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Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens

Zwei Vulkane, ein Rundkurs von knapp 900 Kilometern: vom Gletscherriesen im Mount Rainier National Park bis zum aufgerissenen Krater im Gifford Pinchot National Forest.

Entfernung
540 km (335 mi)
Fahrzeit
5 h 59 min
Empfohlene Tage
6
Stopps
12
Bundesstaaten
WA
Aktualisiert
1. September 2026

Auf einen Blick: 6-tägige Rundreise über etwa 540 km (335 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Tacoma. Insgesamt etwa 5 h 59 min Fahrzeit.

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Reiseführer · CampingSpirit

Zwei Vulkane, ein Rundkurs von knapp 900 Kilometern: vom Gletscherriesen im Mount Rainier National Park bis zum aufgerissenen Krater im Gifford Pinchot National Forest.

Der Spirit der Route

Der Mount Rainier steht wie ein Schiff über dem Puget Sound, 4.392 Meter hoch und von 25 benannten Gletschern bedeckt. Aus der Schiebetür sieht man morgens zuerst das Alpenglühen, dann den Dunst im Nisqually-Tal, und ab Mitte Juli färben sich die Hänge bei Paradise mit Lupinen und Paintbrush. Weiter südlich wechselt die Szenerie: Douglasien und Hemlocktannen im Ohanapecosh-Tal, dann die Asche- und Lavafelder um den Mount St. Helens, der 1980 seine Nordflanke verlor. Dort stehen noch Baumstämme wie Streichhölzer am Spirit Lake, und im Frühsommer blüht das Pumice-Plateau. Nachts ist es still, kalt und auffallend dunkel. Die Route verlangt Planung bei Zufahrten, Reservierungen und Saison: Hochlagen sind oft erst im Juli schneefrei, manche Straßen schließen Ende Oktober. Dafür belohnt sie mit Weite, Wald und Wetter, das sich in Minuten ändert.

Detaillierter Etappenplan (Tag für Tag)

1Etappe 1: Tacoma nach Longmire (Mount Rainier National Park) (ca. 140 km)

Die Strecke
Von Tacoma auf der SR 7 und SR 161 nach Eatonville, dann auf der SR 7 und SR 706 durch Ashford zum Nisqually-Eingang des Nationalparks. Kurvenarm bis Ashford, danach schmale, waldige Straße mit Schatten und Steigung; mit Stopps rund vier Stunden. Die Zufahrt ab Ashford zum Longmire-Gebiet ist für Wohnmobile unproblematisch, größere Fahrzeuge sollten jedoch die Höhe an den Parkgebäuden im Auge haben. Letzte Tankstellen und Supermärkte in Eatonville und Ashford; im Park gibt es keinen Treibstoff.
Highlights & Must-Sees
  • Mount Rainier Scenic Railroad bei Elbe: Museumsbahn vor dem Park; Fahrplan und Betrieb vorher prüfen. Ein Foto des Holzbahnhofs lohnt auch ohne Fahrt.
  • Longmire Historic District: Das älteste Besucherzentrum des Parks, Museum und Wanderwege wie der Trail of the Shadows (kurzer Rundweg an den Mineralquellen); eine Stunde reicht.
  • Christine Falls und die Nisqually-Brücke unterhalb von Longmire: kurze Fotostopps an der Straße zwischen Longmire und Paradise; Parkplätze sind klein, bei Gegenverkehr nur zum Aussteigen halten.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Cougar Rock Campground (Nationalpark) im Wald nahe Longmire: Einfacher Platz mit Wasser und Toiletten, ohne Anschlüsse, saisonal geöffnet (laut NPS 2026 von Ende Mai bis Ende September); Reservierung bei Recreation.gov, Längenlimits bei der Buchung beachten. Nach Saisonende bieten die Nationalforst-Plätze bei Packwood (siehe Etappe 2) mehr Spielraum; der Ohanapecosh Campground ist 2026 geschlossen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Mount Rainier National Park ist Übernachten nur auf ausgewiesenen Campgrounds erlaubt; Parken an Straßen oder Aussichtspunkten über Nacht ist verboten. Dispersed camping gibt es im Gifford Pinchot und Mt. Baker-Snoqualmie National Forest außerhalb des Parks, etwa entlang der Forest Roads bei Randle oder Packwood; Karte der Forest Service (MVUM) beachten und feuergefährliche Tage prüfen.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Einfahrt prüfen, ob für den Park im Sommer eine Zeitfenster-Reservierung für die Straßen nach Paradise oder Sunrise gilt; das Konzept wurde in einzelnen Jahren eingeführt und geändert. Eintrittspreise und Ausländer-Zuschläge: aktuelle Beträge auf nps.gov prüfen. Kettenpflicht im Winter beachten: Die Straße nach Paradise ist ganzjährig geöffnet, aber bei Schnee mit Ketten oder Winterreifen im Fahrzeug.

