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E60

Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See

Von der Dreiflüssestadt Passau der Donau entlang durch Schlögener Schlinge, Mauthausen und Wachau nach Wien und weiter ins pannonische Burgenland, zu Weinorten, Salzlacken und Storchennestern: rund 545 Kilometer, die sich am besten in kurzen Etappen mit Fahrrad im Gepäck erfahren lassen.

Entfernung
400 km (248 mi)
Fahrzeit
5 h 31 min
Empfohlene Tage
8
Stopps
14
Länder
Deutschland, Österreich
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 8-tägiger Roadtrip über etwa 400 km (248 mi) mit 14 Stopps, von Passau nach Mörbisch am See. Insgesamt etwa 5 h 31 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Deutschland, Österreich · Weitere Roadtrips ab Passau

Reiseführer · CampingSpirit

Von der Dreiflüssestadt Passau der Donau entlang durch Schlögener Schlinge, Mauthausen und Wachau nach Wien und weiter ins pannonische Burgenland, zu Weinorten, Salzlacken und Storchennestern: rund 545 Kilometer, die sich am besten in kurzen Etappen mit Fahrrad im Gepäck erfahren lassen.

Der Spirit der Route

Die Donau ist hier kein Fluss, den man überquert, sondern einer, dem man folgt. Hinter Passau zwängt sie sich in Mäandern durch dunkle Granitwälder, bei Schlögen wendet sie sich fast um sich selbst, und aus der Schiebetür sehen Sie Frachtschiffe so lautlos vorbeiziehen wie Wolken. Weiter flussab wechseln Wälder gegen Terrassenweinberge: In der Wachau stehen Marillenbäume zwischen Trockenmauern, Burgruinen sitzen auf den Felsen, und abends duftet es nach Heurigenfeuer. In Wien wird die Fahrt für zwei Tage zur Stadtreise mit Straßenbahn statt Gaspedal. Dann öffnet sich der Himmel: Hinter Parndorf beginnt die Pannonische Tiefebene, ein Land aus Wind, Schilf und Salzlacken, in dem Graugänse über das flache Wasser rufen und Störche auf den Dächern von Rust nisten. Diese Route ist leise, flach, genussvoll – eine Fahrt für Radfahrer, Vogelbeobachter und Weintrinker, die lieber ankommen als abhaken.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Passau nach Linz (über die Schlögener Schlinge) (ca. 120 km)

Die Strecke
Von Passau über die Grenze und auf der B130 Donau Straße flussabwärts: Engelhartszell, Schlögen, Aschach, dann durchs Eferdinger Becken nach Linz. Die Straße ist vignettenfrei, folgt dem Fluss in vielen Kurven und ist oft eng mit Radfahrern geteilt; rund 2,5 bis 3 Stunden reine Fahrzeit. Die Autobahnvariante A3/A8/A7 ist schneller, braucht aber eine Vignette und lässt die Schlinge aus.
Highlights & Must-Sees
  • Passau: Dreiflüsseeck, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, und der Stephansdom mit einer der größten Kirchenorgeln der Welt.
  • Schlögener Schlinge: Aussicht vom Schlögener Blick über die fast kreisförmige Flussschleife, mit Anstieg zu Fuß.
  • Stift Engelszell: einzige Trappistenabtei Österreichs, mit Klosterladen für Likör und Bier.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Schlögen liegt direkt am Fluss der Camping Schlögen, praktisch für die Schlinge und den Radweg. In Linz bietet sich der Campingplatz am Pichlingersee im Südosten der Stadt an, Strom und Sanitär sind vorhanden; Saison und Öffnungszeiten vorab prüfen. In Passau gibt es mit den Stellplätzen an der Ilzbrücke und im Winterhafen Racklau Wohnmobilstellplätze der Stadt.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Oberösterreich entscheiden die Gemeinden über Campieren außerhalb von Plätzen; an der Donau sind Parkplätze und Uferstreifen häufig ausdrücklich ausgeschlossen. In Passau ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Stellplätzen vorgesehen. Naturschutzgebiet und Uferbereich der Schlinge sind sensibel – nicht freistehen.

