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Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac – bridge over river near city during night time📷 Photo by Marc-Olivier Jodoin on Unsplash
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Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac

Vom Gatineau Park über den Ottawa River bis in die Réserve faunique La Vérendrye: 650 Kilometer Wald, Seen und Flusstäler vor den Toren der Hauptstadt.

Entfernung
456 km (284 mi)
Fahrzeit
5 h 04 min
Empfohlene Tage
6
Stopps
10
Provinzen
QC
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 6-tägiger Roadtrip über etwa 456 km (284 mi) mit 10 Stopps, von Gatineau nach Réserve faunique La Vérendrye. Insgesamt etwa 5 h 04 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Quebec

Reiseführer · CampingSpirit

Vom Gatineau Park über den Ottawa River bis in die Réserve faunique La Vérendrye: 650 Kilometer Wald, Seen und Flusstäler vor den Toren der Hauptstadt.

Der Spirit der Route

Wer von Gatineau aus nach Nordwesten fährt, lässt die Hauptstadtregion in wenigen Minuten hinter sich: Die Straße steigt in die Hügel der Gatineau-Berge, Ahorn und Birken stehen dicht, in den Senken liegen kleine Seen, auf denen morgens Nebel hängt. Im Gatineau Park riecht es nach feuchtem Laub und Harz, aus der Schiebetür hört man Eistaucher und Spechte. Weiter westlich führt die Rte 148 durch das Pontiac, flaches Farmland am Ottawa River, mit Holzbrücken, alten Kirchen und kleinen Orten, die kaum jemand besucht. Im Norden wird der Wald dichter und der Ton rauer: Die Rte 117 zieht sich durch die Réserve faunique La Vérendrye, ein Netz aus Seen, Kanuwegen und Fichtenwald, in dem Elche und Biber leben. Im Spätsommer färbt sich der Ahorn rot, die Nächte werden kühl. Die Route belohnt Gelassenheit: kurze Etappen, Seen statt Städte und Plätze, die Sépaq und die NCC betreiben, mit Vorlauf buchen.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Gatineau nach Gatineau Park (Lac Philippe) (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Gatineau über die Autoroute 5 nach Norden bis Chelsea, dann weiter durch den Park zur Zufahrt zum Lac Philippe. Teile der Straßen im Park sind kurvig und steigen in die Hügel, Tempo meist 50 bis 60. Reine Fahrzeit rund eine Stunde. Einkauf und Tanken vor der Einfahrt in Gatineau oder Chelsea; im Park gibt es kaum Läden.
Highlights & Must-Sees
  • Gatineau Park: Das große Naturschutzgebiet der National Capital Commission (NCC) bietet Seen, Wälder und Aussichtspunkte wie den Champlain Lookout (Belvédère Champlain) über der Eardley-Verwerfung. Zufahrten, Parkplätze und Regeln beachten.
  • Pink Lake (Lac Pink): kleiner meromiktischer See mit türkisfarbenem Wasser und einem Rundweg; der Weg ist kurz und gut zu gehen, Schwimmen ist dort nicht erlaubt.
  • Lac Philippe: Waldsee im Westen des Parks mit Strand und Wanderwegen, ruhig und im Spätsommer wenig besucht; Wege und Seeufer nur nutzen, wo ausgewiesen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Im Gatineau Park gibt es Sommercamping am Lac Philippe sowie kleinere Plätze an anderen Seen (etwa Taylor Lake); Ausstattung ist einfach, Anschlüsse für Wohnmobile gibt es dort in der Regel nicht. Plätze und Fahrzeuggrößen vor der Buchung bei der NCC prüfen; nach NCC-Angaben endet die Sommersaison um den 12. Oktober. Alternativ bieten Gatineau, Chelsea und Wakefield private Plätze mit Strom und Wasser; Namen und Öffnung über Tourisme Outaouais prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Gatineau Park ist Übernachten außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht erlaubt; Parkplätze sind nachts zu räumen. Auf Staatsland im Norden der Region gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen; Regeln beim Ministère des Ressources naturelles et des Forêts (MRNF) prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Die Straßen im Park werden an bestimmten Tagen für Radfahrer reserviert, Teile sind für lange Fahrzeuge ungeeignet; Zufahrt und Beschränkungen vor der Fahrt bei der NCC prüfen. Für den Lac Philippe frühzeitig reservieren, weil die Plätze an Wochenenden schnell vergeben sind.

