und Rentiere beachten. Rund 10 Minuten ohne Halt.
Highlights & Must-Sees
  • Fjällwanderungen oberhalb von Björkliden mit Aussicht über das Torneträsk-Becken.
  • Das „Blue Hole“ über dem Torneträsk-Tal: ein Gebiet mit auffallend wenig Wolken, das Abisko zum bekannten Polarlicht-Ort macht.
  • Kungsleden-Abschnitt ab Abisko Richtung Abiskojaure als Tageswanderung.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Björklidens Camping direkt an der E10 mit Plätzen für Wohnmobile und Sanitär; laut OSM ca. 100 Plätze. Im Herbst abhängig vom Betrieb offen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rund um Björkliden und Riksgränsen sind die Rastplätze und Parkplätze am See stark frequentiert; Campen ist dort verboten, Übernachten im Fahrzeug nur, wo Parken erlaubt ist. Am See nicht ins Ufergelände fahren.

Insider-Tipp für Camper
Wander- und Aussichtstouren mit Wetterumschwung vorab im Naturum Abisko oder bei der Turiststation klären. Bringen Sie Mückenschutz mit, wenn Sie im Sommer unterwegs sind; im Herbst reicht Windschutz.

6Etappe 6: Björkliden nach Narvik (über Riksgränsen) (ca. 60 km)

Die Strecke
Auf der E10 zur Grenze bei Riksgränsen auf rund 500 m Höhe, dann hinab durch die norwegischen Fjellregion nach Rombaksbotn und Narvik. Die Straße ist teils eng, mit Tunneln und Steigungen; im Herbst und Winter können Schnee oder Eis auftreten. Gut eine Stunde reine Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Riksgränsen: Grenzort mit Skigebiet und Blick auf die Erzbahn; im Sommer Wanderungen am Rallarvägen.
  • Ofotbanen: die Erzbahn von Kiruna nach Narvik, an mehreren Stellen von der E10 aus zu sehen.
  • Narvik: Kriegsmuseum und Hafen am Ofotfjord; die Stadt ist schon seit dem Zweiten Weltkrieg geprägt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Narvik gibt es mehrere Campingplätze rund um den Ofotfjord, darunter Øyjord Camping, laut OSM nordöstlich der Stadt. Angaben zu Ausstattung und Öffnungszeiten vorab prüfen, da viele Plätze im Herbst schließen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Norwegen erlaubt das Jedermannsrecht (friluftsloven) das Zelten abseits von Häusern, für Wohnmobile ist Übernachtung am Straßenrand oder auf Parkplätzen nur dort tragbar, wo Parken erlaubt ist; die zulässige Dauer ist nicht einheitlich geregelt, Schilder und Gemeinde beachten. Abstand zu Häusern und Campingplätzen wahren, kein Campen in Schutzgebieten. Gemeinden schreiten gegen Wildcampen zunehmend ein.

Insider-Tipp für Camper
Mautstellen in Norwegen arbeiten elektronisch; für ausländische Fahrzeuge gibt es AutoPASS-Verträge, Details und Zahlungswege vorab bei autopass.no klären. Für Alkohol, Fleisch und Milchprodukte gelten Einfuhrgrenzen und Deklarationspflichten; Mengen vorab bei Tolletaten und Mattilsynet prüfen. Tanken und Einkaufen in Norwegen wird in Kronen abgerechnet; Kartenzahlung ist üblich.

7Etappe 7: Narvik nach Kiruna (ca. 190 km)

Die Strecke
Zurück auf der E10 über Riksgränsen, Abisko und das Torneträsk-Tal bis Kiruna. Die Strecke bietet Gelegenheit, Orte aus der Gegenrichtung zu sehen und Fotos nachzuholen. Gut drei Stunden Fahrzeit; im Dunkeln auf Rentiere achten.
Highlights & Must-Sees
  • Rombaksbotn: der innerste Teil des Rombaksfjords an der E10, mit Aussicht auf Fjord und Berge.
  • Vassijaure: kleiner Ort an der Erzbahn kurz vor der Grenze, mit Bahnhalt und Wanderwegen.
  • Sámi-Kulturangebote entlang der Strecke, etwa Besuche bei Rentierhaltern mit vorheriger Anmeldung.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zurück in Kiruna übernachten Sie auf Camp Ripan oder in Jukkasjärvi. Wer weiter Richtung Süden will, findet entlang der E45 die in Etappe 1 genannten Plätze.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Siehe Etappe 3: Rastplätze entlang der E10 sind nutzbar, wo erlaubt, aber nicht für längeres Campen. Besonders im Grenzgebiet kontrollieren Behörden Parkplätze und Schutzgebiete.