Insider-Tipp für Camper
Wer zur Schlinge will, plant die Rast mittags, wenn die Radgruppen zum Gasthaus drängen. In Linz die Innenstadt meiden; Ziel ist der Pichlingersee, von dort geht es per Bus oder Rad ins Zentrum.

2Etappe 2: Linz nach Grein (über Mauthausen) (ca. 70 km)

Die Strecke
Von Linz auf der B3 durch das Machland nach Mauthausen, dann durch Enns-Donau-Auen und Perg bis in den Strudengau mit den früheren Strudeln und Wirbeln bei Struden. Die Straße hält gut Abstand zur Donau, die Orte sind oft eng. Etwa zwei Stunden Fahrt, Aufenthalte nicht eingerechnet.
Highlights & Must-Sees
  • KZ-Gedenkstätte Mauthausen: der ehemalige Granitsteinbruch mit der Todesstiege; der Besuch ist mit Besucherzentrum eine ernste, gut betreute Stunde bis Halbtage.
  • Strudengau: enge Durchbruchstrecke der Donau bei Struden mit der Aussicht vom Hausstein.
  • Grein: Greinburg über der Altstadt und das Stadttheater von 1791.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Donau Camping Grein liegt in Grein direkt an der Donau mit Strom, V/E und Sanitär; Saison vorher prüfen. Camping Au an der Donau liegt einige Kilometer hinter Mauthausen und ist eine ruhigere Alternative.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Diese Etappe liegt in Oberösterreich, wo die Gemeinden das Campieren außerhalb von Plätzen unterschiedlich regeln; auf Parkplätzen und an der Donaulände ist es meist ausgeschlossen. Parkplätze an Gedenkstätte, Burg und Donaulände dienen nur dem Tagesbesuch.

Insider-Tipp für Camper
Besuchen Sie die Gedenkstätte früh am Tag, bevor Reisegruppen eintreffen; die Gedenkstätte hat einen eigenen Parkplatz, Größe und Zufahrt für Wohnmobile vorab klären. Im Strudengau gibt es keine Schnellstraße: Geduld mit Radlern, Ausweichbuchten nutzen.

3Etappe 3: Grein nach Melk (ca. 55 km)

Die Strecke
Weiter durch das Nibelungengau: am Nordufer über Persenbeug und Marbach, am Südufer über Ybbs und Pöchlarn nach Melk; die Donau wird bei Ybbs-Persenbeug oder Melk überquert. Die Straßen sind breit, aber durch Ortsdurchfahrten langsam; die Donaukraftwerke Ybbs-Persenbeug und Melk prägen den Fluss. Rund 1,25 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Schloss Persenbeug, Geburtshaus von Kaiser Karl I., hoch über dem Fluss.
  • Ybbs: Altstadt und Donaupromenade, ein Zwischenstopp mit Radweg.
  • Stift Melk: die barocke Benediktinerabtei auf dem Felsen, mit Stiftsgarten und Bibliothek.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Campingplatz Melk liegt an der Donau mit Blick auf das Stift, mit Strom, V/E und Sanitär; Rad- und Gehweg zur Altstadt. In Ardagger Markt gibt es zudem einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Melk und Umgebung ist das Übernachten auf Parkplätzen nicht vorgesehen; Niederösterreich verbietet Campieren außerhalb der Plätze grundsätzlich. Parkplätze am Stift sind Tagesparkplätze; Höhenbegrenzungen vorher prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Stift Melk ist von März bis Oktober der Hauptanziehungspunkt der Wachau-Busse: lieber früh oder am späten Nachmittag besuchen. Lassen Sie den Camper am Platz und gehen Sie die rund eineinhalb Kilometer zu Fuß oder fahren Sie Rad.