2Etappe 2: Longmire nach Packwood (ca. 95 km)

Die Strecke
Von Longmire hinauf nach Paradise (ca. 20 km, über 600 Höhenmeter), dann zurück und auf der Stevens Canyon Road, die saisonal geöffnet ist (2026 laut NPS bis voraussichtlich 26. Oktober, Änderung durch Wetter möglich; Tunnel mit 12 ft 6 in, rund 3,8 m, Höhenlimit) an Reflection Lakes, Box Canyon und Backbone Ridge vorbei. Kurvig, mit teils engen Passagen und Ausweichstellen; Wohnmobile fahren dort gemächlich. Am Stevens Canyon Entrance Richtung Ohanapecosh, dann die SR 123 und US-12 nach Packwood. Fahrzeit knapp drei Stunden, mit Wanderstopps ein ganzer Tag.
Highlights & Must-Sees
  • Paradise: Jahrhundertealte Lodge, Besucherzentrum und Wege über Wildblumenwiesen; der Skyline Trail ist eine lange Runde, kürzere Pfade wie der Nisqually Vista Trail sind in einer Stunde gemacht. Parkplatz ab Vormittag oft voll, daher früh kommen.
  • Reflection Lakes: Spiegelbild des Vulkans bei Windstille am frühen Morgen, direkt an der Straße.
  • Grove of the Patriarchs bei Ohanapecosh: kurzer, ebener Pfad zu uralten Zedern und Douglasien auf einer Flussinsel; der Weg über die Hängebrücke ist öfter saisonal gesperrt, Status vorher prüfen.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Der Ohanapecosh Campground im Nationalpark ist 2026 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen (laut NPS bis mindestens November). Ausweichen auf La Wis Wis Campground (Gifford Pinchot National Forest) am Cowlitz River bei Packwood, ebenfalls über Recreation.gov reservierbar; Längenlimits und Saisonzeiten vorher prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Auf den Forest Roads östlich von Packwood (Gifford Pinchot National Forest) ist dispersed camping an bereits genutzten Stellen erlaubt, meist bis zu 14 Tage; Feuerverbote in trockenen Sommern häufig. Im Nationalpark selbst nicht erlaubt.

Insider-Tipp für Camper
Frischwasser und Dump Station gibt es nicht im Park selbst; in Packwood oder Randle vorher auffüllen. Die Stevens Canyon Road kann wegen Schnee oder Bauarbeiten früher schließen oder später öffnen, im Park gilt ab 1. November Kettenpflicht; Straßenstatus unter nps.gov/mora oder 360-569-2211 prüfen. Auf Kurven mit Gegenverkehr rechnen, Blick auf Wildtiere (Schwarzbären, Murmeltiere).

3Etappe 3: Packwood nach Randle und Windy Ridge (ca. 130 km)

Die Strecke
Auf der US-12 nach Randle (ca. 30 km), dann auf der Forest Road 25 nach Süden und über die Forest Road 99 hinauf zum Windy Ridge Viewpoint am Spirit Lake. Die Strecke ist größtenteils asphaltiert, aber schmal, mit Steigungen und Ausweichstellen; Saison je nach Schnee und Zustand der Straße (meist Frühsommer bis Herbst); Status vorher beim Forest Service prüfen. Fahrzeit nach Windy Ridge etwa 1,5 Stunden ab Randle, zurück denselben Weg. Mobilfunk kaum vorhanden. Benzin in Packwood oder Randle tanken.
Highlights & Must-Sees
  • Windy Ridge Viewpoint: Blick in den Krater, über das Pumice Plain und auf den Spirit Lake mit den treibenden Baumstämmen; dort führt eine Treppe auf den Hügel. Bei Wind ist es hier auch im Sommer kühl.
  • Miners Car und Meta Lake: Kurze Pfade im Blast Zone mit Hinweisen zur Wiederbesiedlung; der Meta Lake Trail ist leicht und kurz.
  • Ape Cave ist von Etappe 5 aus besser erreichbar; hier lohnt sich stattdessen das Mount St. Helens Science and Learning Center am Coldwater Lake, falls die Zufahrt offen ist.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Iron Creek Campground (Gifford Pinchot National Forest) bei Randle: im alten Wald am Cispus River, Wasser und Toiletten, keine Anschlüsse; Reservierung über Recreation.gov, Längenlimits beachten. Höher gelegen und nur saisonal nutzbar ist Takhlakh Lake Campground; der Zustand der Zufahrt vorher prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Gifford Pinchot National Forest ist dispersed camping allgemein erlaubt, außer in markierten Gebieten (etwa nahe Mount St. Helens National Volcanic Monument gelten Sonderregeln). Vor Ort die Aushänge und die MVUM lesen; Feuer nur, wenn die aktuellen Regeln es erlauben.