2Etappe 2: Gatineau Park (Lac Philippe) nach Shawville (ca. 100 km)

Die Strecke
Vom Lac Philippe zurück Richtung Aylmer und auf der Rte 148 nach Westen durch Luskville und Quyon bis Shawville im Pontiac. Die Straße ist zweispurig, meist Tempo 90, in den Dörfern 50; die Landschaft wird flacher, Felder und Wälder wechseln. Reine Fahrzeit rund anderthalb bis zwei Stunden. Tankstellen in Aylmer, Quyon und Shawville.
Highlights & Must-Sees
  • Luskville Falls im Gatineau Park: steiler Wanderweg zu einem Aussichtspunkt über dem Ottawa River; der Weg ist anspruchsvoll, feste Schuhe und Zeit einplanen. Nur bei trockenem Wetter empfehlenswert.
  • Ottawa River bei Quyon: breiter Fluss mit Uferpromenade und Blick nach Ontario; Aussichtspunkte und kleine Parkbuchten an der Rte 148. Nur halten, wo ausgeschildert.
  • Shawville: Marktort im Pontiac mit Hauptstraße, Läden und Rodeo-Tradition im Spätsommer; Termin und Programm vor Ort erfragen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Shawville gibt es kommunale und private Plätze am Rand der Stadt und auf dem Land; Namen, Öffnungszeiten und Ausstattung bei Tourisme Outaouais bzw. Tourisme Pontiac prüfen und telefonisch reservieren. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) sind viele Plätze geschlossen. Als Alternative dient der Parc régional des Chutes-Coulonge (siehe Etappe 3), der etwas weiter westlich liegt.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen in Ortschaften und auf Parkplätzen ist nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; Gemeinden kontrollieren. Ufer und Felder am Ottawa River sind überwiegend Privatland. Staatsland im Norden nur unter den Bedingungen für Besucher von außerhalb Québecs zugänglich.

Insider-Tipp für Camper
In Aylmer oder Quyon tanken und einkaufen: Im Pontiac sind die Orte klein, die Läden schließen früh. Das Pontiac ist überwiegend englischsprachig, Schilder und Gespräche wechseln zwischen Französisch und Englisch; beides funktioniert gut.

3Etappe 3: Shawville nach Fort-Coulonge (ca. 60 km)

Die Strecke
Von Shawville auf der Rte 148 weiter nach Nordwesten durch Campbell’s Bay bis Fort-Coulonge. Zweispurig, flach, Tempo 90, in den Orten 50. Reine Fahrzeit rund eine Stunde. Zwischen den Orten kaum Verkehr, Tankstellen in Campbell’s Bay und Fort-Coulonge.
Highlights & Must-Sees
  • Pont Coulonge in Fort-Coulonge: gedeckte Holzbrücke von 1898 über die Rivière Coulonge, nach lokalen Angaben eine der längsten gedeckten Holzbrücken Québecs; Zugang und Parkplätze vor Ort beachten.
  • Parc régional des Chutes-Coulonge: Wasserfall mit Aussichtsplattformen, Hängebrücke und Wanderwegen am Rand des Ortes; nach Angabe des Parks fällt das Wasser mehr als 40 Meter. Saison und Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
  • Ottawa River bei Campbell’s Bay: Uferpromenade und Aussicht auf den Fluss, ruhige Stimmung am Abend; Parkplätze für große Fahrzeuge vor Ort prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Der Parc régional des Chutes-Coulonge in Fort-Coulonge betreibt nach Angabe des Parks einen Campingplatz in der Nähe der Fälle; Ausstattung, Fahrzeuglängen und Saison bei der Parkverwaltung bzw. Tourisme Pontiac prüfen und reservieren. Alternativ private Plätze im Pontiac, Namen bei Tourisme Outaouais erfragen. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) viele geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Außerhalb der Plätze ist Übernachten im Fahrzeug nicht erlaubt; Parkplätze am Park und an der Brücke sind nur tagsüber zu nutzen. Auf Staatsland im Norden des Pontiac gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen; Waldbrandsperren der SOPFEU beachten.