4Etappe 4: Melk nach Krems an der Donau (durch die Wachau) (ca. 45 km)

Die Strecke
Von Melk durch das UNESCO-Welterbe: am Südufer (B33) über Schönbühel und Rossatz, am Nordufer (B3) über Aggsbach, Willendorf, Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein; bei Mautern und Krems wechseln Brücken die Seite. Die Straße ist kurvenreich, die Ortsdurchfahrten sind eng, im Sommer und zur Marillenblüte wird es voll. Gute Stunde Fahrzeit, tatsächlich der halbe Tag mit Pausen.
Highlights & Must-Sees
  • Ruine Aggstein auf dem Felsen über dem Fluss, mit kurzem Fußaufstieg.
  • Spitz: Terrassenweinberg Tausendeimerberg und die Rollfähre Spitz–Arnsdorf.
  • Dürnstein: das blaue Stiftsturm-Wahrzeichen und der Burgweg zur Ruine, in der Richard Löwenherz gefangen gewesen sein soll.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Wachau Camping Schönbühel liegt am Südufer der Donau mit Strom, Sanitär und V/E. Campingplatz Rossatz ist eine Alternative am Südufer; Wohnmobilcamping Artner in Rossatz und das Weingut Hutter in Mautern haben kleine Stellplätze. Aggsbach Markt hat einen Wohnmobilstellplatz; Ausstattung und Saison je Platz vorher prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In der Wachau gelten niederösterreichische Gesetze: Campieren außerhalb von Plätzen ist grundsätzlich verboten, und die Welterbegemeinden kontrollieren. Weingüter, die Stellplätze anbieten, sind der legale Weg – meist mit Heurigen-Abend.

Insider-Tipp für Camper
Fahren Sie die Wachau möglichst unter der Woche und vor 10 Uhr; auf der B3 teilen Sie die Straße mit Reisebussen und Radgruppen. Prüfen Sie vor Ortsdurchfahrten wie Dürnstein und Weißenkirchen Breiten- und Längenbeschränkungen. Die Marillenblüte (ab Ende März) und die Lese im September und Oktober sind Hochsaison – früh reservieren.

5Etappe 5: Krems an der Donau nach Wien (über Tulln und Klosterneuburg) (ca. 80 km)

Die Strecke
Von Krems über Traismauer und Tulln durch das Tullnerfeld, dann am Wienerwald vorbei nach Klosterneuburg und in die Stadt. Gut ausgebaute Bundesstraßen und Schnellstraße (Vignette beachten), nur im Raum Wien dichter Verkehr. Etwa 1,5 Stunden Fahrzeit ohne Stadtverkehr.
Highlights & Must-Sees
  • Krems-Stein: Kunstmeile, Altstadt mit Steiner Tor und Weinstadt.
  • Stift Klosterneuburg, Augustiner-Chorherrenstift mit Weinbau und Verduner Altar.
  • Wiener Heurigenorte am Kahlenberg und in Nussdorf, mit Blick auf Donau und Stadt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Donaupark Camping Tulln (großer, flacher Platz an der Donau) oder Donaupark Camping Klosterneuburg am Stadtrand, mit Strom, Sanitär und Anbindung an Bus und Bahn nach Wien. In Wien selbst gibt es MICAMPA Wien Donau und MICAMPA Wien Wienerwald (Campingplätze) sowie den großen Reisemobil-Stellplatz Wien im Süden der Stadt mit Ver- und Entsorgung; Reservierung empfohlen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Wien ist das Campieren außerhalb von Plätzen grundsätzlich verboten; auch Parkplätze der Stadt sind nicht zum Übernachten gedacht. Vor allem Park-and-ride-Garagen haben Höhenbegrenzungen für Camper.

Insider-Tipp für Camper
Lassen Sie den Camper auf dem Platz und fahren Sie öffentlich in die Stadt; Tageskarten der Wiener Linien rechnen sich. Entsorgung und Wasser vor der Stadt (Tulln, Klosterneuburg) füllen. Mehr als einen Tag in Wien einplanen: Stephansdom, Schönbrunn, Naschmarkt und Prater füllen leicht zwei.