Insider-Tipp für Camper
Das Windy Ridge-Gebiet hat keine Verpflegung und keine Treibstoffversorgung. Wasser und Proviant mitnehmen. Die Straße kann wegen Erdrutschen oder Schnee kurzfristig geschlossen sein: aktuelle Meldungen beim Forest Service (Mount St. Helens National Volcanic Monument) prüfen. Bei Nebel und Regen wenig Sicht, dann lieber an einem anderen Tag fahren.

4Etappe 4: Randle nach Silver Lake und Spirit Lake Highway (ca. 190 km)

Die Strecke
Von Randle über die US-12 nach Westen und auf der I-5 nach Süden bis Castle Rock, dann auf der SR 504 (Spirit Lake Highway) etwa 80 km bis zum Sperrtor bei Meile 45,2 (Hummocks Trailhead). Die Straße ist größtenteils zweispurig, gut ausgebaut, aber mit Steigungen und Kurven. Seit dem Erdrutsch vom Mai 2023 ist der obere Teil gesperrt: Das Johnston Ridge Observatory ist 2026 nicht erreichbar, der Forest Service nennt frühestens 2027; Stand vorher beim Monument (360-449-7800) prüfen. Fahrzeit mit Stopps rund fünf Stunden.
Highlights & Must-Sees
  • Mount St. Helens Visitor Center am Silver Lake: Ausstellung zum Ausbruch 1980, Film und kurzer Weg am See; Eintritt und Öffnungszeiten vorher prüfen.
  • Johnston Ridge Observatory: Blick direkt in den Krater und auf die Pumice Plain; dort wurde der Vulkanologe David Johnston 1980 getötet. 2026 wegen des Erdrutsches von 2023 an der SR 504 nicht erreichbar und laut Forest Service frühestens 2027 wieder zugänglich; stattdessen die Aussichtspunkte und Wege vor dem Sperrtor nutzen.
  • Hoffstadt Bluffs und Coldwater Lake: Aussichtspunkte und kurzer Weg am See entlang der SR 504 vor der Sperrung, soweit geöffnet; Parkplätze für große Fahrzeuge begrenzt.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Seaquest State Park, gegenüber vom Mount St. Helens Visitor Center: Plätze mit Strom und Wasser sowie einfache Plätze, Duschen, Dump Station; Reservierung über Washington State Parks, Fahrzeuglängen bei der Buchung prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Entlang der SR 504 gibt es kaum legale Stellen; das Gebiet ist teils Nationales Vulkandenkmal, teils Privatland. Übernachten auf Aussichtsparkplätzen ist nicht erlaubt. Nutzen Sie die ausgewiesenen Plätze.

Insider-Tipp für Camper
Tanken in Castle Rock oder Toutle; hinter Toutle gibt es auf der SR 504 keine Tankstelle. Es gilt Gespannlänge und Höhe auf Brücken; die Straße hat im oberen Abschnitt enge Passagen. Besucher mit Nationalparkpass (America the Beautiful) können in einigen Einrichtungen Rabatt bekommen; Details beim Forest Service und Washington State Parks prüfen.