Insider-Tipp für Camper
Für die Fälle und die Hängebrücke ausreichend Zeit einplanen; nach Regen sind die Wege rutschig. Vor der Weiterfahrt tanken, einkaufen und entsorgen, weil die Strecke Richtung Osten lang ist. Bei Wind und Nebel am Fluss Fahrzeug nicht am Ufer parken.

4Etappe 4: Fort-Coulonge nach Wakefield (ca. 165 km)

Die Strecke
Von Fort-Coulonge auf der Rte 148 nach Osten zurück bis Gatineau, dann über die Autoroute 5 nach Norden bis Wakefield. Der Abschnitt ist lang, aber gut ausgebaut; im Berufsverkehr rund um Gatineau mit Verzögerungen rechnen. Reine Fahrzeit gut zwei Stunden. Alternative Verbindungen durch das Hinterland sind teils schmal oder unbefestigt; für Wohnmobile vorab im Kartenmaterial prüfen und die Hauptstraßen bevorzugen.
Highlights & Must-Sees
  • Wakefield: Dorf an der Gatineau-Mündung mit Hauptstraße, Läden und Cafés; der Fluss fließt hier über Stromschnellen, die gedeckte Holzbrücke im Ort wurde nach einem Brand neu errichtet. Parkplätze für große Fahrzeuge knapp, früh am Tag kommen.
  • Alte Mühle von Wakefield (Moulin Wakefield): historische Mühle am Fluss, heute ein Hotel mit Restaurant; von außen sehenswert, Besuch nur nach Absprache.
  • Mackenzie King Estate und Meech Lake im Gatineau Park: Landsitz des früheren Premiers mit Gartenruinen, Wald und Seeblick; Parkplätze und Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Wakefield, Chelsea und Gatineau gibt es private Plätze mit Strom und Wasser sowie die NCC-Plätze im Gatineau Park (siehe Etappe 1); Namen, Öffnung und Ausstattung bei Tourisme Outaouais prüfen und im Sommer reservieren. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober, bei NCC um den 12. Oktober) viele geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen im Gatineau Park und in den Orten ist nicht erlaubt; Parkplätze sind nachts zu räumen. Auf Staatsland im Norden gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen; Regeln beim MRNF prüfen.

Insider-Tipp für Camper
In Gatineau oder Chelsea einkaufen und tanken, bevor die Fahrt nach Norden beginnt. Wakefield ist an Wochenenden stark besucht; wer einen ruhigen Abend am Fluss sucht, kommt unter der Woche. Für größere Fahrzeuge bietet sich der Parkplatz am Dorfrand an; Hinweisschilder beachten.

5Etappe 5: Wakefield nach Maniwaki (ca. 100 km)

Die Strecke
Von Wakefield auf der Rte 105 nach Norden durch das Tal der Gatineau, über Low, Kazabazua und Gracefield bis Maniwaki. Zweispurig, kurvig in den Hügeln, Tempo 90, in den Orten 50. Reine Fahrzeit rund anderthalb bis zwei Stunden. Tankstellen in Low, Gracefield und Maniwaki, dazwischen vereinzelt.
Highlights & Must-Sees
  • Gatineau-Tal bei Low und Kazabazua: Hügel, Seen und kleine Orte mit Holzkirchen; die Straße folgt dem Fluss, Aussichtspunkte und Parkbuchten ausgeschildert.
  • Gracefield: kleiner Ort mit Seeufer und Läden, Ausgangspunkt für Angel- und Kanutouren; Anbieter und Zeiten vor Ort erfragen.
  • Maniwaki: Hauptort der Vallée-de-la-Gatineau am Zusammenfluss von Gatineau und Désert; in der Nähe liegt die Gemeinschaft Kitigan Zibi Anishinabeg (Algonkin). Besuche nur nach den Regeln der Gemeinschaft, Fotos von Menschen nur mit Erlaubnis.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In Maniwaki und Umgebung gibt es kommunale und private Plätze an Flüssen und Seen; Namen, Öffnungszeiten und Ausstattung bei Tourisme Outaouais prüfen und telefonisch reservieren. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) viele Plätze geschlossen. Als größere Alternative liegt weiter nördlich die Réserve faunique La Vérendrye mit Sépaq-Plätzen (Etappe 6).