Insider-Tipp für Camper
Planen Sie den Rückweg mit Tanken in Kiruna vor der Weiterreise nach Süden: Inlandsvägen in Richtung Gällivare und Jokkmokk hat lange Abschnitte ohne Tankstelle. Bei Schneefall im Herbst früh am Tag fahren, da Räumdienste auf den E10-Abschnitten reagieren.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Schweden: Das Jedermannsrecht (allemansrätten) erlaubt vor allem Zelten für ein bis zwei Nächte abseits von Häusern. Für Wohnmobile gilt es nicht pauschal; Parken ist erlaubt, wo Parken erlaubt ist, Übernachten auf Rastplätzen wird meist geduldet, solange kein Verbotsschild steht. Auf Privatgrund, in Naturreservaten und im Abisko-Nationalpark gelten eigene Regeln.
  • Abisko-Nationalpark: Wege nicht verlassen, Hunde anleinen, Müll mitnehmen, Feuer nur an ausgewiesenen Stellen, nicht ins Gelände fahren. Zelten laut Naturkartan auf ausgewiesenen Zeltplätzen (etwa an der Abisko Turiststation); aktuelle Regeln bei Naturum Abisko und Länsstyrelsen Norrbotten prüfen.
  • Norwegen: Das Jedermannsrecht erlaubt Zelten mit Abstand zu Häusern; Wohnmobile dürfen auf Parkplätzen übernachten, wo Parken erlaubt ist, die Dauer ist nicht einheitlich geregelt. Von 15. April bis 15. September gilt in Wald und Feld ein Feuerverbot (bålforbud). Auf Campingplatz-Nähe achten.
  • Apps: park4night, Campercontact und die Seiten von Länsstyrelsen und Naturkartan nutzen, um Rastplätze, Campingplätze und Tankstellen zu finden. Sámi-Siedlungen und Rentierwiesen sind kein Campinggelände.

