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132

Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent

Von Kamouraska bis zu den Jardins de Métis: 300 Kilometer Rte 132 am Südufer des St.-Lorenz-Stroms, auf denen der Fluss zum Meer wird und Robben vor dem Stellplatz liegen.

Entfernung
221 km (137 mi)
Fahrzeit
2 h 27 min
Empfohlene Tage
5
Stopps
8
Provinzen
QC
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 5-tägiger Roadtrip über etwa 221 km (137 mi) mit 8 Stopps, von Kamouraska nach Grand-Métis. Insgesamt etwa 2 h 27 min Fahrzeit.

Weitere Roadtrips: Quebec

Reiseführer · CampingSpirit

Von Kamouraska bis zu den Jardins de Métis: 300 Kilometer Rte 132 am Südufer des St.-Lorenz-Stroms, auf denen der Fluss zum Meer wird und Robben vor dem Stellplatz liegen.

Der Spirit der Route

Hier wird der St.-Lorenz-Strom breit wie ein Meer, und die Flut kommt und geht, als hätte man den Atlantik vor der Schiebetür. Die Rte 132 reiht Dörfer mit weißen Kirchen, Fischreusen im Watt und Ackerland, das sich bis an die Böschung zieht, der Strom liegt immer links. Bei Niedrigwasser liegt der Schlick offen, Möwen suchen Muscheln, in Kamouraska stehen die alten Fischfangstellen noch im Watt. Wenn der Nebel aufreißt, sieht man das gegenüberliegende Ufer der Charlevoix. Vor Rivière-du-Loup tauchen Minkwale und Belugas auf, bei Le Bic liegen Seehunde auf den Felsen, bei Pointe-au-Père steht einer der höchsten Leuchttürme Kanadas. Abends riecht es nach Salz und Algen, und im Herbst glüht der Himmel über dem Wasser orange. Die Route ist kurz und lässt sich gut in vier bis fünf Tagen fahren; sie belohnt Gelassenheit: Gezeitentabelle im Blick, Nebel einplanen, im Spätsommer Plätze reservieren.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Kamouraska nach Rivière-du-Loup (ca. 45 km)

Die Strecke
Von Kamouraska auf der Rte 132 nach Nordosten durch Ackerland, kleine Dörfer und den Strom immer in Sichtweite. Die Straße ist zweispurig, flach und kurvenarm, Tempo 90, in den Dörfern 50. Reine Fahrzeit rund eine Stunde, mit Stopps ein halber Tag. In Rivière-du-Loup gibt es Tankstellen, Supermärkte und Entsorgungsmöglichkeiten in großer Auswahl.
Highlights & Must-Sees
  • Kamouraska: Das Dorf am Strom ist für Aalfang, Schlickwatt und Sonnenuntergänge bekannt; die historischen Fangreusen stehen im Watt, das Musée régional de Kamouraska erzählt von Fischfang und Landwirtschaft. Zeiten vorher prüfen.
  • Île Verte: Fähre ab Notre-Dame-des-Neiges bzw. L’Isle-Verte; der Leuchtturm von 1809 gilt als ältester am St.-Lorenz-Strom. Überfahrtszeiten und Saison vor dem Ausflug prüfen, im Spätsommer verkehrt die Fähre nur eingeschränkt.
  • Rivière-du-Loup: Der Wasserfall im Parc des Chutes liegt mitten in der Stadt, Stege und Aussichtsplattformen sind kurz erreichbar. Walbeobachtungsfahrten starten ab dem Hafen von Rivière-du-Loup; Anbieter und Saison vor Ort erfragen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: In und um Rivière-du-Loup gibt es kommunale und private Plätze am Strom und am Stadtrand, teils mit Strom, Wasser und Entsorgung; Namen, Öffnungszeiten und Ausstattung bei Tourisme Bas-Saint-Laurent oder über iOverlander bzw. Campendium prüfen und im Spätsommer vorab reservieren. Wer den ersten Abend am Strom verbringen will, findet auch in Kamouraska Plätze direkt am Ufer; Verfügbarkeit telefonisch klären, nach Saisonende (meist Mitte Oktober) sind viele geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Übernachten auf Straßen, Parkplätzen und an Uferstegen ist in den Dörfern und in Rivière-du-Loup nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; Gemeinden kontrollieren und verhängen Bußgelder. Ufer und Schlickflächen sind teils Privatland oder geschützt, Betreten nur, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Staatsland im Hinterland ist für Camper von außerhalb Québecs nur unter eigenen Bedingungen zugänglich.