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen in den Ortschaften ist nicht erlaubt; kein Übernachten auf Parkplätzen am Fluss oder bei Läden ohne Erlaubnis. Auf Staatsland im Norden gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen; Waldbrandsperren der SOPFEU beachten.

Insider-Tipp für Camper
In Maniwaki tanken, einkaufen und entsorgen, bevor es in die Réserve faunique La Vérendrye geht: Dort liegen Tankstellen weit auseinander. Elche und Hirsche queren die Rte 105 und die Rte 117 in der Dämmerung; Tempo anpassen.

6Etappe 6: Maniwaki nach Réserve faunique La Vérendrye (Le Domaine) (ca. 130 km)

Die Strecke
Von Maniwaki auf der Rte 105 nach Norden bis Grand-Remous, dann auf der Rte 117 nach Nordwesten in die Réserve faunique La Vérendrye. Die Straße ist zweispurig, im Reservat ohne Ortschaften und Tankstellen auf langen Abschnitten; Tempo meist 90. Reine Fahrzeit rund zwei Stunden. Mobilfunk bricht im Reservat häufig ab; Offline-Karten laden und vor Grand-Remous tanken.
Highlights & Must-Sees
  • Grand-Remous: Eingangstor zur Rte 117 mit Tankstellen und Läden; letzter größerer Versorgungspunkt vor dem Reservat.
  • Réserve faunique La Vérendrye: Seenlandschaft mit Kanurouten, Fichtenwald, Elchen und Bibern; zahlreiche Seen mit Zufahrten und Picknickplätzen. Zufahrten nur auf ausgeschilderten Wegen befahren, Forststraßen sind nichts für große Wohnmobile.
  • Sektor Le Domaine und Lac Jean-Peré: Aufenthalts- und Besucherzentren mit Informationen zu Kanurouten und Angeln; Saison und Öffnungszeiten vorab bei Sépaq prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Die Sépaq betreibt in der Réserve faunique La Vérendrye mehrere Campingplätze an Seen, unter anderem im Sektor Le Domaine und am Lac Jean-Peré; Ausstattung reicht von einfachen Plätzen bis zu Plätzen mit Strom, Fahrzeuglängen und Saison vor der Buchung bei Sépaq prüfen und rechtzeitig reservieren. Außerdem gibt es einfache Plätze direkt am Wasser; für alle gilt: nur ausgewiesene Plätze nutzen. Saison grob Mai bis Oktober.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Reservat ist Camping nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt; wildes Freistehen ist nicht gestattet. Außerhalb des Reservats auf Staatsland gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen; Regeln beim MRNF klären und SOPFEU-Verbote beachten.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Einfahrt voll tanken und Wasser füllen; für Angeln und Kanufahren braucht man in der Réserve faunique Zutrittsrechte bzw. Lizenzen, die bei Sépaq bzw. den Besucherzentren erhältlich sind. Elche auf der Rte 117 in der Dämmerung nie unterschätzen; Brems- und Ausweichmanöver vermeiden, nicht ausweichen, sondern bremsen.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) ist Camping in Québec grundsätzlich zulässig, für Besucher von außerhalb Québecs gelten aber eigene Bedingungen, teils mit Genehmigung oder Gebühr. Die Regeln vor der Reise beim Ministère des Ressources naturelles et des Forêts (MRNF) prüfen. Im Gatineau Park und in der Réserve faunique La Vérendrye ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
  • Im Gatineau Park gelten die Regeln der National Capital Commission (NCC): keine Übernachtung auf Parkplätzen, Lagerfeuer nur in Feuerstellen, Hunde angeleint. Nach NCC-Angaben endet die Sommercamping-Saison um den 12. Oktober.
  • Waldbrandaufsicht der SOPFEU: bei Feuerverboten sind Lagerfeuer untersagt. Aktuelle Lage vor jeder Nacht auf sopfeu.qc.ca prüfen; Feuer nur in den Feuerringen der Plätze machen.
  • Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, Park4Night, Sépaq für das Wildreservat und Tourisme Outaouais für aktuelle Plätze; die NCC-Seite für Gatineau Park. Reservierungen bei Sépaq und NCC online.
  • Wildtiere: Elche, Hirsche und Schwarzbären leben in der Region; Lebensmittel nachts im Fahrzeug, Müll bärensicher verschließen. Elche queren Straßen vor allem in der Dämmerung, im Herbst Brunft und höhere Gefahr.
  • Kanu- und Angelrechte: Im Wildreservat benötigen Angler und Kanufahrer teils Zutrittsrechte oder Lizenzen; Regeln bei Sépaq und im Besucherzentrum erfragen. Seen sind kalt, Schwimmwesten Pflicht.
  • Respekt vor der indigenen Bevölkerung: Maniwaki liegt in der Nähe der Algonkin-Gemeinschaft Kitigan Zibi; Besuche und Fotos nur nach den Regeln der Gemeinschaft.
  • Bei Kontrollen freundlich bleiben, den Platz verlassen und sich nicht auf Diskussionen über Auslegung einlassen.