Entsorgung & Versorgung

  • Entsorgung: In Schweden heißt die Station „tömningsstation“, Gast- und Stellplätze bieten sie oft; in Norwegen „tømmestasjon“. Grauwasser nur an der Station. Im Norden frieren Anschlüsse im Herbst ein.
  • Trinkwasser: Leitungswasser ist in Schweden und Norwegen gut, Wasser in Bächen im Gebirge nur abgekocht trinken.
  • Gas: Deutsche Flaschen werden nicht getauscht; Schweden und Norwegen nutzen eigene Anschlüsse. Autogas (LPG) ist im Norden selten. Gas vorab ausreichend mitbringen oder Adapter besorgen; Füllung beim Händler vor Ort prüfen.
  • Tanken: Zwischen Arvidsjaur, Jokkmokk, Gällivare, Kiruna und Abisko liegen teils 100 Kilometer ohne verlässliche Tankstelle; tanken Sie spätestens bei halbem Tank nach. Viele Stationen sind Kartenautomaten.
  • Einkauf: Alkohol über 3,5 % gibt es nur bei Systembolaget, in Norwegen bei Vinmonopolet; Lebensmittel am besten in Arvidsjaur, Jokkmokk, Gällivare oder Kiruna.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Schweden: Wohnmobile bis 3,5 t folgen in der Regel den Pkw-Limits (je nach Beschilderung 70–120 km/h, auf der Inlandsvägen meist 80–100); über 3,5 t gelten niedrigere Limits (meist 80 km/h); Gespanne meist 80 km/h. Beschilderung beachten.
  • Das Abblendlicht muss in Schweden und Norwegen am Tag eingeschaltet sein. Alkoholgrenze in Schweden 0,2 ‰.
  • Rentierunfall: Nach Angaben der Polizei sollten Sie auch Kollisionen mit Rentieren melden. Bei Gefahr oder Verletzten 112, sonst Polizei 114 14. Warndreieck (in Norwegen vorgeschrieben) und Warnweste mitführen.
  • Winter: Vom 1. Dezember bis 31. März gilt in Schweden bei Winterbedingungen Winterreifenpflicht; im Herbst können Schnee und Glätte früher auftreten. Spikes sind in Schweden vom 1. Oktober bis 15. April erlaubt.
  • Maut: In Schweden gibt es auf dieser Route keine Vignette. In Norwegen elektronische Mautstellen; Zahlung über AutoPASS-Vertrag, Einzelheiten bei autopass.no. Maximale Fahrzeugbreite: Schweden 2,60 m, Norwegen 2,55 m; Höhe und Länge der Zielregion beachten.
  • Sámi-Kultur: Rentiere sind Eigentum von Rentierhaltern. Nicht füttern, nicht jagen, nicht in Herden fahren; Zäune und Gatter schließen; vor Fotos von Personen, Siedlungen und Duodji fragen. Sámi-Souvenirs mit dem Duodji-Siegel bevorzugen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Zusätzliche Kanister (Diesel/Benzin) oder Wasserkanister – Tankstellen und frostfreie Wasseranschlüsse sind im Herbst selten.
  • Mückennetz und Mückenspray: Mitte Juni bis August sind Mücken und Bremsen im Norden ein ernstes Thema.
  • Warme Schichten, Mütze, Handschuhe und Wanderschuhe: Im Abisko-Gebiet sinken die Temperaturen im Herbst schnell unter null.
  • Taschenlampe mit Rotlicht und Stativ für Polarlichter (Sept–März), plus Kamera mit längerer Belichtungszeit.
  • Warnweste, Warndreieck und eine starke Handlampe griffbereit: Wildunfälle mit Rentieren passieren oft in der Dämmerung.
  • Vorab ausgedruckte Reservierungen für Campingplätze und Skizzen der Route, da Mobilfunk in Teilen der Strecke lückenhaft ist.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Arvidsjaur

    Schweden
    Start
  2. 2

    Polcirkeln

    Schweden
    137 km
  3. 3

    Jokkmokk

    Schweden
    8 km
  4. 4

    Porjus

    Schweden
    49 km
  5. 5

    Gällivare

    Schweden
    52 km
  6. 6

    Kiruna

    Schweden
    103 km
  7. 7

    Jukkasjärvi

    Schweden
    20 km
  8. 8

    Abisko

    Schweden
    115 km
  9. 9

    Björkliden

    Schweden
    11 km
  10. 10

    Riksgränsen

    Schweden
    28 km
  11. 11

    Narvik

    Norwegen
    36 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Juni–Juli. Kalt und kurze Tage: Oktober–April. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Schweden: Maut auf einigen Straßen, Brücken oder Tunneln. City-Maut in Stockholm und Göteborg; Maut auf der Øresundbrücke. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 120 km/h.
  • Norwegen: Elektronische Maut per Kennzeichenerfassung. Automatische Mautstraßen und Mautringe; viele Strecken enthalten Autofähren. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 110 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

Diese Reise im Planer öffnen

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik»?

7-tägiger Roadtrip über etwa 560 km (348 mi) mit 11 Stopps, von Arvidsjaur nach Narvik. Insgesamt etwa 7 h 44 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik»?

Wir empfehlen 7 Tage: etwa 7 h 44 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik»?

Sie beginnt in Arvidsjaur und endet in Narvik.

Durch welche Länder führt «Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik»?

Schweden und Norwegen.

Wo kann man entlang «Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 30 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Sjöstjärnan, Gällivare Camping und Camp Alta.

Wann ist die beste Reisezeit für Rentierland, Polarkreis und Torneträsk – mit dem Camper auf der Inlandsvägen durch Schwedisch-Lappland bis Abisko und Narvik?

Kein Monat ist auf der ganzen Strecke ideal; am angenehmsten sind meist Juni–Juli. Kalt und kurze Tage: Oktober–April. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)