Insider-Tipp für Camper
Gezeitentabelle des Canadian Hydrographic Service für Kamouraska und Rivière-du-Loup ansehen: Bei Niedrigwasser sieht man die Fangreusen im Watt, bei Hochwasser spiegelt sich der Sonnenuntergang im Wasser. Wohnmobil nicht auf dem Strandparkplatz im Schlick abstellen, die Zufahrten können überflutet werden.

2Etappe 2: Rivière-du-Loup nach Trois-Pistoles (ca. 50 km)

Die Strecke
Weiter auf der Rte 132 nach Nordosten durch Ackerland und kleine Dörfer, der Strom bleibt an der linken Seite. Zweispurig, flach, meist Tempo 90, in den Dörfern 50. Reine Fahrzeit unter einer Stunde, aber mit Stopps an Aussichtspunkten leicht ein ganzer Tag. Tankstellen gibt es in Rivière-du-Loup und Trois-Pistoles, dazwischen vereinzelt.
Highlights & Must-Sees
  • Pointe de Rivière-du-Loup und Walbeobachtung: Von Hafen und Uferpromenade aus sieht man bei klarem Wetter den Strom bis ans andere Ufer; Minkwale, Belugas und Robben werden hier regelmäßig gesichtet. Beste Zeit grob Sommer bis Frühherbst; Termine bei Veranstaltern erfragen.
  • Île aux Basques vor Trois-Pistoles: Naturreservat mit Geschichte baskischer Walfänger des 16. Jahrhunderts und Seevögeln; der Zugang erfolgt per Boot ab Trois-Pistoles und ist saisonal beschränkt. Zeiten und Schutzbestimmungen vor der Anreise prüfen.
  • Cap-à-l’Aigle: Küstenstreifen bei Saint-Fabien mit Felsen und Aussicht auf den Strom; die Rte 132 hält hier mehrere kleine Parkbuchten bereit. Nur halten, wo Parkplätze ausgeschildert sind.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Entlang der Rte 132 zwischen Rivière-du-Loup und Trois-Pistoles gibt es mehrere private und kommunale Campingplätze am Strom; Namen und Ausstattung bei Tourisme Bas-Saint-Laurent bzw. iOverlander prüfen und im Sommer vorab reservieren. Wer weiter zum Parc national du Bic fahren will, bucht dort ein oder zwei Nächte Sépaq (siehe Etappe 3). Nach Saisonende meist Mitte Oktober viele Plätze geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Ufer und Parkplätze sind in den Dörfern für Camper nicht freigegeben, wo Schilder es verbieten; nachts keine Standplätze auf Aussichtspunkten. Staatsland im Hinterland für Besucher von außerhalb Québecs nur unter eigenen Bedingungen zugänglich; Regeln vor der Reise beim MRNF prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Wer Wale sehen möchte, plant einen Vormittagstermin ein: Der Strom ist morgens oft ruhiger, Nebel kann aber auf See bis mittags liegen. Wind und Seegang entscheiden, ob Fahrten stattfinden; Alternativtermin einplanen und Warme Kleidung mitnehmen.