6Etappe 6: Wien nach Podersdorf am See (ca. 70 km)

Die Strecke
Aus Wien auf der A4 Ostautobahn Richtung Flughafen und Parndorf, dann auf der Landesstraße über Neusiedl am See an das Ostufer des Sees nach Podersdorf. Der Übergang von Wienerwald und Stadt zur Weite des Pannonischen Tieflands ist deutlich spürbar, Windkraftanlagen säumen die Strecke. Etwa 1 bis 1,25 Stunden Fahrzeit.
Highlights & Must-Sees
  • Neusiedl am See: Ortskern, Tabor-Ruine und der Hafen am Schilfgürtel.
  • Podersdorf: Leuchtturm, Seepromenade und der Strand, bekannt für Surfer und Kitesurfer.
  • Radweg rund um den Neusiedler See: Abschnitte lassen sich mit dem Rad von Podersdorf aus fahren.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Strandcamping Podersdorf am See liegt direkt am Ufer mit Strom, V/E und Sanitär; die Saison ist auf die warmen Monate ausgerichtet. In Podersdorf bieten die Weingüter Sloboda, Schaller und Fettl kleine Wohnmobilstellplätze; Ausstattung vorab erfragen. In Neusiedl am See gibt es zusätzlich einen kommunalen Wohnmobilstellplatz.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Das Burgenland verbietet das Campieren in der freien Landschaft außerhalb genehmigter Plätze (Camping- und Mobilheimplatzgesetz, Naturschutzgesetz), auch das Abstellen von Wohnmobilen dort; erlaubt ist nur kurzes Parken auf Parkflächen. Das Podersdorfer Seeufer und die Dämme sind kein Stellplatz.

Insider-Tipp für Camper
In Podersdorf weht oft starker Wind: Markise einholen und Keile für den Auflaufbereich bereit halten. Gelsen (Stechmücken) sind am Schilf zahlreich – Fliegengitter und Mückenschutz einpacken. Im Hochsommer und an Wochenenden früh reservieren.

7Etappe 7: Podersdorf am See nach Podersdorf am See (Illmitz und Seewinkel) (ca. 45 km)

Die Strecke
Rundfahrt durch den Seewinkel: Podersdorf – Illmitz – Apetlon – zurück über Nebenstraßen. Flach, schnurgerade, mit Feldwegen, die oft nur Radfahrer und Fußgänger nutzen dürfen. Gut eine Stunde Fahrt, der Rest ist Beobachten und Wandern.
Highlights & Must-Sees
  • Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel (seit 1993): Salzlacken, Schilf und Steppe, Lebensraum von Graugänsen, Löffler, Silberreiher und vielen Zugvögeln; im Herbst rasten Kraniche.
  • Lange Lacke bei Illmitz: eine der bekanntesten Lacken des Gebiets, mit Beobachtungsmöglichkeiten.
  • Nationalpark-Informationszentrum in Illmitz mit Ausstellung und Ranger-Führungen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Zweite Nacht in Podersdorf, oder Strommer Wohnmobilstellplatz in Illmitz (Ver- und Entsorgung, Strom, Sanitär). Camping Paula in Frauenkirchen ist ein weiterer Platz im Seewinkel, nur in der warmen Jahreszeit geöffnet.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Nationalpark ist das Verlassen der Wege außerhalb der Besucherzonen untersagt, Campieren, Feuer und Fahrzeuge außerhalb der Straßen sind verboten; Regeln für Hunde vorab beim Nationalpark erfragen. Die Burgenländer Rechtslage (Campieren nur auf genehmigten Plätzen) gilt auch hier.

Insider-Tipp für Camper
Beste Beobachtungszeit sind Morgen und früher Abend; ein Fernglas ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Im Sommer fallen die Salzlacken teilweise trocken, der Wasserstand schwankt von Jahr zu Jahr – Info-Zentrum fragen, wo gerade Vögel zu sehen sind. Auf den Feldwegen nicht mit dem Wohnmobil fahren, auch wenn der Weg offen scheint.

8Etappe 8: Podersdorf am See nach Mörbisch am See (über Rust) (ca. 60 km)