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations gibt es auf vielen privaten Campingplätzen und in einzelnen Sépaq-Sektoren; Standorte vorab bei Sépaq bzw. über Karten-Apps prüfen. Im Gatineau Park gibt es keine Entsorgung für Wohnmobile, vorher in Gatineau entsorgen.
  • Trinkwasser aus dem Leitungsnetz ist in Québec trinkbar; auf Plätzen ohne Wasseranschluss Kanister mitbringen. Seewasser filtern oder abkochen.
  • Grauwasser nie auf den Boden oder in Seen und Bäche ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren.
  • Propan in Tankstellen, Baumärkten und bei Händlern in Gatineau und Maniwaki. Europäische Gasflaschen brauchen einen Adapter und werden meist nicht befüllt; Mietmobile haben fest verbaute Tanks, Füllstand vor der Abfahrt prüfen.
  • Treibstoff: Preise in Kanada werden pro Liter angegeben; Tankstellen in Gatineau, Aylmer, Shawville, Fort-Coulonge, Maniwaki und Grand-Remous, danach lange Abschnitte ohne Versorgung in der Réserve faunique.
  • Einkaufen: Supermärkte in Gatineau, Aylmer, Shawville und Maniwaki; in kleinen Dörfern nur kleine Läden mit begrenztem Sortiment, in der Réserve faunique gibt es höchstens kleine Läden an den Besucherzentren.
  • Strom: Plätze mit Anschluss bieten 15, 30 oder 50 A bei 120 V; Mietmobile haben in der Regel das passende Kabel. Im Gatineau Park und in der Réserve faunique meist ohne Anschluss, mit der Bordbatterie planen.
  • Wäsche und Müll: Waschsalons in Gatineau und Maniwaki; Müll auf Plätzen in Behältern entsorgen, wildtiersicher verschließen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits in km/h: Landstraßen meist 90, Autobahnabschnitte 100, in Ortschaften 50, vor Schulen 30, im Gatineau Park meist 50 bis 60. Maximale Fahrzeughöhe in Québec 4,15 m; Brücken und Unterführungen sind ausgeschildert.
  • Kein Maut auf den Straßen dieser Route. Parkeintritte (NCC, Sépaq) und Zufahrten zum Wildreservat gebührenpflichtig; aktuelle Beträge bei den Anbietern prüfen.
  • Parks und Eintritte: Sépaq-Reservate verlangen Tageseintritt, der bei Nutzung eines Campingplatzes meist enthalten ist; im Gatineau Park gelten eigene Parkgebühren der NCC. Aktuelle Beträge prüfen.
  • Maße und Längen: Plätze im Gatineau Park und in der Réserve faunique sind teils nur für kürzere Fahrzeuge ausgelegt; Längen bei der Buchung prüfen. Forststraßen sind für große Wohnmobile ungeeignet.
  • Reservierung: Sépaq- und NCC-Plätze online mit mehreren Monaten Vorlauf, besonders an Wochenenden und zur Laubfärbung; private Plätze telefonisch. Saisonende meist Mitte Oktober, bei NCC um den 12. Oktober.
  • Wetter und Saison: Sommer warm bis heiß, Nächte kühl; im Frühsommer Mücken und Kriebelmücken, im September und Oktober Laubfärbung, ab Oktober Frost. Waldbrandsaison bis in den Herbst, Verbote beachten.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot ist in Québec nach vollständigem Halt erlaubt, außer in Montréal und wo ein Schild es verbietet. Schilder sind auf Französisch, „ARRÊT“ heißt Stopp; auf der Ontario-Seite des Ottawa River gelten andere Regeln, die Provinzgrenze liegt am Fluss. Handy am Steuer nur freihändig, offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Gurt- und Kindersitzpflicht auch im Wohnmobil. Deutscher Führerschein genügt für Touristen.
  • Einreise: Wer nach Kanada fliegt, braucht als Deutscher eine eTA (elektronische Reisegenehmigung); Bedingungen vorab auf der Seite der kanadischen Einwanderungsbehörde prüfen. Mietmobil und Versicherung vorab klären.
  • Notfall: 911; Mobilfunk bricht im Reservat und im Hinterland häufig ab, Notrufsäulen gibt es kaum. Karte offline laden, Wasser und Notproviant mitführen, bei Wanderungen jemanden über Ziel und Rückkehr informieren.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Mückenschutzjacke oder Kopfnetz sowie Fliegengitter für Schiebetür und Dachluke – im Frühsommer sind Stech- und Kriebelmücken an den Seen sehr aktiv.
  • Warme Schichten und Mütze: Nächte am See und im Herbst kühlen auf wenige Grad ab, im Oktober ist Frost möglich.
  • Festes Schuhwerk für die Wege zu den Luskville Falls und im Gatineau Park, dazu ein Fernglas für Elche, Biber und Eistaucher.
  • Offline-Karten und ausgedruckte Reservierungen, dazu ein Satelliten-Messenger – im Reservat gibt es lange Funklöcher.
  • Wasserkanister (20 l) und Frischwasserschlauch in Trinkwasserqualität für Plätze ohne Anschluss.
  • Schwimmwesten und Kanuzubehör, wenn man in der Réserve faunique paddeln will; Lizenzen und Zutrittsrechte vorab klären.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Gatineau