3Etappe 3: Trois-Pistoles nach Parc national du Bic (ca. 55 km)

Die Strecke
Von Trois-Pistoles auf der Rte 132 nach Nordosten durch Saint-Simon und Saint-Fabien bis zum Parc national du Bic. Die Straße ist zweispurig, kurvenarm und gut ausgebaut, Tempo 90, in den Dörfern 50. Reine Fahrzeit rund eine Stunde. Im Bic-Gebiet schiebt sich die Küste mit Hügeln und Buchten näher an die Straße.
Highlights & Must-Sees
  • Parc national du Bic (Sépaq): Küste mit Felsen, Buchten, Salzwiesen und Robben, die bei Niedrigwasser auf den Felsen liegen; markierte Wanderwege wie der Küstenweg zum Cap à l’Orignal bieten Aussicht auf den Strom. Beste Zeit grob Spätsommer und Herbst, Gezeitentabelle beachten.
  • Robbenbeobachtung bei Niedrigwasser: Seehunde und Kegelrobben liegen auf den Felsen in der Bucht; Abstand halten und mit Fernglas beobachten. Hunde am Strand und im Park nur nach den Regeln von Sépaq.
  • Kajak und Rad: Im Park können Kajaks und Fahrräder gemietet werden; Verleihzeiten und Saison vor Ort erfragen. Bei Wind und starker Strömung nur geführte Touren oder erfahrene Paddler.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Sépaq betreibt im Parc national du Bic mehrere Plätze: Camping Rivière-du-Sud-Ouest (rund 135 Plätze, teils mit Strom oder zwei Anschlüssen, nahe Laden und Fahrradverleih), Camping Tombolo (20 Plätze ohne und 33 Plätze mit Strom, zwischen den Buchten Baie des Cochons und Baie du Ha! Ha!), Camping Rioux (41 Plätze ohne Anschluss im Park-Inneren nahe dem Ferme-Rioux-Zentrum), Camping La Coulée (8 einfache Plätze, zu Fuß, mit dem Rad oder per Kajak erreichbar) und Camping Porc-Épic (vier Plätze für Radfahrer, ohne Reservierung). Saison grob Mitte Mai bis Mitte Oktober, Reservierung online bei Sépaq; Fahrzeuglängen und Anschlüsse vor der Buchung prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Park ist Übernachten nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Außerhalb gelten Gemeindevorschriften; kein Freistehen auf Parkplätzen am Strom. Feuerverbote beachten und nur in den Feuerringen der Plätze Feuer machen.

Insider-Tipp für Camper
Camping Rivière-du-Sud-Ouest und Camping Tombolo bieten die meisten Wohnmobilplätze; frühzeitig reservieren, vor allem für Wochenenden im Spätsommer. Dump Station und Wasser am Platz vor der Buchung klären. Gezeitentabelle des Canadian Hydrographic Service für Le Bic ansehen: Bei Niedrigwasser liegen die Robben frei, bei Hochwasser sind viele Uferwege unpassierbar.

4Etappe 4: Parc national du Bic nach Rimouski und Pointe-au-Père (ca. 30 km)

Die Strecke
Vom Parc national du Bic auf der Rte 132 nach Nordosten durch Saint-Valérien und Rimouski bis Pointe-au-Père. Zweispurig, teils vierspurig im Stadtbereich, Tempo 90, in Rimouski 50 bis 70. Reine Fahrzeit rund 30 bis 40 Minuten. In Rimouski gibt es Tankstellen, Supermärkte und Werkstätten in guter Auswahl; Parken für große Fahrzeuge am Hafen und bei den Museen ausgeschildert.
Highlights & Must-Sees
  • Site historique maritime de la Pointe-au-Père: Leuchtturm von 1909 (einer der höchsten Kanadas), das ehemalige Marine-U-Boot Onondaga zur Besichtigung und das Museum zum Untergang der Empress of Ireland (1914) mit über tausend Todesopfern. Zeiten, Saison und Preise vor dem Besuch prüfen.
  • Rimouski: Hafen mit Marina, Strandpromenade und Musée régional de Rimouski; Stadtbummel zu Fuß, größere Fahrzeuge besser am Hafenparkplatz stehen lassen. Öffnungszeiten vorher prüfen.
  • Küstenabschnitt bei Sainte-Luce: Strand und Aussicht über den Strom; Parkplätze ausgeschildert, Gezeiten beachten. Nur dort halten, wo Schilder es erlauben.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Rund um Rimouski, Pointe-au-Père und Sainte-Luce gibt es mehrere kommunale und private Plätze am Strom und am Stadtrand; Namen, Öffnungszeiten und Ausstattung bei Tourisme Bas-Saint-Laurent und über iOverlander oder Campendium prüfen und im Sommer rechtzeitig reservieren. Für Wohnmobile eignet sich auch eine zusätzliche Nacht im Parc national du Bic (Etappe 3), von dort sind es nur rund 20 Minuten bis Rimouski. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) sind viele Plätze geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In Rimouski und Pointe-au-Père ist Übernachten auf Parkplätzen und an Uferstegen nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; Gemeinden kontrollieren. Auf Staatsland im Hinterland gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen (siehe Etappe 1).