5Etappe 5: Silver Lake nach Cougar (ca. 110 km)

Die Strecke
Von Castle Rock auf der I-5 nach Süden bis Woodland, dann auf der SR 503 und der Lewis River Road (Cougar) am Merwin Lake und Yale Lake entlang. Mit Tempolimit 45–55 mph, teils kurvig und waldig. Fahrzeit etwa zwei Stunden. Cougar hat einen kleinen Laden und eine Tankstelle, die Öffnungszeiten sind begrenzt. Die Forest Roads zu Ape Cave und Lava Canyon sind teils schmal und steil und im Winter gesperrt.
Highlights & Must-Sees
  • Ape Cave: Eine der längsten Lavaröhren Nordamerikas, öffentlich begehbar, Taschenlampe nötig und warme Kleidung, da es dort rund 4–6 °C ist. Im Sommer bietet das Forest Service Programm Laternenverleih an; Bedingungen und Reservierungspflicht prüfen. Etwa 1,5–2,5 Stunden.
  • Lava Canyon Trail: Kurzer bis mittellanger Weg mit Hängebrücke über die Schlucht; die Forest Road 83 ist saisonal, Zustand vorher prüfen.
  • Lewis River Falls: Mehrere Wasserfälle (Lower, Middle, Upper) entlang des Lewis River Trail; die Aussichtspunkte sind teils kurz erreichbar.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Lewis River Campground (Gifford Pinchot National Forest) bei Cougar: Einfache Plätze am Fluss, Toiletten, Trinkwasser teils begrenzt; saisonal. Alternativ Beaver Bay Campground am Yale Lake (PacifiCorp): Plätze am See, Toiletten und Duschen; Reservierung über PacifiCorp, Fahrzeuglängen prüfen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): Im Gifford Pinchot National Forest gilt dispersed camping meist erlaubt, nicht aber im unmittelbaren Umfeld des Mount St. Helens National Volcanic Monument und nicht an Ape Cave. Aushänge lesen, Feuerverbote beachten.

Insider-Tipp für Camper
Ape Cave und Lava Canyon liegen an Forest Roads, die für große Wohnmobile nicht immer geeignet sind. Fahrzeug lieber an Cougar oder auf geeigneten Plätzen lassen. Mobilfunk fehlt weitgehend; Papierkarte oder Offline-Karte mitführen.

6Etappe 6: Cougar nach Tacoma (ca. 190 km)

Die Strecke
Zurück auf der SR 503 nach Woodland und auf der I-5 nach Norden bis Olympia und Tacoma. Hauptautobahn mit wenigen Steigungen, Tempo 60–70 mph. Der Verkehr zwischen Olympia und Tacoma ist werktags dicht, besonders am Nachmittag. Fahrzeit etwa 2,5 Stunden ohne Stau.
Highlights & Must-Sees
  • Olympia und Washington State Capitol: Der Campus der Staatsregierung liegt am Capitol Lake, Parken ist in der Innenstadt eng; ein kurzer Spaziergang.
  • Tacoma, Museum of Glass und Chihuly Bridge of Glass: Fußgängerbrücke mit Glasskulpturen; Parken für Wohnmobile eingeschränkt.
  • Point Defiance Park in Tacoma: Waldpark mit Meerblick, Zoo und Fort Nisqually; ein ruhiger Abschluss am Puget Sound.
CampingSpirit Übernachtungstipp

Offizieller Camping-/Wohnmobilstellplatz: Millersylvania State Park bei Olympia: Plätze mit Strom und Wasser sowie einfache Plätze am Deep Lake, Duschen, Dump Station; Reservierung über Washington State Parks. Für die letzte Nacht nahe Tacoma sind Vermieterstationen oft in Seattle; Übernachtung dort planen.

Freisteh- / Natur-Tipp (sofern legal): In der Region Olympia–Tacoma ist Übernachten im Fahrzeug auf Straßen und Parkplätzen weitgehend verboten; Städte und Countys kontrollieren. Keine legale Freisteh-Alternative im Ballungsraum.

Insider-Tipp für Camper
Vor der Rückgabe Wasser und Abwasser an einer Dump Station entleeren (State Parks bieten sie meist gegen Gebühr). Die I-5 in Tacoma hat Engstellen; Navigation mit Verkehrsmeldung nutzen. Mietmobile verlangen oft gereinigte Tanks.