    QC
    Start
  2. 2

    Chelsea

    QC
    8 km
  3. 3

    Lac Philippe

    QC
    23 km
  4. 4

    Luskville

    QC
    20 km
  5. 5

    Shawville

    QC
    38 km
  6. 6

    Fort-Coulonge

    QC
    41 km
  7. 7

    Wakefield

    QC
    79 km
  8. 8

    Maniwaki

    QC
    98 km
  9. 9

    Grand-Remous

    QC
    32 km
  10. 10

    Réserve faunique La Vérendrye

    QC
    118 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Juli. Kalt und kurze Tage: November–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Diese Reise im Planer öffnen

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac»?

6-tägiger Roadtrip über etwa 456 km (284 mi) mit 10 Stopps, von Gatineau nach Réserve faunique La Vérendrye. Insgesamt etwa 5 h 04 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac»?

Wir empfehlen 6 Tage: etwa 5 h 04 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac»?

Sie beginnt in Gatineau und endet in Réserve faunique La Vérendrye.

Durch welche Provinzen führt «Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac»?

Quebec.

Wann ist die beste Reisezeit für Seen, Wasserfälle und Holzbrücken – mit dem Camper durch die Outaouais und das Pontiac?

Am angenehmsten sind meist Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai und Juli. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)