Insider-Tipp für Camper
Für Pointe-au-Père ein bis zwei Stunden Zeit einplanen; das Museum zur Empress of Ireland und der Leuchtturm lassen sich gut verbinden, das U-Boot Onondaga nur bei Trockenheit und mit Treppen. In Rimouski vor der Weiterfahrt tanken, einkaufen und entsorgen, bevor es nach Osten Richtung Gaspésie weitergeht.

5Etappe 5: Rimouski nach Jardins de Métis (ca. 60 km)

Die Strecke
Von Rimouski auf der Rte 132 nach Nordosten durch Sainte-Luce und Sainte-Flavie bis Grand-Métis. Zweispurig, flach, Tempo 90, in den Dörfern 50. Reine Fahrzeit rund eine Stunde. Hinter Sainte-Flavie wird die Küste offener, die Dörfer werden kleiner und der Strom rückt noch näher an die Straße.
Highlights & Must-Sees
  • Sainte-Flavie: Das Centre d’art Marcel Gagnon zeigt am Ufer die Skulpturenreihe „Le Grand Rassemblement“, die bei Hochwasser teils im Wasser steht; Zeiten und Preise vor dem Besuch prüfen.
  • Jardins de Métis (Reford Gardens) in Grand-Métis: ab 1926 von Elsie Reford angelegter Garten, bekannt für den tibetischen Blauen Mohn; Saison grob Juni bis Anfang Oktober, Öffnungszeiten und Eintritt vorab prüfen.
  • Küstenpromenade von Métis-sur-Mer: Ältere Sommerhäuser, Leuchtturm und Strom in Sichtweite; Spaziergang zu Fuß, größere Fahrzeuge nur auf ausgeschilderten Parkplätzen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Entlang der Rte 132 zwischen Sainte-Flavie und Métis-sur-Mer gibt es mehrere kommunale und private Plätze am Strom; Namen und Ausstattung bei Tourisme Bas-Saint-Laurent bzw. iOverlander prüfen und im Sommer rechtzeitig reservieren. Wer in Gaspésie weiterfahren will, findet ab Matane weitere Plätze und die Parcs nationaux; siehe weitere Routen der Rubrik. Nach Saisonende (meist Mitte Oktober) viele geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Freistehen an der Küste und auf Parkplätzen der Gärten ist nicht erlaubt; kein Übernachten auf Aussichtspunkten und in Wohngebieten. Auf Staatsland gelten für Besucher von außerhalb Québecs eigene Bedingungen.