Camping-Praxis & Länder-Knigge

Wildcamping & Freistehen

  • Im Bundesstaat Washington ist Übernachten in Fahrzeugen auf Straßen und Parkplätzen je nach Gemeinde verboten; kontrolliert wird in Städten und an touristischen Orten. In Nationalparks wie Mount Rainier ist Camping nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
  • Dispersed camping ist in den National Forests (Gifford Pinchot, Mt. Baker-Snoqualmie) auf bereits genutzten Stellen erlaubt, meist bis zu 14 Tage, mit Abstand zu Gewässern und Straßen laut Aushang. Feuerverbote im Sommer sind häufig; im Zweifel nur Gaskocher nutzen und vor Ort nachfragen.
  • Im Mount St. Helens National Volcanic Monument gelten Sonderregeln: Nicht überall ist Campen oder Wandern abseits der Wege erlaubt; Hinweise auf Aushängen beachten.
  • Supermarkt- und Casino-Parkplätze erlauben Übernachten oft nicht mehr; im Markt fragen, sonst nicht riskieren. Rastplätze an der I-5 sind für kurze Pausen, nicht zum Campen gedacht.
  • Wildtiere: Schwarzbären, Pumas und Schlangen gibt es in den Wäldern; Lebensmittel nachts im Fahrzeug oder in Bärenboxen, nie im Zelt. Am Mount Rainier und Mount St. Helens Abstand zu Murmeltieren und Bergziegen halten, nicht füttern.
  • Nützliche Apps und Seiten: iOverlander, Campendium, The Dyrt, Recreation.gov (Nationalpark- und Nationalforst-Plätze), Washington State Parks Reservierung. Straßenstatus: WSDOT und nps.gov/mora.
  • Reservierungen für Mount Rainier und Forest-Service-Plätze sind in der Hochsaison früh ausgebucht; flexibel planen und Plätze in Packwood, Randle und Cougar als Alternativen vormerken.
  • Bei Kontrolle freundlich bleiben und den Platz verlassen; Bußgelder bei Mietmobilen werden meist vom Vermieter weiterberechnet.

Entsorgung & Versorgung

  • Dump Stations: Seaquest State Park, Millersylvania State Park und einige Privatplätze gegen Gebühr; im Mount Rainier National Park gibt es keine Dump Station an den Campgrounds, nur in der Umgebung (Ashford oder Packwood prüfen). Übersicht auf sanidumps.com.
  • Trinkwasser: Campgrounds im Nationalpark und in State Parks haben Zapfstellen; in den Nationalforst-Plätzen teils nur saisonal. Für Plätze ohne Wasser Kanister mitnehmen, Bäche und Flüsse filtern.
  • Grauwasser nie auf den Boden oder in Bäche ablassen; Chemietoiletten nur an Dump Stations leeren.
  • Propan in Eatonville, Packwood, Castle Rock und Olympia; europäische Gasflaschen brauchen einen Adapter und werden selten befüllt.
  • Treibstoff: Tankstellen in Eatonville, Ashford, Packwood, Randle, Castle Rock und Cougar; im Mount Rainier National Park und entlang der Forest Roads zu Windy Ridge keine Tankstelle.
  • Einkaufen: Supermärkte in Eatonville, Packwood, Castle Rock und Woodland; in Ashford nur kleine Läden mit höheren Preisen.
  • Strom: Plätze mit Anschluss bieten meist 30 und 50 A bei 120 V; in Nationalpark- und Nationalforst-Plätzen kein Strom. Generatoren nur zu festgelegten Zeiten.
  • Wäsche und Müll: Münzwäschereien in Castle Rock, Olympia und Tacoma; Müll nach Vorschrift, Bärenboxen nutzen.

Fahrzeugmaße & Verkehrsregeln

  • Tempolimits: Autobahnen bis 60–70 mph, Highways 55 mph, in Ortschaften 25–35 mph, in Nationalparks meist 25–35 mph. Langsame Fahrzeuge müssen in Washington auf Straßen mit Ausweichstellen anderen Verkehr vorbeilassen.
  • Maut: Keine Mautstraßen auf der Route; die Tacoma Narrows Bridge (SR 16) ist mautpflichtig, liegt aber nicht auf dem Rundkurs.
  • Parks und Eintritte: Mount Rainier National Park erhebt Eintritt; America the Beautiful Pass gilt für Bundesflächen, nicht in State Parks. Für Besucher ohne US-Wohnsitz gelten teils höhere Gebühren: aktuelle Beträge auf nps.gov prüfen. Washington State Parks verlangen den Discover Pass oder eine Tagesgebühr.
  • Maße und Längen: Viele Plätze im Nationalpark und Nationalforst sind auf 30–40 ft begrenzt; Längenlimits bei der Buchung prüfen. Höhenbegrenzungen auf Brücken und Parkhäusern beachten.
  • Reservierung: Recreation.gov für Mount Rainier und National Forest Plätze, Washington State Parks Reservierung bis zu neun Monate vorher; Plätze in der Hochsaison früh buchen.
  • Wetter und Saison: Hochlagen sind meist von Juli bis September schneefrei; Wildblumen blühen etwa Mitte Juli bis August. Nachts sind es auf Paradise auch im Sommer nur wenige Grad. Winter mit Ketten und Schneefall.
  • Verkehrsrecht: Rechtsabbiegen bei Rot nach Halt erlaubt, offene Alkoholbehälter im Fahrzeug verboten, Handy am Steuer nur freihändig. Deutscher Führerschein genügt für Touristen.
  • Notfall: 911; Mobilfunk fällt in den Tälern und Forest Roads aus. Bei Gewitter und Nebel Wanderungen abbrechen; auf Gletscher- und Lavafeldern niemals ohne Ausrüstung abseits der Wege gehen.