Die Strecke
Um die Nordspitze des Sees über Neusiedl am See, Breitenbrunn, Purbach und Donnerskirchen nach Rust und Mörbisch. Gut ausgebaute Landstraße durch Weinorte, im Sommer mit viel Radverkehr und Ausflugsbussen. Etwa 1,25 Stunden ohne Pausen.
Highlights & Must-Sees
  • Rust: Freistadt am See mit Storchennestern auf den Dächern, Ruster Ausbruch und Altstadt, Teil des Welterbes Fertő/Neusiedler See.
  • Purbach und Donnerskirchen: Weinorte mit Kellergassen und Heurigen.
  • Mörbisch am See: Seebühne (Festspiele im Sommer) und Stege ins Schilf.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Storchencamp Rust am Seebad, mit Strom, V/E und Sanitär; in Mörbisch bietet CamÖ einen Platz mit Strom und Wasser. Storchencamp Purbach und Campingplatz Sonnenwaldbad in Donnerskirchen sind weitere Optionen; Saison und Öffnungszeiten vorab prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Rust und Mörbisch grenzen an Naturschutz- und Welterbezone; Wildcampen ist nach Burgenländer Recht verboten, auch auf Parkplätzen am See.

Insider-Tipp für Camper
Rust ist an Wochenenden und zur Weinlese überlaufen; kommen Sie früh oder fahren Sie von Mörbisch mit dem Rad. Rückreise: Eisenstadt und die A3/A2 Richtung Wien.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Österreichisches Recht ist Ländersache: In Wien und Niederösterreich ist Campieren außerhalb von Plätzen grundsätzlich verboten, in Oberösterreich entscheiden die Gemeinden. Im Burgenland ist das Campieren in der freien Landschaft außerhalb genehmigter Plätze verboten, auch das Abstellen von Wohnmobilen dort; erlaubt ist kurzes Parken auf Parkflächen (Stand: Seite oesterreich.gv.at, März 2026).
  • Unterscheiden Sie zwischen Parken und Campieren: Stühle, Tisch, Markise, ausgefahrene Stützen oder Grillen zählen als Campieren. Schlafen im Fahrzeug ist nicht überall erlaubt, nur weil nichts aufgebaut ist – Orts- und Landesrecht beachten.
  • In Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, Welterbezone Fertő/Neusiedler See und Naturschutzgebieten sind Bußgelder bis zu mehreren tausend Euro möglich; das ÖAMTC nennt für Schutzgebiete bis zu 14.500 Euro.
  • Legale Alternativen sind Campingplätze, kommunale Stellplätze und Weingüter. Hofstellplatz-Programme wie „Schau aufs Land“, Landvergnügen und Nomady erlauben eine Nacht bei Winzern. Apps: park4night, Campercontact, Stellplatzführer.