Insider-Tipp für Camper
Die Jardins de Métis früh am Tag besuchen, bevor Reisebusse eintreffen; Parkplatz für größere Fahrzeuge bei Anreise prüfen. Bei Nebel Fahrzeug nicht in Randlage am Strom parken, Gezeiten und Wind können Zufahrten schnell verändern.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Auf Staatsland (terres du domaine de l’État) ist Camping in Québec grundsätzlich zulässig, für Besucher von außerhalb Québecs gelten aber eigene Bedingungen, teils mit Genehmigung oder Gebühr. Die Regeln vor der Reise beim Ministère des Ressources naturelles et des Forêts (MRNF) prüfen. Am Südufer des St.-Lorenz-Stroms sind Uferflächen und Felder überwiegend Privatland; echtes Freistehen ist an dieser Route kaum möglich.
  • In den Dörfern und Städten (Rivière-du-Loup, Trois-Pistoles, Rimouski) ist Übernachten auf Straßen, Parkplätzen und an Uferpromenaden nicht erlaubt, wo Schilder es verbieten; Gemeinden kontrollieren und verhängen Bußgelder. Supermarktparkplätze nur mit Erlaubnis nutzen.
  • Waldbrandaufsicht der SOPFEU auch im Bas-Saint-Laurent: bei Feuerverboten sind Lagerfeuer untersagt. Aktuelle Lage vor jeder Nacht auf sopfeu.qc.ca prüfen und Feuer nur in den Feuerringen der Plätze machen.
  • Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, Park4Night, Sépaq für den Parc national du Bic und Tourisme Bas-Saint-Laurent für aktuelle Plätze. Reservierungen bei Sépaq online.
  • Wildtiere: Seehunde und Kegelrobben liegen bei Niedrigwasser auf den Felsen, Abstand halten und Tiere nicht füttern; Seevögel nicht stören. Wale am besten vom Land oder auf geführten Fahrten beobachten, Abstand zu den Tieren wahren. Schwarzbären im Hinterland, Lebensmittel nachts im Fahrzeug.
  • Gezeiten: Der Strom hat spürbaren Tidenhub; Schlickwatt und Felsen können schnell überflutet werden. Gezeitentabelle des Canadian Hydrographic Service ansehen, nie weit hinauslaufen, Wohnmobil nicht in Randlagen am Strom abstellen.
  • Nebel und Wind: Nebel am Strom kann plötzlich aufziehen und Sicht auf wenige Meter beschränken; Fahrzeuglichter einschalten und Tempo anpassen. Böiger Wind erschwert das Fahren mit hohen Fahrzeugen.
  • Bei Kontrollen freundlich bleiben, den Platz verlassen und sich nicht auf Diskussionen über Auslegung einlassen.