CampingSpirit Pack- & Vorbereitungs-Checkliste

  • Auffahrkeile und Unterlegkeile – viele Nationalforst-Plätze und Parkbuchten sind schräg, Kiesboden weich.
  • Warme Schichten, Mütze und Regenjacke: Auf Paradise und Windy Ridge sind es auch im August oft nur 5–10 °C, am Vulkan weht ein kalter Wind.
  • Stirnlampe und feste Schuhe für Ape Cave (rund 4–6 °C, unebener Lavaboden) sowie Fernglas für Murmeltiere und Bergziegen.
  • Offline-Karten, Papierkarte und ausgedruckte Reservierungen – auf den Forest Roads rund um Mount St. Helens gibt es kaum Empfang.
  • Wasserkanister (20 l) und Gaskocher: Viele Nationalforst-Plätze haben kein Trinkwasser, Feuerverbote im Sommer sind häufig.
  • Insektenschutz: Mücken und Kriebelmücken sind im Frühsommer an Seen und Feuchtwiesen zahlreich.

Stand: 2026-09. Sperrungen, Gebühren und Buchungsregeln ändern sich: Prüfe vor der Abfahrt die offiziellen Quellen.

Reiseverlauf Stopp für Stopp

In Fahrtreihenfolge. Entfernungen sind Schätzungen zwischen aufeinanderfolgenden Stopps.

  1. 1

    Tacoma

    WA
    Start
  2. 2

    Eatonville

    WA
    54 km
  3. 3

    Longmire

    WA
    44 km
  4. 4

    Paradise

    WA
    8 km
  5. 5

    Ohanapecosh

    WA
    17 km
  6. 6

    Packwood

    WA
    19 km
  7. 7

    Randle

    WA
    27 km
  8. 8

    Windy Ridge

    WA
    42 km
  9. 9

    Castle Rock

    WA
    72 km
  10. 10

    Johnston Ridge Observatory

    NaturToutle, WA

    Ein Aussichtspunkt mit direktem Blick in den Krater des Mount St. Helens, fünf Meilen vom Explosionsherd von 1980 entfernt.

    64 km
  11. 11

    Cougar

    WA
    31 km
  12. 12

    Tacoma

    WA
    160 km

Beste Reisezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli und Oktober. Juli und August sind am vollsten: Buchen Sie Campingplätze früh.

Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten

Häufige Fragen

Wie lang ist die Route «Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens»?

6-tägige Rundreise über etwa 540 km (335 mi) mit 12 Stopps, Start und Ziel in Tacoma. Insgesamt etwa 5 h 59 min Fahrzeit.

Wie viele Tage braucht man für «Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens»?

Wir empfehlen 6 Tage: etwa 5 h 59 min Fahrzeit, so bleibt Zeit für die Stopps.

Wo beginnt und endet «Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens»?

Es ist eine Rundreise mit Start und Ziel in Tacoma.

Durch welche Bundesstaaten führt «Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens»?

Washington.

Wo kann man entlang «Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens» campen?

OpenStreetMap verzeichnet 132 Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze im Umkreis von 30 km um die Stopps dieser Route. Zum Beispiel: Cougar Rock Campground, Ohanapecosh Campground und Dash Point Campground.

Wann ist die beste Reisezeit für Gletscher, Wildblumen und Asche – mit dem Camper um Mount Rainier und Mount St. Helens?

Am angenehmsten sind meist Mai–Juni und August–September. Mit kleinen Abstrichen gut machbar: April, Juli und Oktober. (Schätzung aus langjährigen Temperaturmitteln, Gelände und Pass-Öffnungszeiten)