Entsorgung & Versorgung

  • Ver- und Entsorgung gibt es an den meisten Campingplätzen und an kommunalen Stellplätzen wie Melk, Ardagger, Aggsbach, Neusiedl und Wien; manche Stationen sind nur für Gäste nutzbar, andere funktionieren mit Münzen oder Karte.
  • Grauwasser und Kassette nur an Entsorgungsstationen leeren, nicht in Straßengullys oder Weinberge. Leitungswasser ist in Österreich in der Regel Trinkwasser.
  • Gas: Österreichische und deutsche Tauschflaschen sind nicht immer kompatibel; Campingaz ist verbreitet. Tankflaschen und Gastanks lassen sich an Autogas-Tankstellen mit passendem Adapter (Dish, ACME, Euro) füllen, nicht jede Station hat alle Anschlüsse. Mit zwei vollen Flaschen anreisen.
  • Ausstattung und Saison jedes Platzes vorher prüfen, besonders im Burgenland, wo viele Plätze nur von April bis Oktober geöffnet sind.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Wohnmobile bis 3,5 t Autobahn 130 km/h, Landstraße 100 km/h, Ortsgebiet 50 km/h. Mit Anhänger hängt das Limit von Zulassung und Gesamtmasse ab (70 bis 100 km/h); Zulassungsschein prüfen. Über 3,5 t gelten Autobahn 80 und Landstraße 70 km/h. Stand vorab prüfen.
  • Maut: Für Autobahnen und Schnellstraßen bis 3,5 t braucht es die Vignette (digital oder Klebe; digital auch 1 Tag; 10 Tage, 2 Monate, Jahr). Über 3,5 t: GO-Maut mit GO-Box, kilometerabhängig. Die B3 und B130 sind vignettenfrei. Die digitale Jahres- und 2-Monats-Vignette gilt beim Online-Kauf erst 18 Tage später, wenn man nicht aktiv auf das Rücktrittsrecht verzichtet; 1- und 10-Tages-Vignette sind sofort gültig. Aktuelle Preise im ASFINAG-Shop prüfen.
  • Umweltzonen: Eine Plakettenpflicht wie in deutschen Umweltzonen ist auf dieser Route nicht bekannt. Abschnittsweise gelten im Rahmen des Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) Tempolimits auf Autobahnen. Stand vor der Fahrt prüfen.
  • Wien: Kurzparkzonen gelten im ganzen Stadtgebiet in der Regel Montag bis Freitag 9 bis 22 Uhr (Feiertage ausgenommen), mit Parkscheinen oder Handyparken, Höchstdauer meist zwei Stunden; ohne Wiener Parkpickerl keine Dauerparkberechtigung. Der erste Bezirk ist weitgehend verkehrsberuhigt. Wohnmobile gehören auf Plätze.
  • Maße: Höhe 4,00 m, Breite 2,55 m, Länge Einzelfahrzeug 12 m, Gespann 18,75 m. Winterausrüstung gilt vom 1. November bis 15. April situativ bei Schnee, Matsch und Eis. Alkohollimit 0,5 Promille, Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Fahrräder oder E-Bikes mit Heckträger und Schloss – der Donauradweg und der Neusiedler-See-Radweg sind die eigentlichen Straßen dieser Route.
  • Fernglas und Vogelführer für Seewinkel und Donau-Auen – der Nationalpark lebt von Sichtungen, nicht von Wegen.
  • Mückenschutz, Fliegengitter und Insektenspray gegen Gelsen am Schilf und an der Donau.
  • Gasadapter-Set (Dish, ACME, Euro) und zwei volle Flaschen für Autogas und Tankflaschen.
  • Windfeste Markise und Sturmbänder sowie Keile: Der Pannonische Wind in Podersdorf lässt Stühle fliegen.
  • Digitale Vignette rechtzeitig vor der Reise gekauft und Kennzeichen geprüft, plus Wien-Tageskarten.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Passau

    Deutschland
    Start
  2. 2

    Schlögen

    Österreich
    43 km
  3. 3

    Linz

    Österreich
    42 km
  4. 4

    Mauthausen

    Österreich
    23 km
  5. 5

    Grein

    Österreich
    31 km
  6. 6

    Melk

    Österreich
    44 km
  7. 7

    Spitz

    Österreich
    23 km
  8. 8

    Dürnstein

    Österreich
    10 km
  9. 9

    Krems an der Donau

    Österreich
    8 km
  10. 10

    Wien

    Österreich
    76 km
  11. 11

    Podersdorf am See

    Österreich
    65 km
  12. 12

    Illmitz

    Österreich
    12 km
  13. 13

    Rust

    Österreich
    16 km
  14. 14

    Mörbisch am See

    Österreich
    7 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Oktober. Kalt und kurze Tage: Dezember–Februar. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Praktisches für unterwegs

  • Deutschland: Keine Autobahnmaut für Pkw. Kein generelles Tempolimit auf Autobahnen (Richtgeschwindigkeit 130 km/h) und keine Pkw-Maut.
  • Österreich: Vignette für Autobahnen nötig. Fahrzeuge über 3,5 t brauchen eine GO-Box für die fahrleistungsabhängige Maut. Tempolimit für Pkw auf Autobahnen: 130 km/h.

Verkehrsregeln und Gebühren ändern sich. Prüfen Sie vor der Reise offizielle Quellen.

Themen

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Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See»?

8-tägiger Roadtrip über etwa 400 km (248 mi) mit 14 Stopps, von Passau nach Mörbisch am See. Insgesamt etwa 5 h 31 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See»?

Wir empfehlen 8 Tage: etwa 5 h 31 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See»?

Sie beginnt in Passau und endet in Mörbisch am See.

Durch welche Länder führt «Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See»?

Deutschland und Österreich.

Wo kann man entlang «Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 98 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 20 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Zeltplatz Passau, Camping Pumberger und Hofmühle.

Wann ist die beste Reisezeit für Strudengau, Marillenblüte und Schilfmeer – mit dem Camper von Passau durch die Wachau und Wien an den Neusiedler See?

Am angenehmsten sind meist Mai–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)