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations gibt es auf vielen Campingplätzen der Region, bei Sépaq-Plätzen teils nur in einzelnen Sektoren; Standorte vorab bei Sépaq bzw. über Karten-Apps prüfen. In Städten sind öffentliche Entsorgungsstellen rar.
  • Trinkwasser aus dem Leitungsnetz ist in Québec trinkbar; auf Plätzen ohne Wasseranschluss Kanister mitbringen. Oberflächenwasser filtern oder abkochen.
  • Grauwasser nie auf den Boden oder ins Wasser ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren.
  • Propan in Tankstellen, Baumärkten und bei Händlern in Rivière-du-Loup und Rimouski. Europäische Gasflaschen brauchen einen Adapter und werden meist nicht befüllt; Mietmobile haben fest verbaute Tanks, Füllstand vor der Abfahrt prüfen.
  • Treibstoff: Preise in Kanada werden pro Liter angegeben; Tankstellen gibt es in allen größeren Orten entlang der Rte 132, in Rivière-du-Loup und Rimouski in großer Auswahl.
  • Einkaufen: Supermärkte in Rivière-du-Loup, Trois-Pistoles und Rimouski; in kleinen Dörfern Lebensmittelläden und Bäckereien mit begrenztem Sortiment, im Sommer saisonale Bauernstände.
  • Strom: Plätze mit Anschluss bieten 15, 30 oder 50 A bei 120 V; Mietmobile haben in der Regel das passende Kabel. Ohne Anschluss mit der Bordbatterie planen.
  • Wäsche und Müll: Waschsalons in Rivière-du-Loup und Rimouski; Müll auf Plätzen in Behältern entsorgen, wildtiersicher verschließen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits in km/h: Rte 132 meist 90, in Ortschaften 50, vor Schulen 30, Autobahnabschnitte 100. Maximale Fahrzeughöhe in Québec 4,15 m; Brücken und Unterführungen sind ausgeschildert. Mit Anhänger gelten dieselben Limits, Bremsabstand erhöhen.
  • Kein Maut auf den Straßen dieser Route. Fähren (etwa zur Île Verte) und Parkeintritte (Sépaq, Jardins de Métis) gebührenpflichtig; aktuelle Beträge bei den Anbietern prüfen.
  • Parks und Eintritte: Sépaq-Parks verlangen Tageseintritt, der bei Nutzung eines Campingplatzes meist enthalten ist. Aktuelle Beträge auf sepaq.com prüfen.
  • Maße und Längen: Plätze im Parc national du Bic und private Plätze sind teils nur für Fahrzeuge begrenzter Länge ausgelegt; Längen bei der Buchung prüfen. Kleine Zufahrten und Dorfstraßen sind für große Wohnmobile eng.
  • Reservierung: Sépaq-Plätze online mit mehreren Monaten Vorlauf, besonders an Wochenenden und im Spätsommer; private Plätze telefonisch. Saisonende meist Mitte Oktober.
  • Wetter und Saison: Sommer mild bis warm, Nebel und Wind am Strom; Herbst mit klarer Luft und Laubfärbung, ab Oktober kalte Nächte. Walbeobachtung grob Sommer bis Frühherbst.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot ist in Québec nach vollständigem Halt erlaubt, außer in Montréal und wo ein Schild es verbietet. Schilder sind auf Französisch, „ARRÊT“ heißt Stopp. Handy am Steuer nur freihändig, offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Gurt- und Kindersitzpflicht auch im Wohnmobil. Deutscher Führerschein genügt für Touristen.
  • Einreise: Wer nach Kanada fliegt, braucht als Deutscher eine eTA (elektronische Reisegenehmigung); Bedingungen vorab auf der Seite der kanadischen Einwanderungsbehörde prüfen. Mietmobil und Versicherung vorab klären.
  • Notfall: 911; Mobilfunk ist an der Küste meist gut, im Hinterland lückenhaft. Gezeiten und Nebel nie unterschätzen, bei Wanderungen am Strom Rückweg vor Flut sicherstellen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Fernglas und Kamera mit Tele für Seehunde, Wale und Seevögel am Strom.
  • Gezeitentabelle als App oder Ausdruck des Canadian Hydrographic Service für Kamouraska, Rivière-du-Loup, Le Bic und Rimouski – Watt und Felsen sind nur bei Niedrigwasser zugänglich.
  • Winddichte Jacke und warme Schichten: Am Strom weht fast immer Wind, Nächte kühlen im Herbst auf wenige Grad ab.
  • Auffahrkeile und Unterlegbretter für schräge Plätze am Ufer und weichen Untergrund.
  • Wasserkanister (20 l) und Frischwasserschlauch in Trinkwasserqualität für Plätze ohne Anschluss.
  • Offline-Karten und ausgedruckte Reservierungen, Rückfahrscheine der Fähre (Île Verte) und Kleingeld für Parkautomaten.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Kamouraska

    QC
    Start
  2. 2

    Rivière-du-Loup

    QC
    46 km
  3. 3

    Trois-Pistoles

    QC
    50 km
  4. 4

    Parc national du Bic

    QC
    41 km
  5. 5

    Rimouski

    QC
    34 km
  6. 6

    Pointe-au-Père

    QC
    10 km
  7. 7

    Sainte-Flavie

    QC
    27 km
  8. 8

    Grand-Métis

    QC
    13 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai. Kalt und kurze Tage: November–März. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent»?

5-tägiger Roadtrip über etwa 221 km (137 mi) mit 8 Stopps, von Kamouraska nach Grand-Métis. Insgesamt etwa 2 h 27 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent»?

Wir empfehlen 5 Tage: etwa 2 h 27 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent»?

Sie beginnt in Kamouraska und endet in Grand-Métis.

Durch welche Provinzen führt «Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent»?

Quebec.

Wann ist die beste Reisezeit für Gezeiten, Leuchttürme und Wale – mit dem Camper über die Küstenroute des Bas-Saint-Laurent?

Am angenehmsten sind meist Juni–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: Mai. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)